Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Öko-Bonus Modell

Wie sieht das Öko-Bonus Modell für Mehrweg im Detail aus?

Infoseite - 23 Jänner, 2013

Das Öko-Bonus Modell ist ein

  • aufkommensneutrales Bonus-/Malus-System
  • für Getränkeverpackungen
  • für den Lebensmitteleinzelhandel in Österreich.

Alle Handelsfirmen müssten österreichweit einheitlich eine Mehrweg-Zielquote erfüllen. Der Einstieg für die Firmen beginnt mit 30%. Das bedeutet, dass 30% ihrer Getränke in Mehrweggebinden angeboten werden müssen. Stufenweise wird diese Quote auf 50% angehoben. Somit ist die Wahlfreiheit für die KonsumentInnen hergestellt.

Vorgaben nicht erreicht?: Malusbetrag!

Wenn ein Handelsunternehmen die Vorgaben in Sachen Mehrweg nicht einhalten will, so muss es pro Einweg-Verpackung einen Malusbetrag von 20 Cent pro Einweg-Verpackung zahlen. Diese Einnahmen werden gesammelt.

Vorgabe übererfüllt?: Bonuszahlung!

Unternehmen, welche eine höhere Quote als die Vorgabe erfüllen, erhalten aus dem „Malus-Sammeltopf“ pro Mehrweg-Verpackung eine Bonus-Zahlung, die sich aus der Höhe des Sammeltopfes abzüglich der Verwaltungskosten ergibt.
Halten sich alle Unternehmen exakt an die Vorgabe, dann fließt gar kein Geld, es gibt also keine Malus- aber auch keine Bonus-Zahlungen.
Im Lebensmittelhandel werden üblicherweise Warenwirtschaftssysteme verwendet, die den Warenein- und -ausgang ermitteln. Über diese Systeme kann der Handel diese Zahlen einfach und unbürokratisch ermitteln, denn die Quoten werden nur ein Mal jährlich erhoben.

Gleiche Bedingungen für alle Lebensmittelhändler

Mit diesem Modell würde erstmals für alle Lebensmitteleinzelhandelsbetriebe in Sachen Mehrweg Wettbewerbsgleichheit herrschen. Denn wie eine Greenpeace Untersuchung im Mai 2010 gezeigt hat, bieten Bio-Supermärkte eine große Auswahl an Limonaden, Fruchtsäften, Mineralwasser oder Bier in Mehrwegflaschen. Supermarktketten wie Billa, Merkur oder Spar bieten so gut wie keine Limonaden oder Fruchtsäfte in Mehrweg, wenig Mineralwasser, aber dafür eine gute Auswahl bei Bier, während Diskonter wie Hofer, Lidl und Penny kein einziges Getränk in Mehrwegflaschen anbieten und auch noch nie solche angeboten haben. Durch das Öko-Bonus Modell müssten endlich auch die Diskontsupermärkte in die Pflicht genommen.

Mehrwegkennzeichnung am Regal

Zusätzlich müssen alle Mehrweg-Getränkeverpackungen als solche gekennzeichnet sein und auch im Supermärkt müssen in den Regalen Mehrweg-Getränke besser erkennbar sein.

Weiter auf marktcheck.at:

Themen
Tags