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Greenpeace und GLOBAL 2000: Energiewirtschaft bereitet sich auf Atomstromstopp vor

Atomstromimporte nach Österreich von 2011 auf 2012 fast halbiert

Presseaussendungen - 2 September, 2013
Wien – GLOBAL 2000 und Greenpeace begrüßen die deutliche Reduktion der Atomstromimporte nach Österreich. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Anteil an Graustrom im Jahr 2012 von 13,9 auf 7,3 Prozent, wie aus dem heute vorgestellten Stromkennzeichnungsbericht der E-Control hervorgeht. Damit konnten Atomstromimporte rechnerisch von 4,9 auf 2,6 Prozent beinahe halbiert werden.

„Die von Greenpeace und GLOBAL 2000 initiierte vollständige Stromkennzeichnung zeigt schon ihre Wirkung. Sie tritt zwar erst im Jahr 2015 in Kraft, die Energiewirtschaft bereitet sich aber bereits auf den Stopp von Atomstromimporten vor“, zeigt sich Julia Kerschbaumsteiner, Atomsprecherin bei Greenpeace, erfreut.

„Dass immer noch nicht alle Versorger auf Atomstrom verzichtet haben zeigt die Notwendigkeit der Gesetzesänderung, die vom österreichischen Nationalrat im Sommer beschlossen wurde“, betont Reinhard Uhrig, Geschäftsführer von GLOBAL 2000.

Positiv hervorzuheben sei der Kärntner Energieversorger KELAG, der den Graustromanteil im vergangenen Jahr von 54 Prozent auf null Prozent reduzierte. „Wir erwarten, dass jetzt auch der VERBUND, der Industriekunden noch immer 82 Prozent Graustrom und damit fast 30 Prozent Atomstrom verkauft, rasch nachzieht“, ergänzt Kerschbaumsteiner.

GLOBAL 2000 und Greenpeace arbeiten jetzt zusammen mit PartnerInnen an einer klaren Kennzeichnung von atomstromfreien Produkten für die KonsumentInnen, wie auf den Anti-Atomgipfeln mit Zustimmung der Bundesregierung beschlossen wurde.

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