Als Greenpeace entstand, war der Begriff „Fundraising“ noch nicht geboren. Vor 41 Jahren zogen die ersten Regenbogenkrieger in Toronto los, um US-Atombombentests vor den Aleuten zu verhindern. Ein Schiff wurde gechartert und das Geld dafür auf einem spontanen Benefizkonzert gesammelt. Die „Finanzierung“ glückte, das erste Greenpeace-Schiff legte ab, und die Atombombentests waren bald darauf Geschichte.
41 Jahre später sind bei Greenpeace die Aktionen gewagt und die Ziele groß geblieben – doch der Zugang zur Finanzierung hat sich geändert. Heute wird nicht mehr an einer Kampagne gearbeitet, um dann zu fragen: "Woher kommt das Geld?", sondern an Strategien und Aktionen gefeilt, während vorausschauend die finanziellen Mittel dazu gesichert werden. Fundraising ist notwendig, um Umweltschutzarbeit überhaupt leisten zu können.
Vertrauen entscheidet
Doch auch mit den besten Strategien und den nötigen finanziellen Mitteln ist der Erfolg noch nicht garantiert. Will man ganz Großes schaffen, braucht man die Unterstützung vieler, die gemeinsam an einem Strang ziehen. Und die Macht von Greenpeace kommt vor allem aus dem Vertrauen, das weltweit 2,8 Millionen Menschen als Spender in uns haben. Eine kritische Masse, die Veränderungen erreichen kann.
Wenn Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace Österreich, im Bundeskanzleramt fordert, Atomstrom aus Österreich zu verbannen, wird er gehört. Weil er in diesem Moment für fast 100.000 Österreicher spricht, die Greenpeace mit ihrer Spende einen Auftrag erteilen. Wenn Kumi Naidoo, Chef von Greenpeace International, eine Bohrplattform in der Arktis erklettert, berichten Medien weltweit darüber. Weil er als Stimme von 2,8 Millionen Menschen spricht, die Greenpeace unterstützen. In einem Euro Spende steckt also viel mehr drinnen als 100 Cent: Es steckt das Vertrauen darin, das Sie uns schenken, und unsere Garantie, dass dieses Geld in erfolgreiche Umweltschutzarbeit umgesetzt wird.
Um unabhängig zu bleiben, verzichtet Greenpeace auf Spenden von Regierungen und Unternehmen. Umso mehr sind wir auf Sie und Ihre Spende angewiesen – eine Abhängigkeit, die wir gerne leben. Dass wir mit Ihrer Spende sorgfältig umgehen, bestätigt Ihnen nicht zuletzt auch das Spendegütesiegel. Um es zu erhalten, müssen die Prinzipien der Sparsamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der ethischen Spendenwerbung seitens der NGO erfüllt werden.
In den letzten vier Jahrzehnten waren wir immer nur so stark wie die Anzahl an Menschen, die uns unterstützen. Dafür danken wir Ihnen sehr gerne – in Briefen, Newslettern, dem oder im persönlichen Kontakt. Für die Kommunikation mit Ihnen ist die Abteilung Fundraising zuständig. Fragen, Wünsche, Beschwerden oder Anregungen werden ebenfalls hier angenommen – egal ob per Mail, Telefon oder Brief. Und damit Sie auch wissen, wer am anderen Ende der Leitung oder der Tastatur sitzt, haben wir ein paar von unseren Fundraisern hier in Wort und Bild gerückt.
Danke für ihr Vertrauen!
Vom Wunsch zur Tat

Susanne Winter, 49, Leiterin Fundraising Greenpeace CEE
Woraus besteht deine Arbeit?
Wir wollen Menschen für Greenpeace begeistern und die bestehenden Spender gut betreuen. Dafür gibt es verschiedene Programme, und meine Aufgabe ist es, diese zu entwickeln und aufeinander abzustimmen.
Woraus besteht Fundraising bei Greenpeace?
Es geht darum, unsere Arbeit bekannt zu machen, Probleme und Lösungen aufzuzeigen und dafür Unterstützer zu gewinnen. Einen großen Beitrag dazu leistet das Internet, das für unsere Petitionen unerlässlich ist. Ganz wichtig sind auch die Dialog-Teams auf der Straße, die täglich Menschen als Spender für Greenpeace gewinnen. Unsere Unterstützer versorgen wir zudem regelmäßig mit aktuellen Informationen und stellen ein Service zur Verfügung.
Welchen Stellenwert hat Fundraising bei Greenpeace?
Für Umweltarbeit braucht man Kraft und Beständigkeit. Wir können politisch nur erfolgreich arbeiten, wenn diese Arbeit langfristig gesichert ist. Unsere Kampagnenarbeit ist auf Jahre und Jahrzehnte ausgerichtet – und um dafür ausreichend Mittel zu haben, braucht es ein langfristig wirksames Fundraising-Programm. Viele Spender sind sich dessen bewusst und unterstützen uns ihr Leben lang.
Warum arbeitest du für Greenpeace?
Das war eine sehr bewusste Entscheidung. Ich bin spät Mutter geworden, das hat bei mir zu einer Neuorientierung geführt und den Wunsch zur Tat werden lassen: dafür zu arbeiten, einen besseren Planeten zu hinterlassen. Ich habe 20 Jahre lang Managementpositionen in der Wirtschaft besetzt und mit der Geburt meiner Tochter beschlossen, die Seiten zu wechseln.
Worauf bist du besonders stolz?
Seit zehn Jahren gibt es in Österreich das Spendengütesiegel, und Greenpeace trägt es seit eben zehn Jahren. Die Auflagen sind streng, aber wir bemühen uns Jahr für Jahr darum. Weil wir es wichtig finden, dass der Spender die Bestätigung hat: Greenpeace macht es richtig und arbeitet wirtschaftlich. Und dass wir das tun – ja, das macht mich stolz.

Agnes Peterseil
28, Großspenderbetreuung
Woraus besteht deine Arbeit?
In der Betreuung und der Kommunikation mit Großspendern führe ich Menschen mit unterschiedlichen Ressourcen, aber gleichen Zielen zusammen: die Umwelt zu schützen! Ich bin Ansprechpartnerin für alle ihre Anliegen.
Warum arbeitest du bei Greenpeace?
Weil unsere Erde unersetzlich ist und keinen Profitinteressen zum Opfer fallen darf! Weil Greenpeace nicht nur redet, sondern was tut – ohne den Kampfgeist zu verlieren.

Alberto de San Antonio
38, Spenderbetreuung
Woraus besteht deine Arbeit?
Ich analysiere unsere Daten. Ich möchte unsere Spender besser kennenlernen und ihnen dann die für sie relevantesten Informationen zur richtigen Zeit zur Verfügung stellen. Mein Ziel sind Spender, die Greenpeace gerne unterstützen.
Warum arbeitest du bei Greenpeace?
Umweltschutz erfüllt mich sehr. Davor habe ich in der Entwicklungszusammenarbeit in meiner Heimat Spanien gearbeitet. Jetzt setze ich mich für die Umwelt ein und versuche, mein Leben noch „grüner“ zu führen.

Marco Häfner
31, Projektmanager Datenbank
Woraus besteht deine Arbeit?
Ich plane und manage Projekte, die mit unserer Datenbank zu tun haben. Das ist eine sehr komplexe Angelegenheit, sorgt aber dafür, dass die Spenden sicher bei uns ankommen und die Spender unsere Info-Materialien immer bekommen.
Warum arbeitest du bei Greenpeace?
Ich wollte schon immer wissen, wie international erfolgreich agierende Organisationen wie Greenpeace funktionieren. Jetzt bin ich dabei, und mir gefällts!

Florian Bolka
29, Online-Marketing & Projekte
Woraus besteht deine Arbeit?
Ich betreue digitale Fundraising-Kanäle und setze bereichsübergreifende Webprojekte zur Mobilisierung um. Denn wir können unsere Ziele nur erreichen, wenn wir viele Menschen zu eigenem Engagement bewegen!
Warum arbeitest du bei Greenpeace?
Die Verbindung aus internationaler Zusammenarbeit und kulturellem Fokus im Rahmen des Umweltschutzes macht die Arbeit für mich einzigartig.

Stefanie Wiesauer
28, Spenderservice
Woraus besteht deine Arbeit?
Meine Aufgabe ist es, mich um sämtliche Spenderanfragen und Wünsche zu kümmern. Per Telefon und Mail habe ich täglich Kontakt mit unseren Unterstützern.
Warum arbeitest du bei Greenpeace?
Weil ich an Veränderung glaube! Ich schätze und respektiere meine Kollegen und finde es einzigartig, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem die Menschen deine Vision von einer besseren Welt teilen.