Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Soziale Verantwortung

Einkaufen auf Kosten anderer?

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Hinter jedem Produkt stehen Menschen, die mit ihrer Arbeit den Lebensunterhalt verdienen wollen.

Nicht überall auf der Welt gelingt es ihnen tatsächlich: In Asien, Afrika und Lateinamerika ist die soziale Ausbeutung von arbeitenden Menschen an der Tagesordnung. Einkommen weit unter dem Existenzminimum, ohne Urlaub und ohne Krankenversicherung sind weitverbreitete Praxis. Noch extremere Formen sind Kinderarbeit und Zwangsarbeit bis zur völlig unbezahlten Sklavenarbeit. Auch Millionen von Kleinbauernfamilien rund um den Globus sind weit unter die Armutsgrenze gesunken, weil für die von ihnen hergestellten Agrarrohstoffe wie Kaffee oder Kakao heute am Weltmarkt weniger bezahlt wird als vor vierzig Jahren. Mit dem "Fairen Handel" haben zivilgesellschaftliche Organisationen eine Alternative entwickelt, in der Mindestpreise und faire Löhne und Arbeitsbedingungen für ein menschenwürdiges Leben garantiert werden.

Unfaire Produktionsbedingungen

Produkten ist es normalerweise nicht anzusehen, ob sie unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt wurden. In ganz normalem Kaffeepackungen verbirgt sich der Hunger lateinamerikanischer Kleinbauernfamilien, in Markenschokolade vermutlich Kindersklavenarbeit von der Elfenbeinküste und in Bananen oft Hautkrankheiten und Unfruchtbarkeit von Plantagen-ArbeiterInnen, die vom Flugzeug aus während der Arbeit mit giftigen Chemikalien bespritzt werden. Kaum ein Produkt aus der sogenannten "Dritten Welt" wird unter Arbeitsbedingungen hergestellt, welche die elementaren Menschenrechte nicht verletzen.

Fairtrade-Initiativen als Alternative

Zum Glück geht es auch anders: Fairtrade-Initiativen zeigen den Weg. Sie vereinbaren faire Produktionsbedingungen und Preise und ebnen den Produzenten und Produzentinnen den Weg in die heimischen Geschäfte. Dazu ist natürlich eine Überprüfung der Bedingungen erforderlich, unter denen ein Produkt hergestellt wurde. Es gibt Initiativen, die solche Kontrollprozesse ins Leben gerufen haben und Produkte mit Siegel auszeichnen, wenn sie den Bedingungen entsprechen. In marktcheck.at werden Produkte als sozial einwandfrei und empfehlenswert ausgezeichnet, deren Herstellung von einer unabhängigen Siegelinitiative kontrolliert wird. Diese darf selbst nicht mit Produkten handeln und keine kommerziellen Interessen haben.

Die genannte Bedingung wird derzeit im Bereich der Lebensmittel von der FairTrade-Zertifizierungsorganisation FLO (Fairtrade Labelling Organizations International) erfüllt. In Österreich handelt es sich um mit dem FAIRTRADE Siegel ausgezeichnete Produkte. Darüber hinaus gibt es zur Zeit mit dem FlowerLabel ein Siegel für Schnittblumen und mit Rugmark und STEP zwei Siegel für Teppiche, die ebenfalls den oben genannten Kriterien entsprechen.

Quelle: Südwind

Themen