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Mikrokredite

Mit Mikrokrediten Armut 'ersparen'

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Die Finanzmarktkrise hat tiefe Spuren im Vertrauen der Menschen hinterlassen. Sicherheit und Verfügbarkeit der Geldanlage, aber zunehmend auch der Wunsch nach positiven ökologischen-sozialen Auswirkungen, gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammed Yunus hat vorgezeigt, wie man wirkungsvoll Armut in der Welt bekämpfen kann. Mikrokredite in der Höhe von 50-100 U$ reichen aus, um in Afrika, Asien und Lateinamerika ein paar Hühner oder einen Marktstand zu kaufen. Mit dem Verkauf von Eiern oder Gemüse wird Geld verdient und der Kredit samt Zinsen wieder zurück gezahlt. Dank Mikrokredite die auch für arme Menschen ohne Kreditsicherheiten offen stehen, können sich so Menschen schrittweise selbst aus der Armut befreien.

Die Meinung der ÖsterreicherInnen

Die Popularität des Friedensnobelpreisträgers verhalf dieser Idee der Armutsbekämpfung zu öffentlicher Aufmerksamkeit, auch in Österreich.

Eine Befragung der Karmasin Motivforschung im August 2009 hat ergeben, dass 47 % der Bevölkerung bereit wären, in Mikrokredite zu investieren:

  • 32% der Befragten kennen Mikrokredite.
  • 58% davon halten dies für eine sehr gute Idee der Armutsbekämpfung.
  • 66% der Menschen die Mikrokredite kennen und
  • 47% aller Befragten wären nach eigenen Angaben bereit diese mit einer Geldanlage zu unterstützen

Internationale Organisation

Auf die einfache und sichere Abwicklung dieser alternativen Geldanlage hat sich die internationale Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit spezialisiert. Oikocredit ist in rund 70 Ländern der Welt vor Ort tätig. Gemeinsam mit über 750 lokalen Partnerorganisationen ermöglicht Oikocredit nicht nur Mikro- und Projektkredite, sondern steht den KreditnehmerInnen beratend zur Seite, fördert aktiv den Aufbau regionaler Wirtschaftsstrukturen und unterstützt Frauen bei ihrem Kampf für mehr gesellschaftliche Mitbestimmungsrechte. Das Kapital für die Kreditvergabe stellen u.a. mittlerweile über 1.400 AnlegerInnen in Österreich zur Verfügung – ein Zeichen weltweiter Solidarität.

Sicherheit der Anlageform

Der Förderverein Oikocredit Austria verwaltet die Gelder der österreichischen AnlegerInnen treuhändig. Die Geldanlage wird mit max. 2 % Dividende verzinst. Dadurch ist es möglich, auch den Ärmsten der Armen Mikrokredite zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig notwenige Rücklagen aufzubauen. Wobei es nur äußerst selten vorkommt, dass ein Kreditnehmer einmal nicht zurückzahlen kann, wie Günter Lenhart, Vorstand von Oikocredit Austria berichtet: "Wir hatten in den letzten Jahren immer nur Ausfälle von weniger als 1%." Stolz verweist Günter Lenhart auf den Umstand, dass seit der Gründung von Oikocredit vor 35 Jahren noch kein Anleger auch nur 1 Cent seines Kapitals verloren hat.  

Bei Mikrokrediten handelt es sich um

  • eine Geldanlage die man jederzeit wieder zurückfordern kann,
  • bei der soziale Entwicklung statt Ertrag im Vordergrund steht
  • und bei der Sicherheit höchste Priorität hat.

Prominente UnterstützerInnen

Ein Umstand den auch Walter Sonnleitner, Wirtschaftsjournalist und Buchautor überzeugt hat. Er ist ebenso wie Sophie Karmasin einer der vielen neuen prominenten Unterstützer, die sich der Oikocredit-Initiative "Armut ersparen" angeschlossen haben. Er beschreibt die Geldanlage bei Oikocredit als "Geld, das denen die es bekommen eine Zukunft gibt - und wofür die, die es geben, trotzdem Zinsen bekommen."
Sonnleitner hat die Chancen und Risiken dieser Geldanlageform untersucht und unterstützt Oikocredit als Anleger weil "Geld mehr als nur Zinsen und Profit bringen kann."  

Marktführer Oikocredit

Ca. 17 Mio. Menschen hat Oikocredit mit seinen Kreditprogrammen bereits erreicht. Mit knapp 400 Mio. € an Kreditkapital zählt Oikocredit zu den größten privaten Mikrofinanzorganisationen weltweit. Besonders wichtig ist für die gemeinnützige Organisation aber, dass sie durch ihre Tätigkeit tatsächlich einen positiven Wandel im Leben der KreditnehmerInnen herbeiführt. Deshalb werden die sozialen Auswirkungen der Mikrokredit-Vergabe laufend untersucht und gemeinsam mit anderen Organisationen, wie z.B. der Grameen Foundation, Instrumente entwickelt, um die Geschäftspraxis weiter zu verbessern.

Beitragshöhe

"Bereits mit einer Geldanlage von nur 200 € kann jeder Mensch einen wirkungsvollen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten", sagt Günter Lenhart abschließend und lädt alle Interessierte ein, sich über diese nachhaltige Geldanlageform näher zu informieren.

Link-Tipp:

Quelle: Oikocredit Austria

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