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Weltläden

Weltläden bewegen und "fairändern"

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Der Faire Handel ist heute eine der größten sozialen Bewegungen der Welt und ein Geschäftszweig, von dem rund eine Million benachteiligte Menschen in Ländern des Südens profitieren. KonsumentInnen im Norden bekommen Produkte, die garantiert ohne ausbeuterische Kinderarbeit und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden.

Wie alle begann ...

Holland 1965: eine kleine Gruppe von politischen AktivistInnen füllt Rohrzucker aus Kuba in Plastikbeuteln ab und verkauft ihn auf der Straße. Motto: Fairer Handel mit Entwicklungsländern statt Almosen. Von Holland aus verbreitete sich die Idee - zum Nutzen von BäuerInnen, HandwerkerInnen und LohnarbeiterInnen in ärmeren Ländern - über ganz Europa aus.

Die Weltläden in Österreich

Die Weltläden waren MitbegründerInnen und Pioniere des Fairen Handels in Österreich. Durch Ausdauer, Überzeugungskraft und Visionen entstanden aus Infoständen und kleinen Einkaufsgemeinschaften schmucke Fachgeschäfte für Fairen Handel. „Mittlerweile gibt es 94 Weltläden und zwei Weltcafés in Österreich, die nicht nur Produkte des Fairen Handels verkaufen sondern auch Informations- und Bildungsarbeit leisten und mittels Kampagnen die Öffentlichkeit aufrütteln“, so Barbara Kofler, Geschäftsführerin der ARGE Weltläden.

Begegnung, Dialog und Information

Die Weltläden sind daher mehr als reine Verkaufsorte. Sie sind Orte der Begegnung und des Dialogs. Sie beteiligen sich an Kampagnen mit dem Ziel, die Regeln und Praktiken des konventionellen Handels zu ändern. Sie informieren ihre KundInnen über die Besonderheiten der Produkte, ihre PartnerInnen, deren Erfolge aber auch Schwierigkeiten.

Faire Produkte

Nicht alle Produkte tragen ein Gütesiegel, doch alle sind durch verschiedenste Organisationen und die „ARGE Weltläden“ selbst, auf ihre fairen Ursprünge und Handelsketten geprüft. Für viele Bereiche wie für faires Handwerk gibt es noch gar kein Gütesiegel. Kleinere Organisationen wollen oder können sich Gütesiegel oft nicht leisten oder scheuen den damit verbundenen administrativen Aufwand.

Vielfältiges Angebot

Der Faire Handel in den letzten Jahren stark gewachsen und in den Weltläden findet man ein sehr individuelles Angebot aus fair gehandelten Waren. Von fair gehandelten Lebensmitteln bis über Kunsthandwerk und Textilien finden man auch Korb- und Lederwaren, Schreibutensilien, Musikinstrumente, Spielzeug, Schmuck und vieles andere mehr.
Dieses breite Angebot und die wachsenden Absatzmärkte stellen die Importeure vor neue Herausforderungen. „Neue PartnerInnen im Süden - speziell KleinproduzentInnen und kleinen LandwirtInnen - zu finden, ist nicht immer leicht. Das Hauptziel muss im Fairen Handel aber immer eine langfristige Zusammenarbeit sein.“ erklärt Barbara Kofler.

Fair Trade Academy

Deshalb liegt die Bildungsarbeit den Weltläden besonders sehr am Herzen. So wurde vor einigen Jahren auch die Fair Trade Academy gegründet. Eine Plattform der Aus- und Weiterbildung im Fairen Handel, die sich sowohl an WeltladenmitarbeiterInnen wie an andere externe InteressentInnen richtet. Von den Grundsätzen des Fairen Handels bis über die Öffentlichkeitsarbeit bietet sie den TeilnehmerInnen ein vertieftes theoretisches und praktisches Wissen rund um den Fairen Handel.

Fair Trade in den Schulen

Auch junge Menschen werden mit den Fair Trade Points in Schulen für den Fairen Handel begeistert. Die Fair Trade Points sind sowohl mobile Verkaufsstelle in Schulen für fair gehandelte Produkte, als auch Informationsstelle für entwicklungspolitische Themen. Sie werden von einer Lehrperson und SchülerInnen betreut.

„Die gewünschten Waren suchen sich die SchülerInnen im Weltladen aus und erhalten diese auf Kommission. Der zuständige Lehrer gründet mit den SchülerInnen eine Art Verein gegründet, wo sie auch Pflichten wie SchriftführerIn, Kassier usw. übernehmen. Einmal pro Jahr laden wir die SchülerInnen zum fairen Frühstück ein und stellen Ihnen eine Urkunde für ihr Engagement aus“, informiert Gerhard Baumgartner, Geschäftsführer vom Weltladen Hall in Tirol.

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Quelle: Weltläden

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