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Zusatzstoffe (E-Nummern)

E-Nummern als versteckte Krankmacher?

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Bunter, cremiger, länger haltbar – hinter dem schönen Schein vieler Produkte im Supermarkt stecken Lebensmittelzusatzstoffe mit oft unerfreulichen Nebenwirkungen für die Gesundheit. Greenpeace hat eine Liste von besonders bedenklichen E-Nummern erstellt.

Zusatzstoffe: E-Nummer oder Name

Einem industriell erzeugten Nahrungsmittel auf die Sprünge zu helfen, ist die Aufgabe einer ganzen Fülle von Lebensmittelzusatzstoffen. Sie verändern deren Aussehen, Geschmack, Beschaffenheit und/ oder die Haltbarkeit.

Auf der Zutatenliste am Produkt sind solche Substanzen deklariert; entweder

  • in Form einer Bezeichnung/eines Namens (z. B. Guarkernmehl) oder
  • als E-Nummer (z. B. E 412).

Auch natürliche Zusatzstoffe tragen E-Nummern

Bei manchen dieser Stoffe verbergen sich hinter der Bezeichnung natürliche Zusätze wie z. B. das Verdickungsmittel Agar Agar (E 406).

Bei anderen handelt es sich um synthetisch-chemische Präparate, die auf die Gesundheit der Käufer und Käuferinnen problematische Auswirkungen haben können.

Die EU-Gesetzesmühlen

Laut EU-Richtlinie 89/107/EEC dürfen Substanzen nur genehmigt werden, wenn sie

  • technisch notwendig sind,
  • die vorgeschlagene Dosis gesundheitlich unbedenklich ist und
  • VerbraucherInnen durch ihre Verwendung nicht irregeführt werden.

Ist ein Stoff erst einmal erlaubt, ist es in der Regel sehr schwierig, dessen Verwendung wieder einzuschränken oder ihn gar zu verbieten.

In der Praxis dauert es oft Jahre, bis der Gesetzgeber auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse reagiert und als Konsequenz die Verwendung solcher Substanzen untersagt.

Bedenkliche Farbstoffe

Seit Juli 2011 besteht eine Kennzeichnungspflicht für Azofarbstoffe (eine Gruppe synthetischer Farbstoffe). Produkte mit diesen Farbstoffen müssen den Hinweis „Kann die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ tragen.

Hinter welchen E-Nummern sich Azofarbstoffe verbergen, geht aus der Liste der Rot bewerteten E-Nummern am Ende dieses Artikels hervor.

Viele Hersteller haben diese Zusatzstoffe im letzten Jahres durch natürliche/naturidente Farbstoffe ersetzt.

Hersteller reagieren nur auf Druck

Dass Lebensmittelhersteller verantwortungsbewusst agieren und von sich aus problematische Zusatzstoffen durch unbedenkliche Alternativen ersetzen, ist meist Wunschdenken. Auch deshalb bleibt Greenpeace mit marktcheck.at am Ball und kontrolliert laufend unterschiedlichste Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe.

Bio kommt mit weniger aus

Für konventionelle Produkte sind mehr als 300 Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen, die EU-Bioverordnung erlaubt jedoch nur rund 50 Zusatzstoffe. Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren und Geschmacksverstärker sind vollständig verboten. Darüber hinaus sind Lebensmittelzusatzstoffe in Bioprodukten nur in jenen Fällen erlaubt, in denen die Produkte ohne die betreffenden Stoffe weder hergestellt noch haltbar gemacht werden können. Die Richtlinien einiger Bioanbauverbände, wie z. B. Demeter, sind strenger und erlauben nur einige Dutzend Zusatzstoffe.

Was jeder und jede tun kann

Falls das Lieblingsprodukt gesundheitlich bedenkliche Stoffe enthält, am besten gleich den Hersteller kontaktieren und ihn auffordern, diese Substanz nicht länger einzusetzen.

Auch durch den Kauf saisonale und wenig verarbeitete Biolebensmittel aus der Region kann man unerwünschte Zusatzstoffe vermeiden - und einen wichtiger Beitrag für den Klimaschutz leisten.

Infos über die Bewertung einzelner E-Nummern auf marktcheck.at
In der marktcheck.at-Produktdatenbank im Bereich Inhaltsstoffsuche sind die einzelnen Lebensmittelzusatzstoffe erklärt und bewertet. Hier kann nach der E-Nummern oder der Bezeichnung/dem Namen gesucht werden:

Bei den einzelnen Stoffe finden sich Infos über

  • Anwendungsbereiche,
  • mögliche Nebenwirkungen sowie
  • die Einstufung gemäß dem Ampel-Schema: Grün/Orange/Rot.

Produkte mit als „Rot“ eingestuften Zusatzstoffen besser meiden!

Zum Download:

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