Weltweite Protestwelle gegen Anklage der Greenpeace-AktivistInnen

Solidaritätsaktionen in Wien und 135 Orten weltweit für die Freilassung der „Arctic 30“

Presseaussendungen - 5 Oktober, 2013
International/Wien– Nachdem vergangenen Donnerstag alle 30 UmweltschützerInnen infolge einer friedlichen Protestaktion in Russland wegen Piraterie angeklagt wurden, wird der internationale Protest immer lauter. Im Rahmen eines weltweiten Solidaritätstages kamen in Wien und rund 135 Orten weltweit zigtausend Menschen zusammen, um die Freilassung der Greenpeace „Arctic 30“ zu fordern. In Wien führte der Greenpeace „Solidarity Walk“ vom Europaplatz bis zur russischen Botschaft, wo ein menschliches Banner die Forderung nach Freilassung und der Berechtigung friedlichen Protests unterstrich. In 45 Ländern rund um die Erde – von Neuseeland bis Mexiko, von Südafrika bis Stockholm – fanden ähnliche Solidaritätsaktionen statt. Im Senegal sammelten sich etwa westafrikanische Fischer mit ihren Booten an jener Stelle zusammen, an der sie im vergangenen Jahr die Arctic Sunrise willkommen hießen, um gemeinsam mit Greenpeace gegen Überfischung und erfolgreich für eine bessere Fischereipolitik zu protestieren.

„Das Vorgehen gegen die Umweltschützer, ist eine massive Bedrohung des friedlichen Protests. Wir dürfen nicht zulassen, dass friedvoller Umweltaktivismus, als Verbrechen angeklagt wird“, so Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace in Zentral- und Osteuropa, bei seiner Rede im Rahmen des „Solidarity Walks“ Wien.

Weltweit werden die Stimmen gegen die Inhaftierung und Anklage der AktivistInnen lauter. Herbe Kritik kommt von Seiten der Zivilgesellschaft aber vor allem auch von NGOs, Menschenrechtsexperten und Journalistengewerkschaft, die sich öffentlich gegen das Verfahren gegen die Arctic 30 aussprechen und zur Solidarität aufrufen. Darunter Organisationen wie Amnesty International, WWF oder  Global 2000 / Friends of the Earth oder Reporter ohne Grenzen.

Aber auch abseits des weltweiten Solidaritätstages gehen die Protestaktionen für die Freilassung der AktivistInnen und gegen die Ölbohrungen in der Arktis weiter, wie zuletzt beim Champions League Spiel in der Schweiz oder bei der Besetzung von Gazprom-Tankstellen in Deutschland. Bereits mehr als vier Millionen Menschen fordern gemeinsam mit Greenpeace in Schutzgebiet rund um den Nordpol in dem industrielle Fischerei und Ölbohrungen verboten sind und haben die Online-Petition zum Schutz der Arktis unterschrieben (www.schuetztdiearktis.at). Seit der Inhaftierung der Arctic 30 haben insgesamt knapp eine Million Menschen Briefe an russische Botschaften geschickt und die Freilassung der Arctic 30 gefordert (www.greenpeace.at/protest-russland).

„Unsere Aufmerksamkeit ist weiterhin auf Ölkonzerne, wie Gazprom gerichtet, die mit ihren Plänen das sensible Ökosystem der Arktis aufs Spiel setzen. Der Konzern hat keine Offshore-Erfahrung und spielt Russisches Roulette mit der Arktis. Wenn die Pläne nicht gestoppt werden, ist die Frage ist nicht ob, sondern wann es zu einem verheerenden Ölunfall kommen wird“, so Alexander Egit abschließend.

 

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