Wer vergibt sie?

Staatliche Gütezeichen oder Verbandslabel

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Generell kann man unterscheiden zwischen Label, die von staatlichen Stellen vergeben und kontrolliert werden und solchen, die von Verbänden und Vereinen geschaffen wurden.

Staatliche Label 

Die staatlichen Label sind registriert und genehmigt und deshalb echte Gütezeichen.

Sie werden von den einzelnen Ministerien an die so genannten Gütezeichenverbände vergeben. Die verantwortlichen Ministerien sind Lebensministerium, Wirtschaftsministerium und Familienministerium. Die Gütezeichenverbände haben Zertifizierungsstellen, die Unternehmen oder Produkte prüfen und dann zur Führung eines bestimmten Gütezeichens, z.B. das österreichische Umweltzeichen, berechtigen.

Nicht-staatliche Label

Nicht-staatliche Label werden direkt von Vereinen, Verbänden oder Organisationen vergeben. Man nennt sie Verbandsmarken oder Verbandszeichen. Ein Beispiel ist das Bio-ERNTE-Austria-Zeichen, das von "Ernte für das Leben" vergeben wird.

Die Verbandszeichen müssen sich nicht nach gesetzlichen Güterichtlinien richten, weshalb sie stark in ihrer Aussagequalität schwanken. Trotzdem unterliegen viele von ihnen sogar strengeren Auflagen als die staatlichen Gütezeichen.

Es gibt solche, deren Vergabe und Einhaltung von unabhängigen Zertifizierungsunternehmen oder Kammern geprüft werden (so z. B. das Spendengütesiegel).

Andere werden teilweise gar nicht oder nur vom Vergeber selbst geprüft, wie z. B. das "Austria Herkunftszeichen". Es wird von der Vergabestelle "Made in Austria" selbst kontrolliert.

Es gilt: Je näher ein Hersteller dem Label vergebenden Verband steht, umso kritischer sollte man bezüglich der Aussagekraft des Label sein.

Themen