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Greenpeace an Andritz-Chef Leitner: Können Sie noch ruhig schlafen?

Eigene Verantwortung endet nicht am Firmentor

Presseaussendungen - 1 März, 2013
Wien – Anlässlich der heutigen Bilanzlegung des steirischen Anlagenbauers Andritz AG übt Greenpeace scharfe Kritik an der Konzernpolitik. Das Unternehmen ist an zahlreichen umstrittenen Projekten beteiligt, die beispielsweise zu – oft illegalem – Raubbau an Regenwäldern führen oder Megastaudämme, die mit Völker-Vertreibung und massiver Umweltzerstörung einhergehen, wie etwa der Ilisu-Staudamm in der Türkei oder das Projekt Belo Monte in Brasilien.

Jurrien Westerhof, Energiesprecher bei Greenpeace, kommentiert dies wie folgt:

„Herr Leitner, was würden Sie sagen, wenn jemand zu Ihnen in die Steiermark kommt und Sie kurzerhand enteignet? Was würden Sie sagen, wenn jemand kommt und Ihren Wald rodet? Was würden Sie sagen, wenn jemand kommt und Ihr Haus flutet? Wer sich an derart umstrittenen Projekten beteiligt, wie die Andritz AG, macht sich mitschuldig an den Folgen. Verantwortung zu zeigen bedeutet nicht, sich hinter Entscheidungen anderer zu verstecken, sondern diese für die Folgen des eigenen Handelns zu übernehmen. Herr Leitner,  Ihre Verantwortung endet nicht beim Eingangstor der Firmenzentrale in Graz, sondern erstreckt sich auch dorthin, wo Mensch und Natur zu Opfern Ihrer Entscheidungen werden. Wenn Sie wollen, dass die Andritz AG Aushängeschild statt Schandfleck der österreichischen Wirtschaft ist, müssen Sie sich aus Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzung zurückziehen.“

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