Erneuerbare Energien: Erleuchtung garantiert in Indonesien!
Wo sonst könnte man die Menschen besser von der Vision einer sauberen und sicheren Energiezukunft begeistern als direkt neben einem Symbol der Erleuchtung? Greenpeace wählte die weltgrößte buddhistische Tempelanlage Borobudur auf der Insel Java als Platz für seine „Climate Rescue Station". Die gesamte Installation rund um den vierstöckigen Bau ließ Borobudur zwei Wochen lang mit der Kraft der Sonne in einem erneuerbaren Licht erstrahlen – und demonstrierte, dass die Deckung des indonesischen Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen realisierbar ist. Derzeit stammen noch 95 Prozent der im Land verbrauchten Energie von schmutzigen Brennstoffen wie Kohle.
Philippinen: Wie viel giftige Gefahr steckt im Wasser?
Schminke, künstliches Blut und zerfetzte Kleider verwandelten philippinische Greenpeace-Aktivisten in schaurige Gestalten. In Zombie-Verkleidung protestierten sie gegen die Untätigkeit der Regierung, einen effektiven Wasserschutz zu implementieren. Es fehlt an einem Überwachungssystem für Chemikalien, einer Offenlegungspflicht für die Industrie sowie einem Gesetz, das die Einleitung von gefährlichen Stoffen in Gewässer untersagt. Dem Zombie-Auftritt war eine dreiwöchige Tour vorausgegangen, bei der über hundert Freiwillige entlang des Marikina-Flusses unterwegs waren, um Verschmutzungen zu dokumentieren und das öffentliche Bewusstsein gegenüber gefährlichen Giften zu schärfen.
Atomkraft: Leichter Zugang zu AKW in Schweden
Durch einen Stresstest der besonderen Art machte Greenpeace im Oktober erneut auf die schweren Sicherheitslücken in Atomkraftwerken aufmerksam. Ziel der Aktion waren die beiden störanfälligen schwedischen AKW Ringhals und Forsmark. 70 Greenpeace-Aktivisten gelangten ohne große Hindernisse auf die Kraftwerksgelände und blieben dort auch noch lange Zeit unentdeckt – zwei Aktivisten verließen als Letzte nach fast 40 Stunden (!) freiwillig das AKW Forsmark.
Klimaschutz: Worte statt Taten bei VW
„Der grünste Golf aller Zeiten" – was VW als Werbeslogan für sein brandneues Modell verspricht, macht der Konzern in der Realität nicht wahr. Das meistverkaufte europäische Auto kam nun in der siebten Edition auf den Markt und stößt noch immer mehr CO2 aus als notwendig. Greenpeace fordert den größten Autohersteller Europas seit dem Jahr 2011 mit einer breiten Kampagne dazu auf, endlich den wichtigen Schritt zum „Drei-Liter-Golf" zu gehen. Doch auch bei der jüngsten Golf-Entwicklung wurden klimaschonende Ziele nicht umgesetzt. Grund genug für einen großen Protest während der Präsentation des Golf 7 beim Pariser Autosalon: Greenpeace-Aktivisten aus mehreren Ländern machten auf die Vernebelungstaktiken von VW aufmerksam und informierten Messebesucher über die gängige klimafeindliche Modellpolitik. Nur mit konkreten Umweltzielen und dem Einbau der verfügbaren Spritspartechnik in die gesamte Golf-Serie kann das Unternehmen seiner Klimaverantwortung und seinen Werbeslogans gerecht werden.