Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Greenpeace: Bienenkiller-Verbot muss endlich folgen

Nationale Maßnahmen zum Bienenschutz sind dringend notwendig

Presseaussendungen - 15 Mai, 2013
Wien – Greenpeace demonstriert anlässlich des heute stattfindenden Agrarausschusses gemeinsam mit GLOBAL2000 und ImkerInnen, sowie besorgten BürgerInnen vor dem Parlament für ein vollständiges Verbot der Bienenkiller. Im Agrarausschuss liegen Anträge für nationale Verbote für drei Neonicotinoide zur Abstimmung.

„Angesichts des dramatischen Bienensterbens müssen den großen Worten jetzt Taten folgen. Bis auf die ÖVP haben sich alle Parteien für vollständige Verbote der Neonicotinoide ausgesprochen. Das muss sich jetzt auch im Abstimmungsverhalten entsprechend niederschlagen. Wir brauchen endlich ein vollständiges Verbot dieser Bienenkiller-Pestizide “, so Dagmar Urban, Landwirtschaftspolitik-Expertin bei Greenpeace.

Die EU-Kommission wird in den nächsten Wochen teilweise und befristete Verbote von drei Neonicotinoiden erlassen. Aufgrund der erdrückenden wissenschaftlichen Belege fordert Greenpeace ein vollständiges Verbot dieser Bienenkiller-Pestizide. Neben den drei Neonicotinoiden hat Greenpeace auch Fipronil, Cypermethrin, Deltamethrin und Chlorpyrifos als massiv bienengefährlich eingestuft und fordert europaweite Verbote zum Schutz der Bienen und der Landwirtschaft.

„Mit der weitverbreiteten industrialisierten Landwirtschaft sägen wir uns sprichwörtlich den Ast ab, auf dem wir sitzen. Jetzt muss es endlich ‚Bienenkiller-Verbot‘ statt ‚Bienentod‘ heißen. Das Bienensterben ist ein Warnsignal, denn es ist nur ein Symptom einer völlig fehlgeleiteten Landwirtschaft. Wir müssen nun die Chance nutzen und einen grundlegenden Wandel weg von chemieintensiver, industrialisierter Landwirtschaft, hin zu ökologischen und biologischen Landwirtschaftspraktiken, einleiten“ so Urban abschließend.