Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Greenpeace-Aktivistinnen hissen Flagge für Arktis-Schutz auf Wolkenkratzer

Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis auf 310 Meter hohem „Shard Tower“

Presseaussendungen - 11 Juli, 2013
London/Wien – Die Gruppe von Greenpeace-Aktivistinnen, die heute Früh ihre Kletteraktion auf der Fassade des „Shard“ Wolkenkratzers in London begann, ist nach 15 Stunden um 20:08 Uhr auf der Spitze des 310 Meter hohen Gebäudes angekommen. Die sechs Frauen hissten dort eine rund zehn Quadratmeter große Fahne mit der Aufschrift „Save the Arctic“, um auf die drohende Zerstörung der Arktis durch Ölbohrungen aufmerksam zu machen. Mit der spektakulären Protestaktion unterstreicht Greenpeace seine Forderung, das sensible Ökosystem am Nordpol vor Ölkonzernen wie Shell und Gazprom zu schützen.

Der Klimawandel lässt das Packeis rund um den Nordpol rapide schmelzen, worin Ölkonzerne wie Shell, deren Hauptsitz in London in Sichtweite des „Shard“ Wolkenkratzers liegt, ihre Chance auf Profit sehen. Kommt es in den arktischen Gewässern zu einem größeren Ölunfall, ist eine ökologische Katastrophe unausweichlich. „Die jüngsten Havarien von zwei Shell-Bohrschiffen im vergangenen Jahr in der US-Amerikanischen Arktis haben gezeigt, dass Ölkonzerne aufgrund extremer Wetterbedingungen in der Region nicht sicher arbeiten können“, so Greenpeace Arktis-Sprecher Lukas Meus. „Wir dürfen das Schicksal dieses einzigartigen Ökosystems am Nordpol nicht einfach einer Handvoll Regierungen und Ölkonzernen überlassen. Gemeinsam können wir als weltweite Bewegung die Verantwortlichen stoppen.“ Experten vermuten etwa 90 Milliarden Barrel (ein Barrel= 159 Liter) Öl in der Arktis, das meiste davon unter dem Meeresboden. Diese Menge würde gerade einmal reichen, um den derzeitigen Weltverbrauch für etwa drei Jahre zu decken.

Um zukünftig Ölkonzerne und  industrielle Fischereiflotten aus dem sensiblen Ökosystem fern zu halten, kämpft Greenpeace weltweit für den Schutz der Arktis und fordert die Errichtung eines internationalen Schutzgebietes. Weltweit haben bereits über drei Millionen Menschen die Greenpeace-Petition zum Schutz der Arktis unterschrieben. Auch prominente Unterstützer wie Sir Paul McCartney, die Band Radiohead, Desmond Tutu oder die Schauspieler Jude Law und Ben Affleck gehören mittlerweile der Bewegung zum Schutz der Arktis an. In Österreich unterstützt unter anderem Sängerin Clara Luzia die Greenpeace-Kampagne.

Themen