Greenpeace-Aktivistinnen erklettern Wolkenkratzer für Arktis-Schutz

Kletteraktion auf 310 Meter Gebäude aus Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis

Presseaussendungen - 11 Juli, 2013
London/Wien – Eine Gruppe von Greenpeace-Aktivistinnen hat heute Morgen ihre Kletteraktion auf der Fassade des „Shard“ Wolkenkratzers in London begonnen. Die sechs Frauen erklettern nun Stück für Stück den mit 310 Meter höchsten Wolkenkratzer Westeuropas, um auf der Spitze ein Banner anzubringen, das auf die drohende Zerstörung der Arktis durch Ölbohrungen aufmerksam machen soll. Mit der spektakulären Protestaktion unterstreicht Greenpeace seine Forderung das sensible Ökosystem am Nordpol vor Ölkonzernen wie Shell und Gazprom zu schützen. Die Aktion ist unter www.schuetztdiearktis.at live im Internet zu verfolgen.

Der Klimawandel lässt das Packeis rund um den Nordpol rapide schmelzen, worin Ölkonzerne wie Shell, deren Hauptsitz in London in Sichtweite des „Shard“ Wolkenkratzers liegt, ihre Chance auf Profit sehen. Kommt es in den arktischen Gewässern zu einem größeren Ölunfall, ist eine ökologische Katastrophe unausweichlich. „Die jüngsten Havarien von zwei Shell-Bohrschiffen im vergangenen Jahr in der US-Amerikanischen Arktis haben gezeigt, dass Ölkonzerne aufgrund extremer Wetterbedingungen in der Region nicht sicher arbeiten können“, so Greenpeace Arktis-Sprecher Lukas Meus. „Wir dürfen das Schicksal dieses einzigartigen Ökosystems am Nordpol nicht einfach einer Handvoll Regierungen und Ölkonzernen überlassen. Gemeinsam können wir als weltweite Bewegung die Verantwortlichen stoppen.“

Um zukünftig Ölkonzerne und  industrielle Fischereiflotten aus dem sensiblen Ökosystem fern zu halten, kämpft Greenpeace weltweit für den Schutz der Arktis und fordert die Errichtung eines internationalen Schutzgebietes. Weltweit haben bereits über drei Millionen Menschen die Greenpeace-Petition zum Schutz der Arktis unterschrieben. Auch prominente Unterstützer wie Sir Paul McCartney, die Band Radiohead, Desmond Tutu oder die Schauspieler Jude Law und Ben Affleck gehören mittlerweile der Bewegung zum Schutz der Arktis an. In Österreich unterstützt unter anderem Sängerin Clara Luzia die Greenpeace-Kampagne.

Die Greenpeace-Aktivistinnen aus Großbritannien, Kanada, Schweden, Polen, den Niederlanden und Belgien klettern seit etwa vier Uhr morgens. Läuft alles wie geplant werden die Aktivistinnen am Nachmittag, die Spitze des 310 Meter hohen „Shard“ Wolkenkratzers erreichen, um ein kunstvoll gestaltetes Banner zu enthüllen. Die Aktion wäre die höchst gelegene Kunst-Installation seit der Aktion des Drahtseilkünstlers Philippe Petit am World Trade Center im Jahr 1974.

Der Live-Stream ist im Internet unter www.schuetztdiearktis.at zu verfolgen.

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