Massentierhaltung

Intensivtierhaltung: Wege aus der Misere

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Im Zusammenhang mit der Intensivtierhaltung wird oft und gern auf die Kleinstrukturiertheit der österreichischen Landwirtschaft verwiesen. Verschwiegen wird dabei üblicherweise jedoch, dass die Intensivtierhaltung bei Österreichs Viehaltern u.a. durch Fördermillionen von Bund, Land und der EU stark angestiegen ist.

So werden etwa zwei Drittel der heimischen Schweine in nur sieben Prozent der Betriebe gehalten. Mehr als die Hälfte der 2,1 Millionen heimischen Rinder sehen so gut wie nie eine Wiese.  Und auch wenn 99 Prozent aller Legehennen-Halter weniger als tausend Hühner haben, so fristen drei Viertel dieser Tiere ihr Dasein noch bis 2009 in Käfigbatterien. Der Slogan "small is beautiful" gilt in der österreichischen Tierhaltung demnach keinesfalls.

Intensivtierhaltung ist nicht nur ungesund, sondern auch teuer

© Vier Pfoten

Nur ein geringer Teil der jährlichen Aufwendungen für den Um- und Neubau landwirtschaftlicher Wirtschaftsgebäude wird in artgerechte Haltungssysteme investiert - zum Schaden der Tiere und in Folge auch zum Schaden des Menschen.

Beispielsweise begünstigen Zucht, Fütterung und Haltung der Tiere in der Intensivtierhaltung Krankheiten, verringern somit die Lebenserwartung und erhöhen die Tierarzt- und Medikamentenkosten deutlich. Außerdem bedingt Intensivtierhaltung intensiven Futtermittelanbau und somit verstärkten Düngemittel- und Pestizideinsatz.

VIER PFOTEN entwickelt zukunftsfähige Lösungsmodelle

© VIER PFOTEN/Dania Huber

Mit dem Freilandschweine-Projekt in Geras oder mit der Etablierung des "tierschutzgeprüft"-Siegel der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung konnte VIER PFOTEN aufzeigen, dass hohe Lebensmittelqualität, wirtschaftliche Produktionsweisen und artgerechte Nutztierhaltung keineswegs Widersprüche darstellen.

Was du tun kannst:

Entscheiden wir uns für eine zukunftsfähige Ernährung, und zwar:

  • pflanzlich dominiert
  • aus artgerechter Tierhaltung
  • biologisch, regional und saisonal
  • aus fairem Handel

Quelle: Vier Pfoten

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