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Greenpeace-Aktion: Bienen fordern Stopp von Umweltgiften

Österreichs Blockadehaltung bei Bienenschutz auf EU-Ebene inakzeptabel

Presseaussendungen - 18 April, 2013
Mit einer spektakulären Aktion vor dem Lebensministerium forderten heute mehr als 30 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten von Bundesminister Berlakovich endlich gegen das Bienensterben aktiv zu werden und sich für ein Verbot der bienengiftigen Pestizide einzusetzen. Als Bienen verkleidete Aktivistinnen und Aktivisten erkletterten dafür die Bögen des Ministeriums und entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Minister Berlakovich: Endlich handeln – Bienengifte stoppen“.

Gleichzeitig startet Greenpeace eine Online-Petition  mit der Forderung, schrittweise alle für Bienen gefährlichen Pestizide von den Feldern zu verbannen und biologische, nachhaltige Landwirtschaft stärker zu fördern.

„Die Greenpeace-Bienen senden den dringenden Appell an den Umweltminister, endlich die Bienengifte zu stoppen. Die bisherige Blockadehaltung Österreichs bei den Diskussionen über teilweise Verbote für drei Pestizide auf EU-Ebene ist völlig verantwortungslos“, so Dagmar Urban, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace.

Auf europäischer Ebene hat die EU-Kommission bereits ein teilweises Verbot von drei Neonicotinoiden vorgeschlagen. Dieser Vorschlag konnte allerdings bei einer ersten Abstimmung keine qualifizierte Mehrheit erzielen – unter anderem weil auch Österreich dagegen stimmte. Am 29. April wird erneut in Brüssel abgestimmt. „Minister Berlakovich muss sicherstellen, dass sich Österreich bei der nächsten Abstimmung für den Vorschlag der EU-Kommission vom 15. März ausspricht“, fordert Urban.

Erst letzte Woche hat Greenpeace europaweit die Studie „Bye bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa” veröffentlicht, die verdeutlicht, dass verschiedene Faktoren zum dramatischen Bienensterben beitragen: Krankheiten, Parasiten, Klimawandel und weitverbreitete industrielle Landwirtschaftspraktiken. Insbesondere zeigt die Studie aber die tödliche Rolle von sieben Pestiziden, darunter die Massenkiller Neonicotinoide.

„Die teilweisen Verbote der drei bienenschädlichsten Pestizide sind ein dringend nötiger erster Schritt um das Bienensterben zu stoppen. Minister Berlakovich muss endlich seine Verantwortung als Umweltminister wahrnehmen und den EU-Kommissionsvorschlag zum Verbot dieser „Bienenkiller“-Pestizide unterstützen. Darüber hinaus muss endlich ein grundlegender Wandel hin zu einer biologischen, nachhaltigen Landwirtschaft, die nicht gegen die Umwelt, sondern mit ihr arbeitet, stattfinden“, fordert Urban abschließend.      

 

Die Greenpeace-Petition sowie nähere Informationen finden Sie hier


Bildmaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage (mail to: ) zu.

Rückfragehinweis:

Dagmar Urban, Landwirtschaftsexpertin Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 612 67 21Christine Gebeneter, Pressesprecherin Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 857 45 98