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Greenpeace-Report: „Heuchelei der Politiker lässt CO2-Ausstoß explodieren“

Jährlich 6,34 Gigatonnen mehr CO2 durch geplante Kohle-, Öl- und Gasprojekte zu erwarten

Presseaussendungen - 22 Jänner, 2013
Sydney/Davos/Wien – Anläßlich des morgen beginnenden Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht Greenpeace den Report „Point of No Return“ und zeigt damit die Gefahren auf, die von weltweit geplanten Kohle-, Öl- und Gasprojekten ausgehen.

Der Report betrachtet 14 kohlestoffintensive Projekte, die vom massiven Kohleabbau in Australien, China und Indonesien über Ölförderung aus Teersand in Kanada, der Arktis und Brasilien bis hin zu neuer Gasproduktion im Kaspischen Meer und den USA reichen. Die Analyse verdeutlicht, dass diese 14 Projekte den weltweiten CO2-Ausstoß bis 2020 um 6,34 Gigatonnen pro Jahr ansteigen lassen, das ist mehr als der Gesamtausstoß der USA. Die Internationale Energie Agentur (IEA) spricht schon heute von einem Rekordhoch des CO2-Ausstoßes von 31,6 Gigatonnen jährlich.

„Die geplanten Megaprojekte sind das direkte Ergebnis der Heuchelei, die von einer Handvoll Staaten ausgeht. Die Regierungen dieser Länder setzen sich zwar in offiziellen Gremien und Konferenzen für den Schutz des Klimas ein, zu Hause führen sie jedoch gleichzeitig uneingeschränkt ihre Wahnsinnsprojekte fort. Diese werden das Klima-Chaos noch zusätzlich verschärfen und zu dramatischen Verwüstungen führen“, so Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International.

In seinem „Global Risks 2013“-Report, einer Grundlage für das Treffen in Davos, warnt auch das Weltwirtschaftsforum, dass ein Temperaturanstieg von 3,6 bis 4°C wahrscheinlich ist, und sogar 6°C im Bereich des Möglichen liegen, wenn der bisherige Pfad fortgesetzt wird. Diese Anstiege übertreffen bei Weitem die von den Regierungen versprochene Eingrenzung des Temperaturanstiegs auf 2°C.

„Menschliches Leid, Zerstörung und wirtschaftliche Tumulte aufgrund von Wetterextremen, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind, machen den beschleunigten Temperaturanstieg zu einer beängstigenden Aussicht/Horrorszenario. Wir können nicht zulassen, dass dies unser Vermächtnis für zukünftige Generationen ist“, warnt Naidoo, der in dieser Woche internationale Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Davos trifft, eindringlich.

Auch Maßnahmen, mit denen das Klima-Chaos noch eingegrenzt werden kann, sind im Report „Point of No Return“ enthalten. Dafür müssen die Emissionen allerdings rasch ihren Höhepunkt erreichen und danach jährlich um mindestens fünf Prozent reduziert werden. Zusätzlich müssen die 14 genannten Projekte eingestellt werden. Das Energy [R]evolution Szenario von Greenpeace zeigt, dass mit Erneuerbarer Energie und Energieeffizienz-Maßnahmen der Energiebedarf gänzlich gedeckt werden kann.

„Uns läuft die Zeit davon, um die Klimakatastrophe noch abzuwenden. Regierungen, die solche kohlestoffintensiven Wahnsinnsprojekte absegnen, müssen endlich aufwachen und in Erneuerbare Energieträger investieren. Sie müssen Teil der Lösung des Klimaproblems werden“, so Naidoo abschließend.

Nähere Informationen unter:

Point of No Return-Report: www.greenpeace.at/point-of-no-return

Greenpeace Energy [R]evolution: www.greenpeace.org/energyrevolution

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