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Cloud Computing-Report "Clicking Clean"

Apple, Facebook und Google vorne, Amazon und Twitter hinken nach

Publikation - 2 April, 2014
Mit dem aktuellen Report "Clicking Clean" hat Greenpeace bereits zum vierten Mal führende Cloud Computing-Anbieter hinsichtlich ihrer Energieproduktion unter die Lupe genommen. Die wachsende "Cloud", also die virtuelle Wolke verstärkt die Nachfrage für mindestens ein Offline-Produkt, nämlich Strom. Dass es möglich ist, unseren Energiebedarf aus 100% erneuerbarer Energie zu decken, beweist Apple.

 

Unser Energiebedarf wächst

Rund 2,5 Milliarden Menschen sind laut Schätzungen weltweit via Internet verbunden; im Jahr 2017 werden voraussichtlich 3,6 Milliarden Menschen online sein. Neue internetbasierte Unternehmen verdrängen langjährige Geschäftsmodelle und Branchen scheinbar täglich. Unsere Internet-Nutzung und das schnelle Wachstum der virtuellen Wolke produzieren einen enormen kollektiven Strombedarf. Wäre das Internet ein Land, so hätte es weltweit den sechstgrößten Stromverbrauch. Es wird erwartet, dass dieser Strombedarf bis 2020 um 60 Prozent steigen wird.

 

Internet-Anbieter am Prüfstand

Für den Report "Clicking Clean" hat Greenpeace die Lieferkette von 19 weltweit führenden Cloud Computing-Anbietern untersucht und bewertet, auf welche Weise die Energie für deren Rechenzentren produziert wird. Insgesamt wurden rund 300 Rechenzentren unter die Lupe genommen.
Erfreulich ist, dass immer mehr IT-Unternehmen wie Apple, Facebook und Google sich dazu verpflichten, ihre Dienste in Zukunft nur noch mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern zu betreiben. „Der rasche Wechsel von Apple zu Erneuerbaren Energieträgern innerhalb der letzten 24 Monate hat klar gemacht, warum das Unternehmen eines der innovativsten und beliebtesten ist. Die anderen großen Anbieter müssen dringend nachziehen und auf 100% Erneuerbare umsteigen“, fordert Claudia Sprinz, Greenpeace Elektronik-Expertin.

Besonders schlecht schneidet Amazon Web Services, das die Daten vieler populärer Betreiber wie Pinterest oder Spotify hostet, ab. Seine Rechenzentren beziehen 28% Strom aus Kohlekraft, 27% Atomstrom, 25% Strom aus Gaskraftwerken und nur 15% des Strombedarfs stammt von Erneuerbaren Energieträgern.
Amazon verweigert standhaft Informationen zu dessen Energie-Fußabdruck offenzulegen und Twitter zeigt keinerlei Bemühungen in Richtung erneuerbare Energien. Diese Anbietern haben dringenden Handlungsbedarf, wenn sie nicht länger die Schlusslichter in Sachen Nachhaltigkeit sein wollen“, so Sprinz abschließend.

Greenpeace-Forderungen

Greenpeace fordert von allen führenden Internet-Unternehmen, dass diese
•    sich verpflichten, langfristig auf Strom aus erneuerbaren Energieträgern umzusteigen.
•    Transparenz zeigen im Hinblick auf IT-Performance und Ressourcenverbrauch inklusive der Stromquelle zu verpflichten, damit der Fortschritt zur Erreichung ihres Ziels nachvollziehbar ist.
•    eine Strategie entwickeln, zur Erhöhung des Anteils des Stroms aus erneuerbaren Energieträgern und Energieversorger künftig mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern anbieten. Politiker und Politikerinnen gilt es dazu zu bewegen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Umstellung auf erneuerbare Energieträger zu schaffen.

Report herunterladen

Gesamten Report lesen (in Englisch): Clicking Clean: How Companies are Creating the Green Internet

Die Zusammenfassung in Deutsch:

umweltgifte_cloudComputing_clickingClean_140402