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Palmöl

Palmöl vernichtet CO2-Speicher Urwald

Infoseite - 10 Juni, 2014
In den letzten Jahren ist der Verbrauch von Pflanzenölen in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie sowie auch im Biodiesel stark angestiegen. Mit der steigenden Nachfrage nehmen auch die Palmölplantagen zu. Denn Palmöl ist weltweit das meist verwendete Pflanzenöl, 32 % des globalen Pflanzenölbedarfs werden damit gedeckt.

Palmöl ist in vielen Produkten unseres täglichen Lebens enthalten:

  • Nahrungs- und Genussmitteln
  • Fertigprodukten
  • Kosmetikprodukten, Waschmitteln oder Kerzen   

Indonesien & Malaysia

2007 wurden insgesamt 42,5 Millionen Tonnen Palmöl und Palmkernöl erzeugt. Hauptlieferanten sind Indonesien und Malaysia mit jeweils etwas mehr als 40 % Anteil am Gesamtaufkommen.

Herstellung

Mit der Entwicklung dieser Plantagenflächen sind extrem hohe CO2-Emissionen verbunden.

  • Um eine Plantage errichten zu können, wird zuerst der Urwald abgeholzt.
  • Was vom Wald noch übrig bleibt wird brandgerodet.
  • Danach werden die kohlenstoffreichen Torfböden entwässert.

Diese speichern extrem viel CO2, das durch die Entwässerung in die Atmosphäre entweicht. Dadurch ist beispielsweise Indonesien für ca. 8 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und steht hinter China und USA an dritter Stelle.

Während die Nachfrage nach Palmöl global verteilt ist, beschränkt sich das Angebot auf nur einige wenige Produzenten. Diese haben wiederum auf nur kleinem Raum den Weltmarkt in der Hand.

Palmöl in Österreich

Österreich bezog 2007 beinahe 49.000 Tonnen Palmöl. Im internationalen Vergleich ein kleiner Teil des weltweiten Palmölverbrauchs, doch der schnelle Import-Anstieg gibt zu Denken. 2005 lag die Palmöl-Importmenge noch bei etwas mehr als 17.000 Tonnen, mittlerweile viel mehr als das Doppelte. Der Großteil geht in die Lebensmittelindustrie. Seit Herbst 2008 besteht in Österreich eine Beimischungspflicht von Bio- oder Agrodiesel zu Diesel von 5,75 %, was zu einer verstärkten Nachfrage nach Palmöl führt.

Was man/frau tun kann

Leider ist es für die KonsumentInnen und Konsumenten nicht einfach, hier einen wirksamen Beitrag zu leisten, da Palmöl auf den Zutatenlisten auch nicht immer ausgewiesen ist. Es versteckt sich in Nahrungsmitteln oft unter allgemeinen Begriffen wie "pflanzliches Öl" oder "pflanzliches Fett" oder bei Hygieneprodukten unter Namen wie "Sodium Laureth Sulfate". Da es das meistverwendete pflanzliche Öl oder Fett ist, ist die Chance groß, dass es sich dabei um Palmöl handelt.

Doch regenwaldfreundliches Palmöl ist möglich! Mit unserer Petition zum Schutz des indonesischen Regenwaldes kannst du dich für Palmöl aussprechen, dessen Herstellung den Regenwald nicht vernichtet. Eine weitere Möglichkeit ist, bei den Herstellern nachzufragen, ob in den Produkten Palmöl enthalten ist, wie dieses produziert wurde und nachhaltiges Palmöl zu fordern.

Unternehmen

Einige Unternehmen haben sich im Zuge unserer Kampagne bereits strengen Kriterien verpflichtet, mit denen sie sicherstellen wollen in Zukunft nur noch Palmöl aus nachhaltiger Produktion zu beziehen. Eine Auflistung dieser Unternehmen finden sie hier.

Link-Tipp:

Auf den Seiten von Greenpeace finden sich nähere Infos zu der Organisation

RSPO = Roundtable on sustainable palmoil

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