Geraubter Fisch – Geraubte Zukunft - Teil3

Video | 3 April, 2012

Die Fischer sind gezwungen Alternativen zu finden. Forscher haben beobachtet, dass es in Ghana einen ursächlichen Zusammenhang zwischen den rückläufigen Fischbestände und dem zunehmenden Fang von Meeressäugern gibt. In einigen Ländern entlang der West-Küste Afrikas ist der Verzehr von Delfin- oder Schildkrötenfleisch zwar Teil der kulturellen Tradition, es gibt jedoch eine deutliche Verbindung zwischen Überfischung und dem zunehmenden Fang und Handel mit Meeressäugern wie auch Karim, ein senegalesischer Fischer und Wildlife Ranger zu berichten weiß: "In den letzten Jahren sind viele wichtige Fischbestände enorm zurückgegangen. Die Fischer hier sind gezwungen Alternativen wie Schildkrötenfleisch zu finden, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.“

Ein internationales Greenpeace-Team ist derzeit in Westafrika unterwegs, um die katastrophalen Auswirkungen der Überfischung durch die europäische Fischindustrie aufzuzeigen - sowohl auf See an Bord der Arctic Sunrise als auch an Land:

Westafrikas Bevölkerung hungert, Europa fischt weiter - Riesige schwimmende Fischfabriken aus Europa bedienen sich an den westafrikanischen Fischbeständen und fischen weit mehr, als das Ökosystem verkraften kann. Die Fischbestände in den einst fischreichen Gewässern gehen immer weiter zurück. Die Folgen für die westafrikanische Bevölkerung sind verheerend: der Fisch an den Küsten verschwindet, ihre Hauptnahrungsquelle versiegt. Die sozio-ökonomischen Folgen sind nicht nur für die Bevölkerung in den Küstengemeinden verheerend: Die westafrikanische Bevölkerung ist Großteils von der Fischerei als wichtigste Nahrungsquelle abhängig.

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