Greenpeace-Aktionstag: 1000 Freiwillige in ganz Europa für Bienenschutz

Aktionen für Wandel zu ökologischer Landwirtschaft in Österreich und neun weiteren Ländern

Presseaussendungen - 10 Mai, 2014
Wien – Rund 1000 Greenpeace-AktivistInnen und -Freiwillige machen heute in 110 Städten auf die zentrale Rolle von Bienen und anderen Bestäubern für die Landwirtschaft aufmerksam. Aktionen finden von Hamburg bis Rom, von Sofia bis Malaga und auch in Wien statt. Die vielfältigen Aktivitäten umfassen Proteste bei Gartenzentren, die immer noch Bienenkiller-Pestizide verkaufen, bunte Straßenmärkte, Konzerte mit bekannten Bands und Workshops in öffentlichen Parks, Unterschriftensammlungen für Petitionen und das Pflanzen von Bio-Blumen. In Wien findet heute Nachmittag ein Bienentanz statt: Zu Walzerklängen und Bienenliedern tanzen 20 Greenpeace-AktivistInnen in Bienen-Kostümen vor dem Hintergrund des Wiener Riesenrads für den Schutz der fleißigen Bestäuber. „Greenpeace zeigt, wie traurig leer Marktstände aussehen würden, wenn Bienen und andere Bestäuber unsere Lebensmittel nicht bestäuben würden: Äpfel, Heidelbeeren, Zucchini, Brokkoli, Zwiebeln, Mandeln, Kaffee und viele andere Pflanzen wären nicht in den Marktständen zu finden“, so Greenpeace-Sprecherin Christine Gebeneter.

Der europaweite Aktionstag ist Teil der internationalen Bienenschutz-Kampagne von Greenpeace und tritt für einen Wandel in der Landwirtschaft in Richtung biologischer und damit bienenfreundlicher Anbaumethoden ein. Greenpeace-Freiwillige sind heute in Österreich, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Italien, der Schweiz, der Slowakei, Spanien, Polen und Ungarn beteiligt. In Wien haben PassantInnen rund um den Prater die Möglichkeit aktiv zu werden, danach folgt die künstlerische Tanzeinlage. Jung und Alt sind dazu eingeladen, sich der Bienenschutz-Kampagne durch Unterzeichnen der Petition anzuschließen oder Straßenkreide-Malereien für den Bienenschutz zu gestalten. In Deutschland protestieren AktivistInnen in 38 Städten vor Gartenzentren und Baumärkten, wie Bauhaus, Obi und Toom, und fordern, dass keine bienengefährlichen Pflanzen mehr verkauft und Bienenkiller-Pestizide von den Regalen verbannt werden. In Athen findet ein öffentliches Bienen-Festival statt, an dem mehr als 1000 Menschen teilnehmen und die international bekannte Band Locomondo auftritt. Locomondo hat dafür extra einen Song und Videoclip „to bee or not to bee“ für Greenpeace produziert. Ähnliche Aktivitäten haben in den Niederlanden bereits letzte Woche stattgefunden und sind in Frankreich in den nächsten Tagen geplant.

“Die unzähligen Aktivitäten erzählen die Geschichte, wie wichtig die Bienen für die Menschen und die Natur sind. Bienen produzieren nicht nur Honig, sie bestäuben 71 der 100 wichtigsten Nahrungspflanzen. Damit wir unsere Bienen und unsere Landwirtschaft langfristig schützen können, müssen unsere Nahrungsmittel im Einklang mit der Natur und nicht gegen sie produziert werden. Nur ökologische und biologische Landwirtschaft kann vielfältiges Essen und Lebensmittelsicherheit langfristig sicherstellen“, so Gebeneter abschließend.

Die Petition zum Schutz der Bienen finden Sie unter: www.bienenschutz.at

Das Video zum Song ‚To Bee or not to Bee‘ von Locomondo