Testergebnisse Babyprodukte

Newsartikel - 23 Jänner, 2013
Was getestet wurde

Ende September 2005 hat Greenpeace sieben Baby- und Kinderprodukte gekauft und diese für eine Analyse auf Risiko-Chemikalien an ein unab­hän­giges Speziallabor in den Niederlanden übergeben. Bei den Produkten handelte es sich um drei Puppen, ein Quietschtier, einen Hüpfball, eine Wickelauflage sowie einen Regenschutz für Kinderwägen. Alle Produkte bestehen zumindest teilweise aus dem Umweltgift PVC.

Das Labor wurde beauftragt, nach folgenden bedenklichen Chemikalien zu suchen: Phthalate (Weichmacher), Nonylphenol und Bisphenol-A (beide Antioxidantien), bromierte Flammschutzmittel, Blei (Stabilisator) und Cadmium (Farbstoff und/oder Stabilisator). Die Ergebnisse waren schockierend: Alle Produkte enthielten erhebliche Mengen Risiko­chemi­kalien.

Welche Produkte getestet wurden

Testergebnisse:

Welche Produkte getestet wurden

Wickelauflage (Marke: Softy, EAN-Code: 9003763030810), gekauft bei Leiner

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Puppe "Baby Chou Chou" (Marke: Zapf Creation, EAN-Code: 4001167721247), gekauft bei Interspar

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Puppe "Emily Erdbeer” (Marke: Ban Dai, EAN-Code: 3296580154005), gekauft bei Gerngross

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Puppe "Disney Princess” (Marke: Disney, EAN-Code: 4006592555429), gekauft bei Gerngross

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Hüpfball (Marke: Stats fun, EAN-Code: 80351681042), gekauft bei Toys´R´Us

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Schnappi das kleine Krokodil (Marke: Simba, EAN-Code: 4006592959890), gekauft bei Interspar

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Regenschutz für Kinderwagen (Marke: Little Star, EAN-Code: 4005248005011), gekauft bei Lutz

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Die Ergebnisse

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Fünf Produkte enthielten mehr als 10% Phthalat-Weichmacher. Besonders ärgerlich: Diese Produkte enthalten die Phthalate DINP und DEHP, die bereits von der EU aufgrund ihrer fort­pflan­zungs­ge­fähr­den­den Eigenschaften für bestimmte Kinder­produkte verboten worden sind. Puppen, Wickel­auf­lagen, Hüpfbälle oder Regenschutzhauben fallen jedoch nicht unter dieses Verbot, weil dieses nur für Produkte gilt, die bei "bestimmungsgemäßer Verwendung in den Mund genommen werden", also nur für Beißringe, Quietschtiere und ähnliches. Manche Hersteller versuchen, das EU-weite Verbot zu umgehen, indem sie Produkte mit der Aufschrift "Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren" verkaufen, obwohl diese üblicherweise auch in die Hände der ganz kleinen geraten.

Den Weichmacher-Rekordwert erreichte der Hüpfball mit ca. 70 % Phthalaten, doch auch die Wickelauflage, die Kinderwagen-Regenhaube und zwei Puppen waren sehr stark belastet. Alle sieben Produkte enthalten hohe Mengen des Hormongifts Nonyl­phenol, vier Produkte enthalten sogar das aufgrund seiner fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften längst in Verruf geratene Bisphenol-A.

In einer Disney-Puppe wurde nervenschädigendes Blei gefunden, im Hüpfball krebserregendes Cadmium. Cadmium ist in Österreich bereits seit 1993 verboten.

Nur die Flammschutzmittel konnten nur in einem Produkt in relativ geringer Konzentration nachge­wiesen werden.

Detailergebnisse der Produkte mit Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Risikochemikalien:

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Testergebnisse zum Downloaden

FactSheet_Analysen_BabyKinderprodukte.pdf
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Quelle: Greenpeace

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