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Warentransport

Notwendiger oder überflüssiger Warentransport?

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Viele VerbraucherInnen erwarten beim Einkauf nicht nur Frische, sondern maximale Auswahl an unter­schiedlichen Produkten zu jeder Jahreszeit. Die jederzeitige Verfügbarkeit unterschiedlicher Produkte zu jeder Jahreszeit hat jedoch einen hohen Preis: Es entsteht ein enormer Transportaufwand, der mit unnötigen öko­logischen Belastungen verbunden ist.

Dies beginnt beim zusätzlichen Energieaufwand, geht weiter bei der zusätzlichen Luftverschmutzung und der gesund­heit­lichen Belastung für die Anrainer bis zur langfristigen zusätzlichen Schädigung des Klimas.

Wenn KonsumentInnen vor dem Regal stehen, so ist für sie zwar unbewusst klar, dass jedes Produkt mit entsprechendem Aufwand hergestellt und zu ihnen transportiert wurde. Unbekannt ist weitestgehend, bei welchem Produkt welche Rohstoffe wo produziert und mit welchem Transportaufwand an unter­schiedliche weiteren Stellen zur weiteren Verarbeitung gebracht werden, damit sie dann zum Hersteller zur Endproduktion gebracht werden, der dann die fertigen Produkte durch weitere Transportwege an Vertreiber liefert, die dann an den Handel verkauft werden, der sie in seine Filialen transportiert. Dies ist auf dem Produkt nicht eindeutig erkennbar. Somit kann die KäuferIn nicht wirklich nachvollziehen, welche umweltrelevante Auswirkungen durch den Transport des Produktes entstanden ist.

Die marktcheck.at Produktdatenbank bringt mehr Transparenz in den Transport von Lebensmittel, Getränke und Kosmetika. Bei jedem in der Datenbank erfassten Artikel sind Informationen zum Produktions­land und zu den Herkunftsländern der Haupt­be­stand­teile zu finden. Durch die Angabe der Datenquelle können die UserInnen genau nachvollziehen woher die Informationen Stammen: Ob z. B. die Daten von Greenpeace recherchiert wurden oder Hersteller bzw. Vertreiber Auskunft gegeben haben. Zusätzlich werden die Transportkilometer des Produktes bewertet und werden als Teil der ökologischen Gesamtbewertung berücksichtigt.

KonsumentInnen, die ökologisch einkaufen wollen, sollten nicht nur auf naturbelassene und umwelt­freundliche Produktion und Verpackung achten, sondern auch den Transportaufwand berücksichtigen.

Auf die Herkunft kommt es an

Das betrifft zu allererst die Herkunft der Produkte. Lebensmittel und Getränke sollten möglichst saisonal und regional eingekauft werden. Dies gilt auch für andere Güter. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern stärkt auch die heimische Wirtschaft.

Andererseits ist auch wichtig womit eingekauft wird. Wenn eine Person im PKW zum Bäcker ums Eck fährt, um das regionale Bio-Brot zu kaufen, dann wird durch die Einkaufsfahrt eine unverhältnismässig hohe Umweltbelastung verursacht, die mit dem Fahrrad oder durch einen Spaziergang zu Fuß nicht entstanden wäre. Hier gilt es für jede/n Einzelne/n kreative Lösungen zu finden und sich Gedanken über ökologische Mobilität zu machen: Manche Einkäufe können z. B. sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt werden. Wer z. B. im Einkaufszentrum am Stadtrand immer die Nachbarn trifft, könnte mit ihnen eine Fahrgemeinschaft bilden und somit die Umweltbelastung durch den Transport wesentlich reduzieren.

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