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Greenpeace-Report: Plan Bee – Leben ohne Pestizide als Antwort auf Bienensterben

Europäische Bäuerinnen und Bauern als VorreiterInnen der Bienenfreundlicher Landwirtschaft

Presseaussendungen - 7 Mai, 2014
Zürich/Wien –LandwirtInnen, WissenschaftlerInnen und UnternehmerInnen in ganz Europa zeigen mit ökologischer Landwirtschaft einen Weg zum Schutz der Bienen. Greenpeace hat diese VorreiterInnen in dem Report und Video-Projekt „Plan Bee – Leben ohne Pestizide“ zusammengebracht und heute auf einer Pressekonferenz in Zürich präsentiert. „Ökologische Vielfalt statt Pestizid-Einfalt ist der einzige Ausweg aus der momentanen ‚Bestäuberkrise‘. Der Greenpeace-‚Plan Bee‘ zeigt wie mit biologischer Landwirtschaft gesunde Lebensmittel produziert und unsere Bienen dauerhaft geschützt werden können“, ist Huem Otero, Landwirtschaftssprecherin bei Greenpeace überzeugt.

Der Greenpeace-Report „Plan Bee – Leben ohne Pestizide. Auf dem Weg in Richtung ökologischer Landwirtschaft“ gibt Antworten auf die gegenwärtige „Bestäuberkrise“. Fallbeispiele sowie 18 Kurzfilme mit ExpertInnen aus Forschung, Praxis und Industrie aus zehn europäischen Ländern zeigen, dass ökologische Landwirtschaft bereits europaweit erfolgreich praktiziert wird. Die wissenschaftliche Literatur zur ökologischen Schädlingsbekämpfung verdeutlicht die Entbehrlichkeit von synthetisch-chemischen Pestiziden. Unter den ExpertInnen findet sich Alternativ-Nobelpreisträger Hans Herren und Claudia Daniel vom Schweizer Forschungsinstitut FiBL. Die Fachleute sind sich einig: Für die flächendeckende Umsetzung einer ökologischen Landwirtschaft braucht es dringend finanzielle und politische Unterstützung.

In 18 Videos, die den Report auch visuell zugänglich machen, sprechen VorreiterInnen in ökologischer Landwirtschaft über ihre Erfahrungen. LandwirtInnen, unter ihnen Weinbauern, Obst- und Gemüseproduzenten oder Rosenzüchter bestätigen, dass ihre ökologischen landwirtschaftlichen Methoden funktionieren. Beispiele sind die ökologische Schädlingsbekämpfung durch die Förderung von Insekten, die natürliche Feinde von Pflanzenschädlingen sind, dauerbegrünter Boden, Blühstreifen mit Blumen, die nicht nur Bienen, sondern auch natürliche Feinde der Schädlinge anziehen, der Einsatz von natürlichem Dünger oder widerstandsfähigen Sorten.

Die industrialisierte Landwirtschaft ist am Rückgang der Bienen und ihrer Bestäubungsleistung für Nutz- und Wildpflanzen beteiligt. Hauptursachen sind der immer intensivere Einsatz von Herbiziden und Insektiziden sowie der Verlust natürlicher und naturnaher Lebensräume auf Feld, Hof und in Agrarlandschaften. Das chemie-intensive industrialisierte Landwirtschaftsmodell führt zu geringerer Fruchtbarkeit und Wasserspeicherfähigkeit der Böden, Verschmutzung des Grundwassers und hohem Energieverbrauch. Einziger Ausweg aus der Krise bieten ökologische, chemiefreie Anbaumethoden, die im Greenpeace-Report „Plan Bee“ beschrieben sind.

„Es gibt keine Ausreden mehr, weiterhin auf synthetisch-chemische Pestizide und Monokulturen zu setzen. Es gibt genügend Alternativen – einen ‚Plan Bee‘. Was dringend nötig ist, ist ein Verbot aller Bienenkiller-Pestizide, Förderungen für Forschung und Beratung von Bäuerinnen und Bauern zur ökologischen Landwirtschaft“, so Otero abschließend.

Der gesamten Report „Plan Bee – auf dem Weg in Richtung ökologische Landwirtschaft“

 

Rückfragehinweis:

Huem Otero, Landwirtschaftssprecherin Greenpeace, Tel.: +43 (664) 192 55 74

Christine Gebetener, Pressesprecherin Greenpeace, Tel.: +43 (664) 857 45 98