Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Marketing-Tricks

Viel Lärm um Nichts

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Leider kommt es gerade im ökologischen Bereich immer wieder vor, dass ein Label nicht hält was es verspricht. Oder, dass Versprechungen gemacht werden, die nicht überprüft werden oder in den Richtlinien für ein Label gar nicht erst festgelegt wurden.

Der Grüne Punkt

So halten zum Beispiel viele KonsumentInnen den sogenannten Grünen Punkt für ein relevantes Umweltzeichen. Dabei besagt er nichts anderes als, dass der Hersteller eines Produktes für die Entsorgung der Verpackung eine Gebühr entrichtet hat.

Waldschutz-Siegel

FSC (Forest Stewardship Council) ist das zur Zeit einzige Zertifikat weltweit, welches eine soziale und ökologische Waldnutzung verspricht und deshalb von Greenpeace beim Kauf von Holz- und Papierprodukten empfohlen wird.
FSC ist noch nicht perfekt. Als Mitglied von FSC treibt Greenpeace kontinuierlich Verbesserung im Monitoringsystem voran, um die Durchsetzung der strengen Richtlinien weltweit zu gewährleisten.

Im Gegensatz dazu das PEFC-Siegel (Pan Europan Forest Certification), das keine positiven Auswirkungen auf die Waldwirtschaft aufweisen kann. Es handelt sich dabei um ein Siegel der Holzindustrie, das eigentlich nur der besseren Vermarktung bestimmter Produkte dient. Und zwar zu Verwirrung der KonsumentInnen, die dem "grünes Mäntelchen" im Form des Logos vertrauen.

Das AMA-Gütesiegel

Das gleiche gilt auch für das normale AMA-Gütesiegel (Agrarmarkt Austria). Von VerbraucherInnen oft fälschlicherweise für ein Biosiegel gehalten, wirbt man mit glücklichen Kühen auf bunten Almwiesen. Dass das AMA-Gütesiegel jedoch die Fütterung mit gentechnisch manipulierten Futtermitteln nicht ausschließt, erfahren KonsumentInnen in dieser Werbung nicht. Ebenso nicht, dass dieses Siegel bei der Anwendung von Pestiziden kaum über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgeht.

Ein Siegel, das der Vermarktung österreichischer landwirtschaftlicher Produkte dient und von der EU stark subventioniert wird.

Phanatasie-Logos der Hersteller

Leider gibt es Zeichen, die gerne Label wären, aber keine sind. Gemeint sind firmeneigene Marketing-Logos, die von diesen gerne als Label ausgegeben werden. So z. B. "Kontrollierter Pfanni Kartoffel Anbau". Ebenso wie dieses Logo werden viele andere wenn überhaupt vom Hersteller selbst vergeben und kontrolliert. Meistens sind solche Logos schlichte Eigenwerbung ohne Kontrolle durch unabhängige Institute.

Irreführende Informationen

Eine andere beliebte Methode VerbraucherInnen zu täuschen ist die Versprechung falscher Tatschen, wenn auch ohne Label. So tauchen irreführende Kennzeichnungen auf Lebensmitteletiketten auf, die an gesetzlich definierte Begriffe anknüpfen. Manchmal wird z.B. vorgetäuscht, dass ein Produkt aus biologischem Anbau stammt und zwar mit Bezeichnungen wie

  • "aus kontrolliertem Anbau",
  • "aus chemiefreier Landwirtschaft",
  • "aus naturnahem Anbau"

Diese Aussagen bedeuten nicht, dasse sich um biologisch produzierten Lebensmittel handelt.

Themen