Die heutige Aktion folgte auf eine ähnliche Aktion zu Beginn dieser Woche, als 20 Greenpeace-AktivistInnen den Eisbrecher Nordica in Helsinki bestiegen, als es den Hafen verlassen wollte, um sich der Shell-Flotte in Alaska anzuschließen. Als das erste Team von AktivistInnen verhaftet wurde, folgten 22 weitere in zwei Schlauchbooten und drei Kanus. Obwohl es ein Großaufgebot von Polizei und Küstenwache in Schiffen und Hubschraubern gab, schafften es Greenpeace-Schwimmer Bojen vor dem Schiff auszubringen. Sie begannen außerdem "Stop-Shell" auf die Seite des Eisbrechers zu malen, bevor sie entfernt und verhaftet wurden. Die Nordica verließ daraufhin den Hafen.
Der Eisbrecher Nordica ist wie sein Schwesternschiff Fennica auf dem Weg nach Alaska, um gemeinsam mit den Bohrschiffen Kulluk und Noble Discoverer, die bereits Richtung Nordküste Alaskas aufgebrochen sind, jeweils fünf Erschließungslöcher für Shell in der Chukchi- und Beaufortsee zu bohren. Shell ist der erste international Ölkonzern, der ernsthaft nach Ölförderung in der Arktis strebt. Sollte Shell in diesem Sommer Öl finden, könnte das den destruktiven Ansturm auf die letzten Tropfen Öl auslösen und weitere Ölgiganten in die sensible Arktis treiben.