Aussterben der Fische bis 2048

Newsartikel - 6 November, 2006
Bald kein Fisch mehr am Tisch

Ab Mitte dieses Jahrhunderts ist Schluss mit Fisch aus dem Meer! Davor warnt eine wissenschaftlichen Studie, die jetzt von einer Forschergruppe an der Dalhousie-Universität in Halifax/Kanada im renommierten Wissenschaftsblatt "Science" veröffentlicht wurde.

"Wenn das Artensterben in diesem Tempo weitergeht, dann wird noch diese Generation erleben, dass es keinen Fisch mehr gibt - vor dem Jahr 2050", bestätigt Mitautor Boris Worm.


Grund für den totalen Zusammenbruch im Meer: Seit Beginn der Industrialisierung ist die Artenvielfalt im Meer deutlich zurückgegangen. In der Folge sank stetig auch die Produktivität der Ozeane. Deutlich wird es u. a. dadurch, dass trotz kontinuierlich steigendem Aufwand in der Fischerei, die Erträge aus dem Meer unaufhaltsam zurückgehen. Der Artenschwund bedroht das Gleichgewicht, das zwischen den maritimen Bewohnern herrscht. Die Fähigkeit, Verluste auszugleichen, geht verloren. Und Krankheiten können viel größeren Schaden anrichten.

 
Nach Meinung der ForscherInnen ist der Prozess noch zu stoppen, ja sogar umkehrbar. Meeresschutzgebiete können dem Artenschwund Einhalt gebieten. Dort müssten allerdings konsquent alle Arten geschützt werden. Solche Schutzgebiete fordert auch Greenpeace seit geraumer Zeit.

 
Meeresschutzgebiete sind Gebiete, in denen jegliche extraktive und zerstörerische menschliche Nutzung, wie Fischerei, Öl- und Gasförderung und Sand- und Kiesabbau ausgeschlossen ist. Sie sind ein Schlüsselinstrument gegen den Verlust der marinen Artenvielfalt und für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner. Auch die Fischerei profitiert von Meereschutzgebieten, in denen sich überfischte Bestände erholen und die Populationen wieder anwachsen können.

Mehr Infos:

  • Welche Meeresgebiete geschützt werden sollten (auf greenpeace.at)
  • Fisch-Einkaufsratgeber: Welche Fischarten bedroht sind und welche gekauft werden können

Quelle: Greenpeace 

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