Enten- und Gänsemast

Tierquälerische Produktion ist häufig

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Zu Martini, aber auch an Feiertagen, ist das Fleisch von Enten und Gänsen sehr beliebt. Aber nicht nur das Fleisch, sondern auch Leber und Daunen dieser Wasservögel sind sehr begehrt. Der natürliche Lebensraum von Enten und Gänsen ist am Wasser und sie benötigen richtige Schwimm- und Tauch­möglichkeiten.

Viele nur auf Profit ausgerichtete Mastbetriebe in Ungarn, Bulgarien oder Frankreich pfeifen auf artgerechte Haltungsbedingungen. Dort sind die Tiere auf engstem Raum in Drahtgitterkäfigen eingepfercht und werden binnen kürzester Zeit auf "Schlachtgewicht" gemästet. Dazu kommt, dass vielen bei lebendigem Leib ihre Daunenfedern ausgerupft werden. Zur "Gewinnung" krankhaft veränderter Leber werden sie unter Einsatz tierquälerischer Methoden zwangsernährt.

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Fleischmast

Viele Gänse kommen aus Ländern mit niedrigen Tierschutzstandards. Dort werden sie in nur 10 Wochen auf "Schlachtreife" gemästet. Auf ihre natürlichen Bedürfnisse wird keine Rücksicht genommen.

Stopfleber

Enten und Gänse werden unter besonders grausamen Bedingungen zur "Gewinnung" von Stopfleber wochenlang qualvoll zwangsernährt. Das Fleisch dieser Tiere muss nicht deklariert sein und wird ganz regulär verkauft. Welche Betriebe immer noch auf Stopfleber-Produktion setzen ist hier gelistete.

Wer davon profitiert

In vielen Ländern ist die Stopfmast bereits verboten, doch in Ungarn und Frankreich werden weiterhin Tiere gequält. Deren Fleisch wird dann weiterverkauft und landet auf den Tellern der unwissenden KonsumentInnen.

Positivliste

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat eine „Positivliste“ für Enten- und Gänsefleischlieferanten erstellt. Damit kann sich der Österreichische Handel klar gegen Tierqualprodukte entscheiden.

Daunengewinnung

Die weichen Gänse- und Entenfedern und sind sehr beliebt. Sie werden von toten, aber auch von lebenden Tieren gewonnen. Das Lebendrupfen verletzt und verstört die Tiere. Lebendgerupft wird vor allem in Polen und China. Die so tierquälerisch gewonnene Ware wird besonders in teuren Daunenprodukten wie Schlafsäcken und Daunenjacken verwendet. Eine Unterscheidung zwischen lebendgerupfter und ungerupfter Ware ist unmöglich.

KonsumentInnen werden bewusst im Unklaren darüber gelassen wie das Fleisch produziert wurde. Eine Kennzeichnung von Enten- und Gänsefleisch über die Haltungsmethoden ist nicht vorgeschrieben. Da auf allen Lebensmitteln tierischer Herkunft eine EWG-Nummer abgedruckt ist kannst du mit Hilfe dieser Nummer prüfen, woher das Fleisch stammt und wer es verarbeitet hat.

VIER PFOTEN hat eine Liste von EWG-Nummern zusammengestellt, hinter denen sich Stopfleberproduzenten und -händler verbergen. Diese Liste der Firmen findest du am Ende der Seite zum Download. In der linken Spalte der Liste findest du die EWG-Nummern. Sie stehen für die wichtigsten Unternehmen der ungarischen und französischen Stopfleberproduktion und damit für die Hauptprofiteure dieses Tierleids. Vergleiche diese Nummern mit den Nummern auf dem Fleisch in deinem Supermarkt. Sind sie identisch, dann kaufe das Fleisch nicht. Sprich das Personal darauf an, dass es sich bei dem Fleisch um ein Produkt aus Stopfmast handeln könnte. Weitere Tipps, was du tun kannst, findest du unter Wer davon profitiert.

Die Positivliste

Ursrünglich hatte Vier Pfoten Handelsketten ausschließlich mit einer „schwarzen Liste“ über jene ungarischen Betriebe aufgeklärt, die nachweislich schlimmste Tierqual betreiben. Durch die sehr erfolgreichen Stopfmast- und Daunenkampagnen hat sich das Blatt inzwischen gewendet. Ein klarer Erfolg im Sinne des Tierschutzes: Der größte Teil der ungarischen Wassergeflügelproduzenten ist nun frei von Tierquälerei durch Stopfmast und Lebendrupf. Diese Firmen finden sich auf der Positivliste der Vier Pfoten.

Quelle: VIER PFOTEN

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