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Nicht herumeiern, Minister Stöger! Lose Ostereier kennzeichnen!

Greenpeace Ostereier-Check deckt grobe Kennzeichnungslücken bei einzeln verkauften Ostereiern auf

Presseaussendungen - 28 März, 2013
Wien – Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten protestieren heute vor dem Gesundheitsministerium unter dem Motto „Nicht herumeiern, Minister Stöger! Lose Ostereier kennzeichnen!“, um auf bestehende Kennzeichnungslücken bei einzeln verkauften Ostereiern aufmerksam zu machen. Greenpeace hat vor Ostern die Ergebnisse des jährlichen „Ostereier-Checks“ veröffentlicht. Die im Zuge des Online-Einkaufsratgebers www.marktcheck.at durchgeführte Untersuchung verdeutlicht, dass es bei der Kennzeichnung massive Probleme gibt. Die Greenpeace-Kritik betrifft vor allem die mangelnde Transparenz bei einzeln verkauften Ostereiern, die keiner verpflichtenden Kennzeichnung unterliegen.

„Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht darauf zu erfahren, wie gekaufte Ostereier produziert werden. Minister Stöger muss daher für Transparenz bei losen Ostereiern sorgen“, fordert Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin bei Greenpeace.

Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten verteilen daher heute vor dem Gesundheitsministerium Bio-Ostereier an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums. Außerdem haben sie ein Osternest, das richtig gekennzeichnete lose Ostereier enthält, an einen Mitarbeiter des Ministerbüros überreicht. Dieses soll das Gesundheitsministerium daran erinnern, die Kennzeichnungslücke durch Erlassen einer entsprechenden Verordnung rasch zu schließen. Eine neue Verordnung für lose Ostereier muss Verbraucherinnen und Verbraucher mindestens die gleichen Informationen wie bei verpackten Ostereiern zur Verfügung stellen. Dies sind Firma und Anschrift des erzeugenden oder verpackenden Betriebs, Mindesthaltbarkeitsdatum, Farbstoff mit E-Nummer sowie die Haltungsform der Hühner. Zusätzlich fordert Greenpeace die Kennzeichnung des Herkunftslandes der Ostereier und der Futtermittel der Hennen (mit oder ohne Gentech-Futter).

Die EU-Etikettierungsrichtlinie weist explizit darauf hin, dass die Mitgliedsstaaten die Möglichkeit haben, die Einzelheiten der Etikettierung unverpackter Lebensmittel festzulegen, vor allem wenn es dem Gesundheitsschutz und dem Schutz der Verbraucher und Verbraucherinnen vor Täuschung dient. „Minister Stöger muss jetzt die notwendigen Schritte für eine Verordnung zur lückenlosen Kennzeichnung auch von lose verkauften Ostereiern setzen. Das Fehlen einer solchen Regelung öffnet Tür und Tor dafür, dass den österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten unwissentlich weit gereiste Käfigeier untergejubelt werden, die mit dem Einsatz von Gentech-Futter und gesundheitlich problematischer Azo-Farbstoffen produziert wurden“, so Sprinz abschließend.

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