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Wir haben es satt!

Eine neue Agrar- und Ernährungspolitik jetzt!

Infoseite - 13 September, 2012
In ganz Europa finden am 19. September Aktionen für eine neue Agrar- und Ernährungspolitik statt! Wir laden euch deshalb herzlich ein zum bäuerlichen Protestpicknick - zeigen wir auch in Wien, dass wir ökologisch und sozial produzierte Lebensmittel essen wollen.

Link Jetzt Online-Petition unterstützen!

Protest-Picknick

Wo: Votivpark, Wien
Wann: Mi. 19.09. von 10-12 Uhr

 

Einfach nachhaltig produzierte Lebensmittel mitbringen, sowie eigenes Geschirr, und dem Teilen und Genießen steht nichts mehr im Weg! Fordern wir beim gemeinsamen Picknicken eine neue Agrar- und Ernährungspolitik JETZT!

Die Diskussionen über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU sind in der entscheidenden Phase. Es geht um die Zukunft der europäischen Landwirtschaft, der Bäuerinnen und Bauern und der ländlichen Räume. Im Rahmen des „Good Food March“ sind Menschen aus ganz Europa derzeit mit Fahrrädern, Traktoren oder zu Fuß auf dem Weg nach Brüssel, um dort am 19. September den EU-PolitikerInnen ihre Forderungen zu überbringen. Sie kämpfen für eine GAP-Reform, die sicherstellt, dass Lebensmittel in Europa ökologisch und nachhaltig erzeugt werden, dass BäuerInnen und LandarbeiterInnen ausreichende Einkommen erzielen und dass europäische Lebensmittelexporte die landwirtschaftlichen Ökonomien anderer Länder nicht schädigen. Der „Good Food March“ ist eine europaweite Initiative von zivilgesellschaftlichen Organisationen, unter ihnen bäuerliche Bewegungen, Umweltschutzorganisationen und Slow Food. Jetzt werden auf politischer Ebene die Entscheidenden Weichen für die Zukunft gestellt - kämpfen wir für eine bäuerliche, sozial und ökologische Landwirtschaft!

 

Wir haben es satt!

Die Agrarindustrie in Europa verursacht Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen. Sie verschärft Hungerkrisen, den Klimawandel und das Höfesterben. Zurück bleiben ausgeräumte Landstriche und Monokulturen. Das haben wir satt!

Wir, das ist eine breite Plattform von Umwelt-, EZA- und bäuerlichen Organisationen, sowie sozialen Bewegungen.

Auch die österreichische Bundesregierung fördert mit unser aller Steuergelder eine agrarindustrielle Entwicklung, die nicht zukunftsfähig ist und bei der die Bäuerinnen und Bauern auf der Strecke bleiben. Das Höfesterben geht ungebrochen weiter, die landwirtschaftlichen Betriebe werden in einen ruinösen Verdrängungswettbewerb geschickt. Die Agrarindustrie und Raiffeisen wurden bisher mit Millionen Euro an Subventionen bedacht, was die Marktkonzentration dramatisch beschleunigt hat – die Großen müssen noch größer werden, die Kleinen müssen aufgeben. Doch die Chance, diese Politik zu ändern, war noch nie besser. Jetzt werden die entscheidenden Weichen für die Agrarpolitik bis 2020 gestellt.

Eine neue Agrar- und Ernährungskultur heißt:

 Ja zu einer zukunftsfähigen, bäuerlichen Landwirtschaft!
 Ja zu einer klimaschützenden Landwirtschaft!
 Ja zur Bio-Landwirtschaft als Leitbild für das österreichische Agrarmodell
 Ja zu gentechnikfreien Futter- und Lebensmitteln!
 Ja zum Menschenrecht auf Nahrung und zu Ernährungssouveränität!
 Ja zu einer Ernährungskultur, die Menschen, Tieren und Umwelt ihre Würde bewahrt!

Unsere Forderungen

  • Agrargelder an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien binden
  • Heimisches Futter statt importierte Gentechnik-Soja fördern
  • Verzicht auf energieintensive Kunstdünger und humuszerstörende Praktiken
  • Pestizideinsatz reduzieren, Biodiversität schützen
  • Ausbau der biologischen Landwirtschaft
  • Natur schützen statt Boden versiegeln
  • Respekt für Tiere statt industrialisierter Fleischproduktion
  • Nachhaltige Lebensmittelproduktion statt Agrotreibstoffe
  • Irreführende Werbung stoppen
  • Faire Regeln statt liberalisierte Agrarmärkte, Spekulationen und Exportsubventionen
  • Förderung der Vielfalt an Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen, statt Monokulturen
  • Patente auf Pflanzen und Tiere verbieten
  • Ausbeutung (migrantischer) ArbeiterInnen in der Landwirtschaft verhindern

Wir schätzen die tägliche Arbeit der Menschen auf den Bauernhöfen. Sie müssen im Zentrum einer Reform stehen!

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