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Greenpeace-Erfolg: Adidas steigt aus Geschäft mit „schmutziger Wäsche“ aus

Weltweit zweitgrößter Sportartikelhersteller will künftig ohne gefährliche Chemikalien produzieren

Presseaussendungen - 31 August, 2011
Wien/Barcelona/Peking – Nach Puma und Nike reagiert nun auch Adidas auf die Forderungen von Greenpeace und „entgiftet“ seine Produkte. Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller hat sich öffentlich dazu bekannt, bis zum Jahr 2020 aus der Verwendung gefährlicher Chemikalien entlang der gesamten Lieferkette sowie des gesamten Produktlebenszyklus aller Produkte auszusteigen. Eine Woche nach der Veröffentlichung des zweiten Greenpeace-Reports über „schmutzige Wäsche“ und den vorausgegangenen weltweiten Protestaktionen beugt sich auch Adidas dem Druck und folgt dem Beispiel der Sportartikelhersteller Puma und Nike, die sich bereits für eine „giftfreie“ Zukunft entschieden haben.

„Dass sich nun auch Adidas entschlossen hat, aus dem Geschäft mit ‚schmutziger Wäsche‘ auszusteigen, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Adidas liegt nach leichten Startschwierigkeiten nun mit Puma und Nike im Rennen um eine giftfreie Zukunft gleichauf. Greenpeace wird alles daran setzen, alle drei Markenproduzenten weiter anzuspornen und dafür zu sorgen, dass ihnen nicht auf halber Strecke die Luft ausgeht“, so Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz.

Nachdem Greenpeace zwei internationale Reports über Giftstoffe in der Textilproduktion veröffentlicht und KonsumentInnen weltweit zum Protest aufgerufen hatte, setzt nach Puma und Nike nun mit Adidas bereits der dritte Sportartikelhersteller einen entscheidenden Schritt und verbannt Chemikalien, die sich in der Nahrungskette anreichern und langlebig sowie hormonell wirksam sind, aus seiner Produktions- und Lieferkette. Darüber hinaus hat Adidas zugestimmt, sich verstärkt dem Konsumentenrecht auf Information zu widmen. Zukünftig will das Unternehmen volle Transparenz hinsichtlich aller Chemikalien bieten, die von den Fabriken seiner Zulieferbetriebe freigesetzt werden. Der Umsetzungsplan soll laut Adidas innerhalb der nächsten sieben Wochen vorgelegt werden. Das Unternehmen hat ausdrücklich festgelegt, an einem Ansatz mitzuarbeiten, der nicht nur das eigene Unternehmen betrifft, sondern quer über die Branche gehen soll.

„Drei der größten Sportartikelhersteller haben durch ihre öffentlichen Verpflichtungen erste Schritte für eine giftfreie Zukunft gesetzt. Nun ist es an der Zeit, dass auch andere Textilproduzenten die Herausforderung annehmen und mehr Transparenz  in die gesamte Textilbranche bringen, um den Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien voran zu treiben“, so die Greenpeace-Konsumentensprecherin. Infolge der Veröffentlichung des zweiten Greenpeace-Berichts über „schmutzige Wäsche“ haben sich bereits weitere Textilproduzenten dafür entschieden, erste Schritte für eine „giftfreie“ Zukunft zu setzen. Greenpeace wird in den nächsten Wochen Gespräche mit Lacoste, G-Star Raw, Uniqlo und der chinesischen Sportmarke Li Ning führen.