Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Abrutschen Österreichs im Klimaschutzindex inakzeptabel

Berlakovich muss sich in Doha für ein Kyoto-Folgeabkommen einsetzen

Presseaussendungen - 3 Dezember, 2012
Der heute im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Doha präsentierte Climate Change Performance Index zeigt deutlich: Österreich hat massiven Nachholbedarf bei nationalen und internationalen Verpflichtungen und steht auf der Klimaschutz-Bremse. „Österreich folgt einem langjährigen Trend und zementiert sich im unteren Drittel der EU-Staaten ein“, kritisiert Julia Kerschbaumsteiner, Klimasprecherin bei Greenpeace.

„Greenpeace fordert, dass Österreich nicht weiter Pseudo-Klimaschutzpolitik betreibt, indem Emissions-Zertifikate gekauft werden. Ein schlagkräftiges Energieeffizienzgesetz, die Ökologisierung des Pendlerpauschales, die Umsetzung der Sanierungs-Milliarde und der massive Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel sind Schritte, die jetzt nötig sind“, so Kerschbaumsteiner.

Greenpeace kritisiert darüber hinaus den massiven Zukauf von Emissions-Zertifikaten, die es Österreich ermöglichen seine Klima-Verpflichtungen im Ausland abzugelten. „Mit dem Handel von Verschmutzungsrechten kauft sich Österreich von seinen Verpflichtungen frei“, stellt die Greenpeace-Klimasprecherin fest.

Die jedes Jahr von Germanwatch durchgeführte Studie untersucht die Klima-Performance der Nationalstaaten. Von den 58 untersuchten Ländern befindet sich Österreich auf Rang 34 und verliert damit einen weiteren Platz im Vergleich zum Vorjahr. Keines der untersuchten Länder erfüllt aber die nötigen Verpflichtungen, um die globale Erwärmung auf unter 2°C einzudämmen. Aus diesem Grund lässt Germanwatch, wie jedes Jahr, die ersten drei Plätze im Ranking frei. Auf nationaler Ebene zeigen die untersuchten Länder zu wenige Ambitionen.

„Greenpeace fordert von Minister Berlakovich, dass sich Österreich in Doha für ein ambitioniertes Kyoto-Folgeabkommen einsetzt und sich nicht länger hinter offensiven Blockierern, wie Polen versteckt“, fordert Kerschbaumsteiner abschließend.

Themen