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Greenpeace kritisiert „Retrokurs“ von OMV-Generaldirektor Roiss

Bilanz der ersten Amtszeit von Generaldirektor Roiss „verheerend“ - Zick-Zack-Strategie bei Fracking

Presseaussendungen - 13 September, 2013
Wien – Anlässlich der Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden der OMV zieht Greenpeace Bilanz über die erste Amtszeit von Generaldirektor Gerhard Roiss. Der Konzern habe unter Roiss keinerlei klare Konzepte entwickelt, sich von einem reinen Öl- und Gas-Konzern in Richtung zukunftsorientierten Energiekonzern weiterzuentwickeln. „Statt sich auf mehrere Standbeine zu stellen, läuft die OMV Gefahr, mit dem Retrokurs von Generaldirektor Roiss die Versorgungssicherheit kommender Generationen aufs Spiel zu setzen“, so Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin bei Greenpeace.´

Die OMV habe überhaupt keine nachvollziehbare Strategie, kritisiert Greenpeace. „Im Jahr 2050 wird die OMV ihre Treibstoffe nur mehr bei Oldtimer Rallyes verkaufen können. Die OMV verliert langsam aber sicher ihr Geschäftsmodell. Mehr Diversifikation durch Investitionen in erneuerbare Energiequellen wäre notwendig, um langfristig am Markt überleben zu können“, so Kerschbaumsteiner weiter. Die Entwicklungsarbeit bei erneuerbarer Energie habe man aufgegeben, stattdessen gefährde man die Arktis mit Bohrungen in der Barentssee. Beim Schiefergas habe man Millionen im Weinviertel versenkt, Geld, das für die Forschung alternativer, zukunftsorientierter Geschäftsfelder viel besser investiert gewesen wäre. „Im Weinviertel wird die Bevölkerung bis heute massiv verunsichert, die Fracking-Strategie von Roiss ist völlig undurchschaubar“, so Kerschbaumsteiner. Auf der einen Seite werde die OMV nicht müde zu erklären, dass das Thema „Schiefergas vom Tisch“ sei, auf der anderen Seite lobbyiere die OMV auf europäischer Ebene intensiv für Fracking. Auch erkläre Roiss immer wieder, dass Fracking für die OMV „interessant“ sei. Diese Zick-Zack-Strategie unterstreiche die Orientierungslosigkeit der Führung. Fazit der Greenpeace-Energiesprecherin: „Die Bilanz von Roiss nach drei Jahren ist verheerend. Es bleibt völlig unklar, wo die OMV in einigen Jahren stehen wird, eine klare Linie ist nicht erkennbar. Dafür geht sie bei der Förderung von Öl und Gas immer mehr an die Grenzen und schafft so weiter Misstrauen in der Öffentlichkeit.“

 

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