Das Greenpeace Magazin / Juni 2012

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Birgit Bermann, act Chefredakteurin

Greenpeace hat viele Freunde und Unterstützer – aber auch viele Feinde. Manchmal sind das ganze Staaten und ihre Gesetzgebung, die den Einsatz für Umweltschutz und Bürgerrechte mit Füßen treten. Manchmal sind es Konzerne oder wirtschaftliche Interessengemeinschaften, die im rechtsfreien Raum die Grenze zur Kriminalität überschreiten und zu einer Bedrohung werden.

Es ist auch in Österreich nicht einfach, für den Umweltschutz zu kämpfen. Aber es ist sicher. Am Schauplatz der ganz großen Umweltverbrechen gelten mitunter andere Regeln. Lesen Sie ab Seite 8 über die Herausforderungen, denen sich Greenpeace-Mitarbeiter stellen, um für uns alle eine lebenswerte Zukunft zu erhalten. Denn ohne einen Abholzungsstopp für den indonesischen Urwald oder ein umweltverträgliches Wachstum in China bleiben unsere Bemühungen für einen effektiven Klimaschutz zwar wichtig – sind aber in ihrer Wirkung begrenzt.

Über die ganz großen Weichenstellungen für die Zukunft unseres Planeten wird im Juni wieder in Rio de Janeiro verhandelt. Vor 20 Jahren hat der erste Umweltgipfel in der brasilianischen Metropole stattgefunden – seitdem wurde viel geredet und wenig getan. Rio+20 muss das Versprechen seines Vorgängergipfels endlich einlösen und den Weg in eine bessere, weil umweltgerechte Welt weisen. Alexander Egit, Greenpeace-Chef in Zentral- und Mitteleuropa, wirft ab Seite 14 einen Blick auf Rio 1992 zurück – und skizziert, was von Rio 2012 zu erwarten ist.

Wenn Sie sich jetzt fragen, wie Sie persönlich abseits Undercover-Recherchen und großer Gipfel hier und jetzt einen Beitrag leisten können, möchte ich Ihnen Ihr Handy und die Geschichte auf Seite 22 ans Herz legen. Dort erfahren Sie, wie Sie einen Ihrer wichtigsten Gebrauchsgegenstände in den Dienst der Weltrettung stellen können. Denn eines ist sicher: Es braucht den Einsatz und das Engagement von uns allen, um die Umweltzerstörung aufzuhalten!