Greenpeace-Kommentar zur drohenden Ölpest vor Neuseeland

Presseaussendungen - 7 Oktober, 2011
Wien/Auckland – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist beunruhigt über die austretenden Ölmengen des Containerschiffes “Rena”, das am Mittwoch vor der Nordostküste Neuseelands an einem Riff auf Grund gelaufen und Leck geschlagen ist.

Der Unfall zeigt, wie schwer es ist, mit Ölkatastrophen auf hoher See umzugehen. Auch ein langsamer und relativ zugänglicher Ölaustritt wie dieser, hat Neuseelands Notfallskapazitäten ans Limit gebracht. Darüberhinaus kann der Unfall desaströse Auswirkungen auf Meeresbewohner wie Blauwale und Delphine haben, die gerade ihre Jungen in dieser Gegend zur Welt bringen”, so der neuseeländische Greenpeace-Sprecher Steve Abel.

Aktivisten und erfahrene Bootfahrer der Umweltschutzorganisation haben der Maritime NZ Unterstützung bei den Aufräumarbeiten angeboten. Greenpeace warnt dabei jedoch vor der Verwendung toxischer Chemikalien. Das Problem ist, dass Lösungsmittel die Verschmutzung nicht beseitigen, sie bringen diese nur außer Sichtweite und fügen der Umwelt meist zusätzlichen Schaden zu”, erklärt Abel.

“Nun muss zu allererst der Ölaustritt gestoppt werden, um die Auswirkungen des bereits fünf Kilometer langen Ölteppichs auf wildlebende Tiere und Küstenstreifen so gering wie möglich zu halten. Wenn die Krise überstanden ist, muss ernsthaft hinerfragt werden, wie gut die Regierung auf Ölunfälle schon relativ geringen Ausmaßes vorbereitet ist”, so Abel abschließend. Die Pläne der Regierung, Tiefseebohrungen vor der neuseeländischen Küste voranzutreiben, lehnt die Umweltschutzorganisation entschieden ab.

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