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Greenpeace mit ImkerInnen und NGO-Allianz bei Bayer und Syngenta

Chemiekonzerne müssen Verantwortung für Bienen und Landwirtschaft übernehmen

Presseaussendungen - 29 April, 2014
Leverkusen/Basel/Wien – Bei den Generalversammlungen von Syngenta und Bayer verlangte heute eine europaweite Allianz zum Schutz der Bienen und der Landwirtschaft, dass die Agrochemie-Konzerne ihre Rolle beim globalen Bienensterben eingestehen. Darüber hinaus forderten ImkerInnen-Organisationen und andere NGOs, darunter GLOBAL 2000 gemeinsam mit Greenpeace die Bienenkiller-Produzenten dazu auf, ihre massive Gegenwehr gegen das EU-Teilverbot bienenschädlicher Neonicotinoide zu stoppen. “ Konzerne, wie Bayer, Syngenta oder BASF repräsentieren das scheiternde System der chemieintensiven Monokultur-Landwirtschaft. Sie müssen ihr industrielles Agrar-Geschäftsmodell, das inakzeptable Schäden an Bienen, Mensch und Umwelt verursacht, überdenken“, so Huem Otero, Landwirtschaftssprecherin von Greenpeace.

„Die Bienengefährlichkeit von Neonicotinoid-Pestiziden ist seit Ende der 90er Jahre bekannt. Doch Bayer, Syngenta und BASF versuchen, den Landwirten und der Öffentlichkeit weiter vorzugaukeln, ihre Produkte wären sicher für Bienen. Sie schrecken sogar vor Klagen gegen die EU-Kommission nicht zurück“, so Helmut Burtscher, Umweltchemiker bei GLOBAL 2000. „Wichtig ist, dass sich die Politik von der Macht der Konzerne nicht davon abhalten lässt, Entscheidungen zum Schutz von Umwelt und Gesundheit zu treffen.“

Die Allianz zum Schutz der Bienen und der Landwirtschaft besteht europaweit aus über 50 ImkerInnen, Imker-Organisationen wie der europäischen ImkerInnen Koordination BeeLife, KonsumentInnen- und Slow Food-Gruppen, Forschungsinstituten und Menschenrechts- und Umweltschutzbewegungen. Nachdem AktionärInnen mit Flugblättern über die andauernde Bestäuber- und Landwirtschaftskrise begrüßt wurden, richteten VertreterInnen der Allianz Fragen direkt an die Unternehmen. Agrochemie-Konzerne müssen die Vermarktung von bienenschädlichen Pestiziden einstellen und ökologische Landwirtschaft ermöglichen.

Francesco Panella, Leiter der Delegation und Präsident der europäischen Imker-Koordination BeeLife auf der Generalversammlung von Syngenta: “Es ist beleidigend, wie Syngenta, Bayer und BASF versuchen, Imker wie uns zu überzeugen, dass das Bienensterben nur durch die Varroamilbe, eine schlechte Ernährung oder irgendeinen anderen Faktor außerhalb ihrer eigenen Verantwortung verursacht wird. Gleichzeitig verkaufen sie weiterhin Bienenkiller-Pestizide und greifen EU-Bestimmungen an, die dem Schutz der Bienen dienen. Das ist heuchlerisch, eigennützig und kurzsichtig. Es ist Zeit, vom aktuellen chemieintensiven Landwirtschaftsparadigma zu einem zu wechseln, das mit Biodiversität und Bienenschutz im Einklang steht.”

„Die Auswirkungen der von Bayer, Syngenta und Co. geförderten industriellen Landwirtschaft, wie der Verlust der Artenvielfalt und die Gefährdung von Bienen, Wildbienen und Hummeln, ist bereits deutlich sichtbar. Die Agrochemiekonzerne dürfen einen Wandel in Richtung biologischer Landwirtschaft nicht weiter durch massives Lobbying blockieren. Nur biologische Landwirtschaft kann unsere Bienen dauerhaft schützen”, so Otero abschließend.

Mehr Informationen zur Allianz zum Schutz der Bienen und der Landwirtschaft finden Sie hier http://publiceye.ch/de/case/syngenta-bayer-basf/