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Greenpeace-Aktivisten fordern Schließung von französischem AKW

Presseaussendungen - 15 Juli, 2013
Paris/Wien - Heute Morgen um 5.20 Uhr drangen mehr als 20 Aktivisten von Greenpeace in das AKW Tricastin im Süden Frankreichs ein, um vom französischen Präsidenten François Hollande die Schließung eines der ältesten Atomreaktoren Frankreichs einzufordern.

„Allein der Reaktor 1 weist zwanzig Risse im Druckbehälter auf und das AKW ist massiv von Erdbeben und Überflutungen bedroht. Die Meiler weiter am Netz zu lassen, ist der pure Wahnsinn“, so Julia Kerschbaumsteiner, Atomsprecherin bei Greenpeace. Die Aktivisten brachten Transparente an den Gebäude an, die die Reaktoren umgeben, auf denen zu lesen war: „Tricastin: Atomunfall“,  „François Hollande: Präsident der Katastrophe?“ und „Bereit, den Preis zu bezahlen?“. Darüber hinaus wurde mit einem Lichtprojektor ein Riss auf den Reaktor projiziert.

Das AKW, das vor 30 Jahren ans Netz gegangen war, diente der Energieversorgung der benachbarten Urananreicherungsanlage George Besse 1. Dieses wurde allerdings im Mai 2012 geschlossen und durch eine moderne Anlage, die nur rund die Hälfte an Energie benötigt, ersetzt. „Die Energie, die heute in Tricastin erzeugt wird, wird ganz offensichtlich nicht mehr benötigt. Präsident Hollande muss jetzt sein Versprechen wahrmachen, und Atomkraftwerke schließen“, fordert Kerschbaumsteiner. Der französische Präsident ist mit dem Versprechen, den Anteil von Kernenergie bis 2025 auf 50 Prozent zu reduzieren, angetreten.

Bilder und Videos von der Aktion finden Sie hier:

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