Zum Vergrößern bitte klicken!

Fünf Produkte enthielten mehr als 10% Phthalat-Weichmacher. Besonders ärgerlich: Diese Produkte enthalten die Phthalate DINP und DEHP, die bereits von der EU aufgrund ihrer fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften für bestimmte Kinderprodukte verboten worden sind. Puppen, Wickelauflagen, Hüpfbälle oder Regenschutzhauben fallen jedoch nicht unter dieses Verbot, weil dieses nur für Produkte gilt, die bei "bestimmungsgemäßer Verwendung in den Mund genommen werden", also nur für Beißringe, Quietschtiere und ähnliches. Manche Hersteller versuchen, das EU-weite Verbot zu umgehen, indem sie Produkte mit der Aufschrift "Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren" verkaufen, obwohl diese üblicherweise auch in die Hände der ganz kleinen geraten.
Den Weichmacher-Rekordwert erreichte der Hüpfball mit ca. 70 % Phthalaten, doch auch die Wickelauflage, die Kinderwagen-Regenhaube und zwei Puppen waren sehr stark belastet. Alle sieben Produkte enthalten hohe Mengen des Hormongifts Nonylphenol, vier Produkte enthalten sogar das aufgrund seiner fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften längst in Verruf geratene Bisphenol-A.
In einer Disney-Puppe wurde nervenschädigendes Blei gefunden, im Hüpfball krebserregendes Cadmium. Cadmium ist in Österreich bereits seit 1993 verboten.
Nur die Flammschutzmittel konnten nur in einem Produkt in relativ geringer Konzentration nachgewiesen werden.
Detailergebnisse der Produkte mit Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Risikochemikalien:
[nach oben] |