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Küstenwache stoppt 90-stündige Greenpeace-Aktion gegen Arktis-Ölbohrungen

Auch Österreicher an Bord des abgeschleppten Greenpeace-Schiffes

Presseaussendungen - 2 Juni, 2014
Barentssee/Wien – Die Norwegische Küstenwache hat gestern Nacht das Greenpeace-Schiff Esperanza außerhalb der territorialen Gewässer Norwegens geentert. Der Vorgang folgt einem 90 Stündigen Protest von internationalen Greenpeace AktivistInnen gegen Ölbohrungen des Energiekonzerns Statoil in der Arktis. Auch ein Österreicher befindet sich an Bord des Greenpeace-Schiffes, das von der norwegischen Küstenwache für einige Stunden in Gewahrsam genommen und von der Ölplattform weggeschleppt wurde.

 „Die Norwegische Küstenwache hat einen legalen und friedlichen Protest von Greenpeace gegen arktische Ölbohrungen gestoppt.“ erklärt der Rechtsberater von Greenpeace International Daniel Simons. „Das Eingreifen der Norwegischen Küstenwache war rechtswidrig.“ Mittlerweile hat die Küstenwache das Schiff wieder frei gegeben.

Die Intervention folgte einer gestrigen Stellungnahme des norwegischen Erdöl- und Energieministeriums, dass Statoil die Gegend für die geplanten Ölbohrungen, die von der Esperanza seit Donnerstag besetzt wurde, zu einer Sicherheitszone erklärt. Die Aufstellung dieser Sicherheitszone widersprach jedoch internationalem und norwegischem Gesetz, da eine Sicherheitszone öffentlich mindestens 30 Tage zuvor angekündigt werden muss. Auch das Eingreifen der Küstenwache widerspricht dem internationalen Seerechtsübereinkommen. Das Entern des Greenpeace Schiffs Esperanza erfolgte in Norwegens ausschließlichen Wirtschaftszone, die 200 Seemeilen entfernt von der Küste Norwegens entspricht. Laut Paragraph 1 des Artikels 58 des internationalen Seerechtübereinkommens dürfen sich ausländische Schiffe wie die Esperanza in dieser Zone frei bewegen.

„Das rechtswidrige Eingreifen der Norwegischen Küstenwache zeigt wie weit Staaten gehen, um die Ölbranche zu schützen“, so Lukas Meus, Greenpeace-Sprecher in Österreich und ruft zur Beteiligung am Schutz der Arktis auf: Über 5 Millionen Menschen weltweit haben bereits die Greenpeace-Petition zum Schutz der Arktis unterschrieben. Gemeinsam fordern sie ein Schutzgebiet, in dem Ölbohrungen und industrielle Fischerei verboten sind.

Der Eingriff der norwegischen Küstenwachebeendete eine 90stündige Greenpeace-Protestaktion gegen die geplanten Ölbohrungen des norwegischen Energiekonzerns Statoil. 15 AktivistInnen besetzten am Montag die Ölplattform Transocean Spitsbergen auf offener See für 48 Stunden, bevor sie von der Polizei entfernt wurden. Daraufhin belegte das Greenpeace Schiff Esperanza am Donnerstag jene Gegend, an der die Plattform für die Ölförderung ursprünglich anlegen wollte. Auf diese Weise verhinderten die AktivistInnen – darunter ein 33 jähriger Innsbrucker - den geplanten Start der Ölbohrungen von Statoil. Gestern Nacht um 22.50 Uhr enterte die Küstenwache das Schiff und begann es in Richtung norwegischer Küste zu delegieren. Mittlerweile verließ die Küstenwache heute um 7 Uhr das Schiff und ließ alle AktivistInnen und Crewmitglieder wieder frei.

 

Rückfragehinweis:
Lukas Meus, Arktis-Sprecher Greenpeace CEE, Tel.: +43 (0)664 8169713
Melanie Aldrian, Pressesprecherin Greenpeace CEE, Tel.: +43 (0)664 6126725

 

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