Das Greenpeace Magazin / Dezember 2012

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Birgit Bermann, act Chefredakteurin

Sie landen für ihre Überzeugungen manchmal im Gefängnis, wie Ina Vallant in Moskau. Sie erklimmen schwindelerregende Höhen an so unwirtlichen Plätzen wie Kohlekraftwerken, wie Gernot Goldmann in Polen. Oder sie inspizieren die Kühlräume riesiger Fangschiffe, um die lokalen Behörden beim Kampf gegen die illegale Fischerei zu unterstützen, wie Melanie Aldrian im Indischen Ozean.

Unsere Aktivisten und Aktivistinnen sind das Herz von Greenpeace. Nicht alle Aktionen sind so spektakulär wie die eben erwähnten – aber sie sind immer ein entscheidender Faktor, warum wir mit unserer Umweltschutzarbeit Erfolg haben. Durch ihren persönlichen Einsatz, ihre Präsenz und den gemeinsamen Protest vor Ort bringen sie festgefahrene Positionen in Bewegung. Aktionen erreichen die Öffentlichkeit und erzeugen den notwendigen Druck, um in absehbarer Zeit verschiedene Parteien an den Verhandlungstisch zu bringen. Greenpeace hat in 41 Jahren keinen einzigen Sieg errungen, an dem nicht Aktivisten und Aktivistinnen beteiligt waren. Man kann diesen Einsatz nicht genug auszeichnen – an dieser Stelle ein herzliches Danke an euch alle!

Karl Popper meinte, Aktivismus ist die Abneigung gegen jede Haltung des passiven Hinnehmens. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in ein aktives 2013 – denn es gibt noch vieles, das wir zurückweisen müssen, um eine umweltverträgliche Gesellschaft zu erreichen. Und nimmt man es im Popper’schen Wortsinn – dann sind wir alle Aktivisten!