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Schmutzige Wäsche II

Zum Trocknen aufgehängt

Publikation - 23 August, 2011
Der zweite Teil des Reports "Schmutzige Wäsche" enthüllt das Vorhandensein von Nonylphenolethoxylat in Textilien von 14 bekannten Marken wie Adidas, H&M und Abercrombie und Fitch.

Für die Herstellung von Textilien und Stoffschuhen großer Bekleidungsmarken werden Nonylphenolethoxylate (NPE) verwendet. Zu diesem Ergebnis kommt eine großangelegte Laboranalyse von Sport- und Freizeitbekleidungsartikeln im Auftrag von Greenpeace. Die als Tenside in der Textilproduktion genutzten NPE wandeln
sich durch Abbauprozesse in giftiges Nonylphenol (NP) um. Nonylphenol ist eine langlebige Chemikalie mit hormonell wirksamen Eigenschaften. Sie reichert sich in der Nahrungskette an und ist auch in sehr niedrigen Konzentrationen schädlich.

Greenpeace hat über 78 Sport- und Freizeitbekleidungsartikel sowie Schuhe mit den Logos der 15 führenden Sportbekleidungsmarken untersucht. Die 15 Marken sind: Abercrombie & Fitch, adidas, Calvin Klein2, Converse, GAP, G-Star RAW, H&M, Kappa, Lacoste, Li Ning, Nike, Puma, Ralph Lauren, Uniqlo und Youngor. Greenpeace kaufte die getesteten Artikel in den Flagshipstores der Unternehmen sowie in Geschäften, die für den Verkauf der Markenprodukte autorisiert sind. Die Geschäfte befinden sich in 18 Ländern, sowohl in Ländern des globalen Nordens als auch in Ländern des Südens. Erworben wurden die Artikel im April und Mai 2011.

In 52 (zwei Drittel) der insgesamt 78 analysierten Artikel wurden NPE in Konzentrationen oberhalb der Nachweisgrenze von einem Milligramm NPE pro Kilogramm Material festgestellt. Durch den Kauf dieser Kleidung tragen auch Verbraucher unwissentlich zur Abwasserbelastung bei. Aus den importierten, mit NPE belasteten Textilien, gelangt Nonylphenol in die Umwelt – auch in Ländern, in denen es nur noch wenig oder keine Textilindustrie gibt. Das Waschen dieser Kleidungsartikel kann zur Freisetzung von NPE in Abwassersysteme führen.

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Downloadmöglichkeit

umweltgifte_SchmutzigeWaesche2_Report_20110823

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