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Greenpeace: Politik muss Kontrolle über europäische Energiezukunft von Konzernen zurückerlangen

Aktion der Umweltschützer in unmittelbarer Nähe zu Staats-und Regierungschefs in Brüssel

Presseaussendungen - 27 Juni, 2014
Brüssel/Wien – Die heute beim Europäischen Rat diskutierten Pläne der EU-Kommission für die europäische Energiezukunft spielen den großen europäischen Energiekonzernen wie E.ON, EDF, RWE und Shell in die Hände und verlängern unnötig Europas Abhängigkeit von teuren, schmutzigen und unsicheren Energieimporten. „Große Energiekonzerne halten Europa abhängig von Öl, Gas und Kohle, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Die Staats- und Regierungschefs müssen sich jetzt auf ambitionierte und verbindliche Klima- und Energieziele festlegen und so die Kontrolle über die europäische Energiezukunft von den Konzernen zurückerlangen“, fordert Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin von Greenpeace.

Trotz der verschärften Sicherheitsauflagen im Brüsseler EU-Viertel konnten 35 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs Ländern Kräne und Bürogebäude erklettern, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Besprechungsräumen der EU-Spitzen befinden. Dabei haben sie drei Riesenbanner mit Cartoons entrollt (erste Fotos finden Sie unter diesem Link: http://bit.ly/1jTCtbn) mit dem Ziel, einen Brief an die Regierungsspitzen zu übermitteln, in dem sie fordern, Europa von der Abhängigkeit von schmutzigen und riskanten fossilen Energieträgern zu befreien.

Große Energiekonzerne haben laut Greenpeace in der jüngsten Vergangenheit massiv in fossile und nukleare Kapazitäten investiert und kämpfen nun dagegen, dass Europa seine Energieversorgung auf saubere und sichere Systeme umstellt. Verbesserte Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energie würde direkt ihre Vorherrschaft am Markt angreifen, hätten jedoch wesentliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile.

Die EU importiert mehr als die Hälfte ihres Bedarfs an Öl, Gas und Kohle von Drittstaaten. Etwa ein Drittel davon stammt aus Russland, das erst kürzlich die Lieferungen an Europa über die Ukraine eingestellt hat. „Der vorliegende EU-Plan zur Reduktion der Importabhängigkeit von Russland würde allerdings nur diese Abhängigkeit durch neue Abhängigkeiten, etwa von Saudi Arabien oder Kanada ersetzen“, so die Greenpeace-Sprecherin weiter.

Ein neuer Greenpeace-Report (Link zum Report: http://bit.ly/1lU5IPD ) zeigt, dass durch ambitioniertere Klima- und Energieziele eine Reduktion der Importe von 40 Prozent ermöglicht und zugleich der Klimawandel bekämpft werden könnte. 

Erste Bilder der Aktion finden Sie unter diesem Link: http://bit.ly/1jTCtbn

Weiteres Foto- und Videomaterial senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

Rückfragehinweis:

Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 857 4596

Florian Schweitzer, Pressesprecher Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 612 6718

 

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