Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Greenpeace-Studie: powE[R] 2030

Ehrgeizige EU-Ziele für Erneuerbare würden Europa Milliarden sparen

Publikation - 21 März, 2014
Die Greenpeace-Studie "powE[R] 2030" zeigt, ambitionierte Ziele für die Energiewende schonen nicht nur das Klima, sondern auch die Haushalte.

Europas Stromnetz steht am Scheideweg. Entwickelt und gebaut wurde es in einer Zeit, als riesige Kohle- und Atomkraftwerke schmutzigen und gefährlichen Strom lieferten. Mit dem raschen Wachstum der flexiblen und dezentralen Erneuerbaren Energien in ganz Europa spitzt sich der Konflikt zwischen dem starren Stromsystem der unflexiblen Atom- und Kohlekraftwerke und den fluktuierenden Erneuerbaren Energien wie Wind und Solar zu.

Doch EU-Länder wie Polen, Frankreich und die Tschechische Republik wollen ohne Rücksicht auf Nachbarstaaten an ihrer konventionellen Energieversorgung festhalten.

Dieser Konflikt tritt schon heute manchmal auf: An stürmischen Tagen müssen Länder wie Spanien oder Deutschland ihre Windkraftanlagen vom Netz nehmen, um unflexiblen und umweltschädlichen Kohle- und Atomkraftwerken bei der Netzeinspeisung Vorrang zu geben. Dieses Herunterregeln der Erneuerbaren führt zu einem
unnötigen Anstieg der CO2-Emissionen und zur Erzeugung von überflüssigem Atommüll.

 

Greenpeace-Studie zeigt auf wie es geht

Die neue Greenpeace-Studie „powE[R] 2030“ macht deutlich:  Ein Ausbau des Erneuerbaren Stromanteils auf bis zu 77 Prozent im Jahr 2030 wäre mit weit geringeren Investitionen in den europäischen Netzausbau möglich.

Weil in diesem Szenario viele kleine Wind- und Solaranlagen statt weniger großer Kraftwerke den Strom erzeugen, spart Europa insgesamt 24.000 Kilometer an Stromleitungen. Die Versorgungssicherheit wäre dabei rund um die Uhr gewährleistet.

  • Im Vergleich zu den derzeitigen Ausbauplänen lassen sich bei gleichen Kosten doppelt so viele Solar- und Windkraftanlagen integrieren (850 GW statt 400 GW), während gleichzeitig nur halb so viele Überlandleitungen (26.000 Kilometer statt 50.000 Kilometer) gebaut werden müssen.
  • Wenn nur drei Länder in Europa (Polen, Frankreich und Tschechien) auf ihr schmutziges und riskantes Stromsystem aus Atom- und Kohlekraft beharren, während andere Staaten verstärkt auf Erneuerbare Energieträger setzen, werden nicht nur die CO2-Emissionen steigen, bis 2030 werden durch Abregelungen des grünen Stroms auch Mehrkosten von mindestens 1,7 Mrd. Euro pro Jahr entstehen.
  • Der derzeitige Ausbauplan des EU-Übertragungsnetzes ist nicht für Erneuerbare Energien optimiert. Viele neue Leitungen werden nur gebaut, um Kohle- und Atomstrom zu transportieren.

 Greenpeace-Report "powE[R] 2030"

klima_power2030_gridreport_2014_en

Themen