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Rainbow Warrior III - Rettet den Amazonas

Greenpeace AktivistInnen von der Rainbow Warrior III und Bewohner des Resex Verde para Sempre Reservats verkünden das Ende des Verkaufs einer illegalen Farm in dem Schutzgebiet. Auf dem fälschlicherweise zum Verkauf stehenden Land stellen sie ein Schild auf, auf dem steht: "Nicht zu verkaufen - Verde para Sempre" (für immer Grün)

Die 7200 Hektar große Holzfarm wird von einer öffentlichen Bank (Caixa Economica Federal) versteigert, um die langjährigen Schulden des Holzfällerunternehmens "Medida Certa Maderiras" einzutreiben. Dass die Gerichte eine öffentliche Auktion einer illegalen Holzfarm inmitten eines Schutzgebietes zulassen, beweist, dass durch den Mangel an Überwachung in diesem Gebiet Brasiliens, die Erhaltung dieses Reservats nicht umgesetzt wird.

Das Schutzgebiet Verde Para Sempre wurde im Jahr 2004 geschaffen, nach vier Jahren intensivem Engagements und mit der Unterstützung der lokalen Gemeinden. Laut dem Präsidentenerlaß, der anlässlich seiner Schaffung veröffentlicht wurde, sollte "das Reservat zum Ziel haben, sicherzustellen, dass die natürlichen Ressourcen nachhaltig genutzt und erhalten werden, und die Kultur und der Lebensstil der lokalen Bevölkerung geschützt werden." Acht Jahre später ist das Reservat immer noch nicht vor der Zerstörung geschützt.

Der Prozess der Regelung des Landbesitzes kommt nicht vom Fleck, illegale Farmer beanspruchen nach wie vor Besitzrechte und Holzfäller nutzen das Reservat immer noch. Die lokalen Gemeinden leiden darunter, dass sie keinen vollen Zugang zu den natürlichen Ressourcen haben, da bis jetzt noch keine Nutzungserlaubnis erteilt wurde und auch kein verbindlicher Landmanagement-Plan gefunden wurde.

Das Reservat ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie ein Mangel an Führung und Überwachung dazu beiträgt, den Amazonas zu zerstören.

2009 war das Greenpeaceschiff zuletzt in der Region unterwegs und forderte einmal mehr den illegalen Rodungen durch Rinderfarmer ein Ende zu setzen. Die Bundesregierung antwortete darauf mit dem Versprechen, die Landenteignungen der Farmer zu beschleunigen und mehr Präsenz in der Region zu zeigen. Dies waren leere Versprechungen, denn dieselben Probleme beschäftigen den Wald und die Menschen auch heute noch.

Die Reaktion der lokalen und der Bundesregierung auf die weitverbreitete und illegale Zerstörung des Amazonas ist langsam und unzureichend. Greenpeace fordert in Brasilien ein Gesetz, dass kein weiterer Wald mehr gerodet werden darf.

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