|
Fettgedruckte Werte sind besonders besorgniserregend
Phthalate werden in großen Mengen hergestellt, in der EU beträgt das Marktvolumen ca. eine Million Tonnen. Die Hauptmenge der Phthalate wird als Weichmacher in PVC eingesetzt, das ohne diesen Zusatz hart und spröde ist. Der Gehalt in Weich-PVC ist durchschnittlich 30% und kann bis zu 70% betragen. Phthalate können sich aus den Produkten lösen, weltweit sind Böden, Flüsse, Meere, Niederschläge und Luft mit diesen Stoffen belastet , .
Der menschliche Körper kann Phthalate durch die Atemluft, aus der Nahrung und über die Haut aufnehmen. Kinder sind oft noch stärker mit diesen Stoffen belastet als Erwachsene. Phthalate können bei längeren Belastungen Gesundheitsschäden z.B. an Leber und Nieren verursachen. Fast alle Phthalate stehen im Verdacht, hormon-ähnliche Wirkungen zu haben, einige sind in der EU als fortpflanzungsgefährdend eingestuft.
Aufgrund dieser Probleme wurde die Verwendung von DEHP, DINP, DOP, DIDP, BBP und DBP in Spielzeug für Kinder unter 3 Jahren in der EU verboten.
- DEHP (Diethylhexylphthalat) wird in PVC, anderen Kunststoffen und Gummi verwendet, ist aber auch z.B. in Parfums enthalten.
Es gibt Hinweise darauf, dass DEHP-hältiger Staub aus PVC-Bodenbelägen die Bronchien von Kindern schädigen kann . Wiederholter Hautkontakt kann Dermatitis hervorrufen . DEHP ist fortpflanzungsgefährdend (EU Kategorie 2), muss als giftig gekennzeichnet werden und kann das Kind im Mutterleib schädigen. Seit 1. 4. 2005 darf DEHP EU-weit nicht mehr in Kosmetika enthalten sein.
- DINP (Diisononylphthalat) wird eingesetzt in PVC, Gummi, Tinten, Dispersionsfarben, etc. DINP hat schwach hormonelle Eigenschaften , ist fortpflanzungsschädigend und tumorbildend im Tierversuch.
Quelle: Greenpeace
|