Greenpeace: Vorübergehendes EU-Teilverbot von Bienenkillern erster Schritt

Weitere ambitionierte Maßnahmen müssen auch auf nationaler Ebene folgen

Presseaussendungen - 24 Mai, 2013
Brüssel/Wien – Die Europäische Kommission hat heute, wie angekündigt, vorübergehende teilweise Verbote von drei bienengefährlichen Pestiziden erlassen. Diese Beschränkungen betreffen die Neonicotinoide Imidachloprid, Thiamethoxam und Chlotianidin und sollen ab Dezember 2013 in Kraft treten.

„Das EU-weite Teilverbot ist ein erster wichtiger Schritt, aber bei weitem nicht ausreichend um unsere Bienen und unsere Landwirtschaft dauerhaft zu schützen“, so Dagmar Urban, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace: „Das EU-Verbot betrifft nicht alle Pflanzen – zum Beispiel ist die Anwendung auf Wintergetreide weiterhin erlaubt. Diese Pestizide müssten aber für alle Anwendungen verboten werden. Wir brauchen also dringend ein vollständiges, nationales Verbot der drei Bienenkiller, das über das auf EU-Ebene hinausgeht.“

Greenpeace hat noch vier weitere Pestizide identifiziert, für die laut Wissenschaft inakzeptable Risiken für Bienen bestehen und die daher europaweit von den Feldern verbannt werden müssen: Fipronil, Cypermethrin, Deltamethrin und Chlorpyrifos.

„Die Abgeordneten im österreichischen Parlament sind jetzt aufgerufen, ihren Worten zum Bienenschutz auch Taten folgen zu lassen und ein vollständiges Verbot der drei Bienenkiller-Pestizide zu beschließen. Für ein solches Verbot hat sich ja auch Bundeskanzler Faymann bereits ausgesprochen. Österreich muss endlich Vorreiter im Bienenschutz werden. Nur mit einem grundlegenden Wandel der Landwirtschaft hin zu bienenfreundlichen, biologischen Landwirtschaftsformen werden wir das Bienensterben wirksam beenden können.“