Das Verschwinden der Wale

Koreas unbequeme Wahrheit

Publikation - 19 September, 2012
Korea kündigte im Juli 2012 überraschend an, den bisher bereits verbotenen Walfang zu "Forschungszwecken" wieder zu legalisieren. Ein aktueller Greenpeace Report beleuchtet dazu den Markt in Korea.

 

Als Teil der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat Südkorea den Walfang seit 1986 verboten. Weder "wissenschaftlicher" Walfang noch Walfang als "Lebensgrundlage" wurden praktiziert. Inländischer Verkauf von Walprodukten, jedoch, ist erlaubt - falls die Wale versehentlich als Beifang getötet werden. Korea berichtet von rund 80 Walen die pro Jahr als Beifang verenden - und haben damit gemeinsam mit Japan den höchsten Beifang von Walen weltweit. Mehr als zehnfach so groß wie jener von etwa Australien, USA oder Südafrika. Es gibt hier also eine substanzielle illegale Walfangindustrie und die IWC schätzt die Anzahl an Walen, die in Korea jährlich verkauft werden als doppelt so hoch ein, als die offizielle Beifang-Zahl.

Auf dem Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Juli 2012 kündigte Korea überraschend an, ab Sommer 2013 wieder Wale zu "Forschungszwecken" töten zu wollen. Ein weltweiter Sturm der Entrüstung brach los, viele Medien und Regierungen kritisierten Koreas Ankündigung. Die darauf folgenden Berichte, dass Korea die Walfang-Pläne wieder aufgeben würde, stellen sich als falsch heraus. Korea versprach nur, die Kritik von besorgten Regierungen und Umweltschutzorganisationen in seine Pläne einzuarbeiten.

Der 2012 erschienene Greenpeace Report "Disappearing Whales: Korea's Inconvenient Truth" beleuchtet die Entwicklung des "Marktes" mit Walen in Korea:

 

 Download des Reports

Themen
Tags