<rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"><channel><title>AT_Hanna Frontstage</title><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/</link><description>RSS-Feed zum Blog von Hanna Frontstage - Einblicke über den unermüdlichen Einsatz der Greenpeace MitarbeiterInnen und AktivistInnen auf der gesamten Welt, um diese für die nächsten Generationen ein Stückchen besser zu machen. </description><language>de-at</language><copyright>(c) 2013, Greenpeace</copyright><lastBuildDate>Wed, 22 May 2013 23:03:31 +0200</lastBuildDate><ttl>5</ttl><category>allgemein/atom/klima/konsum/meere/umweltgifte/urwälder</category><item><guid isPermaLink="false">0000a801-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/keine-asfinag-brtchen-fr-mich/blog/43009/</link><title>Keine Asfinag-Brötchen für mich</title><description>&lt;p&gt;Es ist ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch – herbstlich orange-rot verfärbte Blätter im Wiener Prater säumen die Brücke der Wiener Stadtautobahn A22. Über mir donnert der langsam vor sich hin stotternde Verkehr. Lastwagen an PKW, zähflüssig stauend, wie jeden Tag. Unter der Verkehrslawine düse ich auf meinem Fahrrad in dreifacher Geschwindigkeit dahin und kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Wahre Freiheit gibt’s eben doch nur am Fahrradsattel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich will zur Pressekonferenz der Asfinag – die in ihrer Aussendung verheißungsvoll ankündigte, alle Bedenken von Umweltschützern und Experten zu ihrer geplanten S1 - "Lobau-Autobahn" aus dem Wege zu räumen. Darauf bin ich besonders gespannt – und den PK-Brötchen werde ich entsagen – nehme ich mir schon im Vorfeld vor.&amp;nbsp;Im dritten Stock der Asfinag Hauptzentrale, gleich neben der dröhnenden Südosttangente gelegen, haben sich zwanzig Journalisten und Asfinag-Angestellte eingefunden. Asfinag Vorstandsdirektor Schedl begrüßt und leitet ein, Geschäftsführer DI Walcher, führt in kärntnerischer Manier weiter aus und Abteilungsleiter DI Honeger deklamiert über Bürgerbeteiligung und Anrainerbedenken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf die kritischen Expertengutachten, die montags zuvor von Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen vorgelegt wurden, wird nicht eingegangen, daran müssen erst anwesende JournalistInnen erinnern. Geantwortet wird allerdings nur ausweichend. Schmähstad?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sämtliche Unterlagen zu diesem Wahnsinnsprojekt finden sich in sechs großen aneinandergereihten Kisten ebenfalls im Raum – vielleicht hätte da nochmals tiefer in den Unterlagen gewühlt werden sollen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fest steht also: Frühestens 2025 wäre die S1 - Lobauautobahn mit Untertunnelung durch den Nationalpark Donauauen fertig. Die Kosten (hochundheiligversprochen) bleiben bei 1,8 Milliarden Euro (Steuergeld). Baubeginn 2014. Für den Raum Groß-Enzersdorf wird mit einer Entlastung von 5000 Fahrzeugen gerechnet, für den Bezirksteil Breitenlee immerhin eine 30% ige Verkehrsentlastung erwartet. Der Anrainerverkehr soll aber eh nicht ins Zentrum gezogen werden. Für wen wird eigentlich gebaut? Ich erkenne keine himmelhochjauchzenden Entlastungsprognosen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kritikpunkte also:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Verkehrsprognosen für Österreich im Jahr 2025 zeigen, dass der Auto- und Lkw-Verkehr stagnieren wird – Grund: steigende Benzinkosten, anfallende Mautgebühren. (siehe VCÖ)&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Enorm hohe Kosten auf Steuerzahlerbasis für dieses Projekt – Kritiker sprechen von drei Milliarden Euro, einer Summe, die für Sozial- und Umweltprojekte viel sinnvoller eingesetzt werden könnte.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Arbeitsplätze werden verhältnismäßig wenige geschaffen – dadurch ist der wirtschaftliche Nutzen relativ gering, wie von einer IHS-Studie untermauert wird.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Das Grundwasservorkommen im Nationalpark Donauauen, welches als Notfallswasserversorgung für Wien verwendet wird, wird in Mitleidenschaft gezogen und ein ganzer Nationalpark aufs Spiel gesetzt.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Der geplante Autobahnbau führt die Klima- und Energieziele Österreichs ad absurdum.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ist mir auch gänzlich der Appetit auf die Asfinag-Brötchen vergangen.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Thu, 15 Nov 2012 14:13:00 +0100</pubDate><category>klima</category><dc:creator>hschwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">0000a50a-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/zum-sechsten-mal-rasen-am-ring/blog/42250/</link><title>Zum sechsten Mal Rasen am Ring</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach sechs Mal Rasen am Ring – mit geschätzten 10.000 Gästen die flanierend, staunend, genießend und erfreut den autofreien Ring &amp;nbsp;besuchten, frage ich mich – was war das Neue, das Unbekannte dieses Mal und was lernen wir daraus?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu ein kleines Zahlenspiel:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;#RaR12 – hatte zum ersten Mal ein Hashtag! - Den sollten wir im Vorfeld allerdings schon ankündigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;RaR12 – war Flächenmäßig zwei Mal so groß, wie noch 2010 und 2011. – Von der Operngasse am Karlsplatz bis vors Parlament, was einem Fünftel des Wiener Rings entsprach.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;RaR12 – wartete mit drei Getränkeständen und vier kulinarischen Verwöhnpunkten auf. Engpässe gabs keine, aber ein paar warme Getränke wären ein Hit gewesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;RaR12 – mit fünf Mal spannender Interaktion für Jung &amp;amp; Alt – Spezialräder-Sonderkonstruktionen, dem Kinderradgeschicklichkeitsparcours, dem Kinderzirkus, einer Podiumsdiskussion und einer kleinen Sandkiste. – immer wieder toll, was Mensch da ausprobieren kann!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;RaR12 – belebte mit sechs Musikgruppen den Opernring (GoschArt, Zaubernuss, Kristianix – Lenz &amp;amp; Friendz, Federspiel, Jazz-Trio und der Musikarbeiterinnenkapelle) - natürlich gratis, für die Sache an sich – danke euch allen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Punkte sieben bis zwölf sind weniger spannend, deshalb lass ich sie aus.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber: Dreizehn Stunden lang ein Autofreier Ring - &amp;nbsp;ist ein deutliches Zeichen, in welche Richtung es weitergehen sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Organisationen, die schließlich den Ring verzauberten und dieser Prachtstraße ihren eigentlichen Zweck bescheinigten – nämlich für die Menschen da zu sein – waren ganze vierzehn an der Zahl! &lt;em&gt;IGFahrrad, &amp;nbsp;Argus, der BikeKitchen, Lastenradkollektiv und der WUK Fahrradselbsthilfewerkstätte, Klimabündnis, Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs, Arge Schöpfung, Agenda21, BI Rettet die Lobau, Jugend-Umwelt-Plattform JUMP, Guerilla Gardening Wien, VIRUS und Greenpeace.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit vereinten Kräften fordern wir am Autofreien Tag,&amp;nbsp;Straßenflächen wie diese zu Autofreien Zonen umzuwandeln - die Verzauberung der Ringstraße in eine Grünoase zeigt was möglich ist. 80 Prozent der Straßenflächen in Wien stehen dem Auto zur Verfügung, auf den restlichen 20 Prozent zwängen sich FußgängerInnen, RadfahrerInnen, Busse und Straßenbahnen. Ist das eine gerechte Verteilung für unser aller Bestes? Nein sagt unsere Plattform &lt;a href="http://www.autofreiestadt.at" target="_blank"&gt;www.autofreiestadt.at&lt;/a&gt; dazu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für unsere Zukunft, unsere Kinder und unsere Lebensqualität wünschen wir uns eine massive Förderung der alternativen Mobilität! Und was könnten wir nicht alles mit den horrenden Geldsummen anfangen, die in Autobahnprojekte gesteckt werden, ala Lobauautobahn! Von sozialen Maßnahmen, über Umweltmaßnahmen, den Ausbau des öffentlichen Schienennetzes, Radwegausbau,.. Ich gerate ins Schwärmen, wenn ich daran denke, was damit alles möglich wäre. Schließlich hinterfragen wir auch, warum Spritfressende Dienstwagen noch immer eine steuerliche Begünstigung erhalten?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Zeit fürs Umdenken ist gekommen. Wien kann auch Innsbruck werden – wo beschwingte 28 Prozent ihre täglichen Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Oder ist Wien doch eine alpine Hochgebirgsstadt, wo nur 6 Prozent das Rad benützen können?&amp;nbsp;Nach Rasen am Ring spielen wir nun den Ball weiter an unsere Stadtpolitik, die gefordert ist, den öffentlichen Raum auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Mon, 24 Sep 2012 10:28:00 +0200</pubDate><category>allgemein</category><category>klima</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">0000a47b-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/es-ist-wichtig-vor-ort-aktiv-zu-werden/blog/42107/</link><title>Es ist wichtig vor Ort aktiv zu werden</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;… dachte sich Ina, Greenpeace Aktivistin aus Wien und ließ kurzerhand Arbeit und Studium in Wien liegen und begab sich direkt nach Russland, nach Moskau zur Zentrale vom russischen Energieriesen &amp;nbsp;Gazprom. Denn Gazprom wartet mit seiner Ölplattform in der Arktis nur darauf, endlich bohren zu können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ina ist der Schutz der Arktis extrem wichtig, genauso wichtig wie den über 1,7 Millionen weltweiter ArktisretterInnen, die &lt;a href="http://www.savethearctic.org"&gt;die Arktis-Petition unterzeichnet&lt;/a&gt; haben. Doch das alleine reichte Ina nicht. Untätig zu bleiben, während der Lebensraum Arktis schwindet und von der Profitgier internationaler Ölkonzerne gefährdet wird, wurde für Ina unerträglich. Ihr war das gewisse Risiko bewusst, worauf sie sich bei einer Aktion in Russland einließ – Wochen zuvor blickte die ganze Welt schon dorthin, als dort die Musikband „Pussy Riot“ zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit einer internationalen, gewaltlosen Aktion versuchten Ina und sechzehn weitere AktivistInnen samt zwei Eisbären vor dem Gazprom-Gebäude auf die Gefährdung der Arktis aufmerksam zu machen. Als die Gazprom Sicherheitsleute und Gazprom-Bosse die gelben Aktionsjacken sahen, waren sie sich einig - sie wollten nichts lieber, als Greenpeace sofort verschwinden zu lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie stürzten auf die Aktivisten zu, zerrten an ihren Ketten, mit denen sie sich an Zäune gebunden hatten und packten kurzerhand ihre großen Beißzangen aus, um die Ketten zu zerschneiden. Vielleicht war es den Bossen auch peinlich, dass sie so plötzlich im medialen Rampenlicht erschienen. Denn mit einem Schlag waren sämtliche Medien und selbst eine Auslandskorrespondentin des ORF zugegen –&lt;a href="http://tvthek.orf.at/programs/1225-ZIB-24/episodes/4601535-ZIB-24" target="_blank"&gt;die folgenden schönen Beitrag für die ZIB24 zusammenstellte.&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach langen Stunden für Gazprom kam die von ihnen herbeigerufene russische Polizei – mit mürrischem Gesicht, um die AktivistInnen zu räumen und zum ersten Mal in ihrem Polizeidasein auch zwei Eisbären zu verhaften. Als jedoch ein Eisbär nicht ins Polizeiauto hineinpasste, musste selbst der mürrischste Polizist sein Gesicht verziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was dann passierte, war nicht nur für Ina überraschend. Die übliche Befragung der Polizei. Doch auf die Frage welche Sprache denn in „Austria“ gesprochen wurde, und welche Dolmetscherin man Ina zukommen lassen sollte, herrschte plötzlich betretenes Schweigen. Nachdem sie es mit einer australischen Übersetzerin versucht hatten, meinte Ina trocken, dass „german“ auch ginge.&amp;nbsp; Von der Polizeistation ging es weiter vor Gericht – da ergoss sich ein russischer Sermon über russische Gesetztestexte über Ina, der ihr mit Händen und Füßen erläutert wurde. Doch schon ergriff die kleine, energische, blonde Greenpeace-Anwältin das Wort und redete so eindringlich und energisch auf Gericht und die russischen Polizisten mit all ihren Abzeichen ein, dass diese wie schüchterne Schuljungen nichts mehr erwidern konnten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der bemerkenswerten Mut sich friedlich für den Schutz der Arktis auszusprechen, kann vor Gericht nicht eingeklagt werden. Ohne den Mut von AktivistInnen wie Ina, die sich ganz &amp;nbsp;aktiv für etwas einsetzen, könnte Greenpeace ebenfalls nichts ausrichten. Greenpeace braucht diese AktivistInnen – für euren Einsatz wollen wir uns ganz ganz herzlich bedanken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.savethearctic.org"&gt;Unterzeichnet bitte ebenfalls die Arktis-Petition&lt;/a&gt; - wenn ihrs noch nicht gemacht habt!&lt;/p&gt;</description><pubDate>Thu, 13 Sep 2012 18:04:00 +0200</pubDate><category>klima</category><category>meere</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">0000a2fb-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/beit-er/blog/41723/</link><title>Beißt er?</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Darf man den streicheln?“, „beißt der eh nicht“?, oder auch – „woher kommt der denn? – aus dem Zirkus oder dem Zoo?“Aber die Frage, die heute den Vogel abschoss, war zweifelsohne die Frage, wer denn den Eisbär geschossen hätte, dass der jetzt da bei uns stehe.&amp;nbsp;Ja, richtig, in Salzburg ist die Jagd (noch ) Thema, und ein Eisbär kann ja nur eine Trophäe sein. Oder doch nicht?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was, wenn der Eisbär nur symbolisch bei uns zu Besuch wäre und für etwas viel größeres stünde? Der Eisbär ist nämlich nur eine perfekte Konstruktion aus Gummi, Synthetikfell, einer kleinen Kamera im Nasenloch und schwarzem Schaumstoff. Zu zweit steckt man in diesem Theater-Kostüm, gebückt, schwitzend und angestrengt und setzt vorsichtig Pelztatze an Pelztatze und nimmt die Außenwelt nur über einen kleinen Bildschirm wahr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So wackelt die Eisbärin Paula dann durch die Gegend, hält traurig ihren Kopf schief, schnüffelt herum und blickt mit schwarzen Augen in einen doch ganz anderen Lebensraum. Keine Eisschollen, kein Robben, schon gar keine Walrösser!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gefährdung ihres Lebensraumes Arktis&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Eisbärin Paula hat mit uns Salzburg besucht, um in der Stadt des Walzers, der Mozartkugeln und der Festspiele den Touristen auch mal die andere Seite der schillernden Medaille zu zeigen. Denn während ich im Inneren der Paula so richtig zu schwitzen beginne – schmelzen auch die Eismassen der Arktis im Sommer stärker denn je weg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In 20 Jahren könnte die Arktis eisfrei sein. Und deshalb wird heute schon in diesem einzigartigen Ökosystem nach den letzten großen Schätzen unserer Welt gegraben. Erdöl. Allen voran der Ölkonzern Shell. Und setzt damit diesen Lebensraum von Indigenen Menschen, Tieren und Pflanzen aufs Spiel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Stopp Shell!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um Shell zu stoppen und den Lebensraum Arktis zu bewahren braucht es ein internationales Schutzgebiet – und das fordert Greenpeace gemeinsam mit über einer Million Menschen weltweit. Und so erzählen wir das dann auch den Touristen, den Pfadfindern, Pensionisten und Salzburgern, die uns am Residenzplatz fast umwerfen, weil sie alle ein Foto mit Paula in Pose schießen wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da wird zaghaft der Kopf des Eisbären gestreichelt – vorsichtig, man weiß ja doch nicht so genau, und anerkennend auf den großen Eisbärenhintern geklopft. Wir zwei AktivistInnen im „Bauch der Paula“ spüren die Tätscheleien in unserer gebückten Haltung auf Armen, Rücken und Beinen, sodass der Schweiß schließlich aus jeder einzelnen Pore tropft. Heimlich revanchieren wir uns dann mit einem plötzlichen bedrohlichen Heben des massigen Eisbärkopfes, der die Leute verlegen zurückschrecken lässt. Was, wenn Paula doch ein bisschen echt ist?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Macht mit!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist sie nicht, aber die Bedrohung ihres Lebensraumes ist es. Deshalb bin ich nun zur Arktisretterin geworden, in die Haut eines Eisbären geschlüpft und hab natürlich auch schon allen Freunden gesagt, sie mögen doch unsere weltweite Petition für ein Arktis Schutzgebiet unterschreiben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Habt ihr das auch schon gemacht?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.schuetztdiearktis.at" target="_blank"&gt;www.schuetztdiearktis.at&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.savethearctic.com" target="_blank"&gt;www.savethearctic.com&lt;/a&gt; und weitersagen nicht vergessen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.greenpeace.org/austria/de/themen/klima/was-wir-tun/schuetzt-die-arktis/?utm_source=web&amp;amp;utm_campaign=savethearctic" target="_blank"&gt;Hintergrundinformationen findet ihr hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Fri, 10 Aug 2012 12:10:00 +0200</pubDate><category>klima</category><category>meere</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009fcc-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/atomer-nem-ksznm/blog/40908/</link><title>Atomerö - nem köszönöm!</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viktor Orbán besucht Wien. Zeit für einen Greenpeace-Protest, um dem werten Staatsherren auszurichten, dass wir das überhaupt nicht gut finden, was er mit dem Atomkraftwerk seines Landes vor hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses, anstatt es abzuschalten, und die notwendigen Lehren aus Fukushima zu ziehen, nämlich auszubauen! Das, obwohl Ungarn doch soo großes Potenzial hätte zur sauberen Energieversorgung mit Windkraft, Geothermie und Biomasse. Und das, obwohl bei den Stresstests zahlreiche Sicherheitsmängel im AKW Páks festgestellt worden sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch könnte man Viktor Orbán noch wegen vieler anderer Dinge kritisieren, all das was in Ungarn im Moment mehr als nur schief läuft - doch jetzt gehts uns vor allem darum,&amp;nbsp;Bundeskanzler Werner Faymann und Außenminister Michael Spindelegger  anzuspornen, gegen die geplante Laufzeitverlängerung und den Ausbau des  ungarischen Atomkraftwerks Paks aufzutreten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Atomkraft - nein danke, werte Herren Spindelegger &amp;amp; Faymann, ist auch ganz leicht und angenehm kurz auf ungarisch auszusprechen: "Atomerö - nem köszönöm!"&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Versuchen Sie´s doch bitteschön! -&amp;nbsp;&lt;em&gt;&lt;span class="lang" lang="hu" xml:lang="hu"&gt;Kezét csókolom.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Tue, 12 Jun 2012 16:14:00 +0200</pubDate><category>atom</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009eaa-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/bottom-up-change-tomorrow-today/blog/40618/</link><title>Bottom up!!! Change tomorrow today!*</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schon mal was von den Erdgesprächen gehört? Vielleicht sogar schon dabei gewesen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Denn darum geht’s: Dabeisein, die Nase vorne haben, seine Stimme zu erheben und nachzudenken – über die Dinge, die man tut. Jede und Jeder hat die Power etwas zu tun und zu ändern und die Welt zum Besseren verändern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Angie Rattay lebt uns das vor. Und hatte deshalb die Idee zu den Erdgesprächen – wo Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen zusammenkommen, weil sie etwas ändern wollen. &amp;nbsp;Die ersten Erdgespräche vor fünf Jahren waren eine kleine „Miniaktion mit 150 Menschen in einem Hinterhof im ersten Bezirk“. &amp;nbsp;Fünf Jahre später werden über 700 Menschen in der Wiener Hofburg erwartet, die den Ideen, Erzählungen und persönlichen Einsätzen von Bianca Jagger, Stefan Rahmstorf, Mike Edwards und Mohamed &amp;nbsp;Nasheed zum Wohle der Erde gespannt folgen und sich anstecken lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Ich hatte einfach von soo vielen spannenden Menschen gehört, die was ändern wollten, dass ich mir dachte ich muss diese Menschen zusammenbringen und daraus sind die Erdgespräche entstanden“, lacht Angie, die Netzwerkerin und Organisatorin verschmitzt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihren sprühenden Idealismus und Optimismus zur Veränderung hat die 34jährige ihren Eltern zu verdanken. Schlüsselerlebnis und Erwachen ihres Umweltschutzbestrebens war aber Tschernobyl. Als Achtjährige fragte sie sich damals, ob sie je wieder Milch trinken dürfe. Heute fragt sie sich, weshalb die Menschen so ein Minderwertigkeitsgefühl haben, zu glauben, sie könnten nichts ändern. „Es ist Gift für unsere Gesellschaft, zu sagen, wenn andere das nicht tun, dann mach ich auch nichts!“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gerade deshalb ist ihr der „bottom up“-Ansatz so wichtig. Das bedeutet für sie, das Selbstbewusstsein der Menschen zu stärken und aufzuzeigen, welche Aktivitäten aus der Zivilgesellschaft entstehen können. Deshalb auch Thema ihrer Erdgespräche 2012.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese organisiert sie ehrenamtlich in circa 1000 Stunden Vorbereitungszeit. Nicht ganz alleine – aber fast. Zu viert wird im Team der Event vorbereitet, mit 40 Volunteers dann der Abend bestritten. Heuer gibt es als Draufgabe zusätzlich noch einen Livestream der Veranstaltung, sowie ein Side-Event-Programm, das sich sehen lassen kann. Von Bio-Picknick über Traumwandertage, Workshops und ein Abschlussfest.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Denn: Change tomorrow today!* (Leitspruch von Neongreen Networks)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke Angie, dass du uns das so toll vorlebst! Wir freuen uns auf deine Erdgespräche2012.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ach ja, wann!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am &lt;a href="http://www.erdgespraeche.net/home" target="_blank"&gt;DO, 31.Mai 17Uhr – 23:30 in der Wiener Hofburg&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Side-Events: &lt;a href="http://www.erdgespraeche.net/home" target="_blank"&gt;www.erdgespräche.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Thu, 24 May 2012 16:19:00 +0200</pubDate><category>klima</category><category>konsum</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009e54-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/freezmob-quickie-al-fete-blanche/blog/40532/</link><title>Freezmob-Quickie alá Fete Blanche</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer sich gestern &amp;nbsp;nachmittags im Museumsquartier auf eine „Latte“ oder einen „Kaiserspritzer“ getroffen hatte, wunderte sich vielleicht über all die komischen in weiß gekleideten Leute, die plötzlich und scheinbar völlig grundlos in ihrer Bewegung erstarrten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dem war natürlich nicht so. Motto: „Freezmob zur Rettung des Eisbärens, der Eisschollen und der Arktis“- zum Tag der Artenvielfalt am 22.5.2012. Für mich wars das erste Mal: Fete Blanche, als auch Freezmob.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Plötzlich ertönte das Pfeifsignal und ich „fror“ als weiße „Eisscholle“ in Mitten des Museumsquartiers gemeinsam mit 50 anderen Personen ein, während drei wahrhaftige Eisbären um die erstarrten &amp;nbsp;Menschen trotteten. Das Motto – „ich möchte kein Eisbär sein!“ lag bei gefühlten 30Grad Hitze auf der Hand und sorgte für erstaunte Gesichtern bei all den Enzi-HockerInnen, Hipstern und Makava-Süfflern. Natürlich warens keine echten Eisbären – aber drei tapfere Aktivisten, die sich in die weißen Eisbären-Kostüme gezwängt hatten und die Leute bei Aperol-Spritz schockten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach fünf – viel zu kurzen Minuten – ertönte der Trillerpfiff – das Signal, dass das Leben im Museumsquartier wieder seinen gewohnten Lauf nehmen konnte, die in weiß gekleideten „Eisschollen“ lebten ihre Fete Blanché aus - nur die Eisbären, die starben ihren qualvollen Tod und stürzten theatralisch zu Boden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ohne Eis kein Lebensraum – und der ist nicht nur vom Klimawandel bedroht, sondern auch von skrupellose Konzernen wie Shell, die auf ihrer Suche nach den letzten Tröpfchen Erdöl selbst in höchst sensiblen Gebieten wie der Arktis bohren wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Idee für den Freezmob kam von &lt;a href=" http://www.inex.org" target="_blank"&gt;INEX Sustainability Challenge&lt;/a&gt; &amp;nbsp;(einem interdisziplinären Netzwerk im Feld der Bildung für Nachhaltige Entwicklung) – die gemeinsam mit Greenpeace dazu aufgerufen hatten. Gleichzeitig unterstützt es die internationale Greenpeace-Kampagne zum &lt;a href="http://www.greenpeace.org/austria/de/aktivwerden/Proteste/Petition/" target="_blank"&gt;Schutz der Arktis – „Save the Arctic&lt;/a&gt;“.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und – habt ihr &lt;a href="http://www.greenpeace.org/austria/de/aktivwerden/Proteste/Petition/" target="_blank"&gt;schon unterschrieben&lt;/a&gt;?&lt;/p&gt;</description><pubDate>Mon, 21 May 2012 15:57:00 +0200</pubDate><category>klima</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009d85-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/japan-hat-es-geschafft/blog/40325/</link><title>Japan hat es geschafft!</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach 42 Jahren ist in Japan kein Atomreaktor mehr am Netz. Die japanische Bevölkerung ist für diesen Atomausstieg und schafft es in bemerkenswertem Einsatz Strom zu sparen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Regierung kann nun die Gunst der Stunde nutzen und die Stromversorgung in Japan zur Gänze auf Erneuerbare Energien umstellen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach der Reaktor- und Tsunamikatastrophe in Fukushima war klar, dass kein Reaktor die Sicherheitsbestimmungen erfüllen könne.&amp;nbsp;Genauso schnell wie die Reaktoren heruntergefahren wurden, stieg die Protestbeteiligung der japanischen Bevölkerung für ein atomfreies Japan. Am Samstag gingen wieder 5.500 Menschen in Tokio auf die Straße und erteilten der Atomkraft eine klare Absage.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Japan bezieht nun seinen Strom aus einem Energiemix aus Erneuerbaren und fossilen Energien. Sie haben genau jetzt aber die unglaubliche Möglichkeit die Weichen in eine saubere Zukunft zu stellen.&amp;nbsp;Gesetzt den Fall sie lernt von der Vergangenheit und hört auf die Bevölkerung und ihre Wissenschafter. Bis jetzt schafft Japan es bravourös mit überzeugtem Stromsparen und gezielten Stromabschaltungen deutlich weniger Energie zu verwenden. Die Firma des zerstörten Reaktors in Fukushima – Tepco –bestätigt, dass Japan mit der notwendigen Energie versorgt werden könnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sollte es zu Stromengpässen in diesem Sommer kommen, dann hat die japanische Regierung versagt, den Stromverbrauch ordentlich zu planen und Ressourcen in den schnellen Ausbau von Erneuerbaren Energien zu stecken, erzählen uns unsere Kollegen von Greenpeace in Japan. Die japanische Bevölkerung wünscht sich nichts sehnlicheres, als offensichtliche Beweise der Regierung, dass sie sich endgültig von einem erneutem Hochfahren der Reaktoren verabschiedet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Warum will die Regierung nicht davon ablassen und gefährdet nach wie vor die Bevölkerung? Warum sollten sich die Menschen erneut auf solche Risiken einlassen, wo die Erinnerungen und Wunden von der letzten Katastrophe noch so frisch sind?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Atom-Lobby blickt beunruhigt nach Japan und ängstigt sich davor, dass Japan ganz gut ohne Atomstrom zurecht kommt. Das wäre nämlich eine klare Absage für diese teure Technologie und ein wunderbares Beispiel für alle anderen Länder der Erde, sich ein Beispiel an Japan zu nehmen. „Schaut her, es ist ganz einfach!, könnte Japan dann sagen und den zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und intelligenter Netze fördern.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Tue, 08 May 2012 11:47:00 +0200</pubDate><category>atom</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009cb1-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/desmatamento-zero-null-abholzung/blog/40113/</link><title>Desmatamento Zero - null Abholzung!!!</title><description>&lt;h4&gt;Manuel Marinelli &amp;nbsp;segelte &amp;nbsp;für die Amazonas-Kampagne ein Monat mit der Rainbow Warrior am Amazonas Fluss.&lt;/h4&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe ihn bei seinem Kurzaufenthalt in Wien getroffen und er hat mir von seinen Erfahrungen und Erlebnissen im Herzen des Amazonas erzählt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Du warst ein Monat an Bord der Rainbow Warrior – was hat diese Tour von den anderen Schiffstouren unterschieden?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;M: Besonders unterschiedlich war das Schiffsleben an Bord. Wir sahen grün statt blau, was sehr schön ist. Wir segelten auf einem Fluss und nicht am Meer und es waren sehr viel mehr Menschen an Bord als sonst, sodass die Leute am ganzen Schiff verteilt in Hängematten schliefen. Außerdem wird mal nicht nur englisch geredet, sondern portugiesisch. Oder man verständigt &amp;nbsp;sich mit Händen und Füßen.&amp;nbsp;Wir waren viel mehr draußen und gingen öfter an Land. Nachdem man ja direkt von Land umgeben ist, ist es leicht, irgendwohin zu fahren. Wir besuchten kleine Dörfer, Schulen, Städte zum Einkaufen, aber auch illegale Rodungen und flogen mit dem Greenpeace Flugzeug über den Regenwald.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie seid ihr von lokalen Leuten aufgenommen worden?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;M: Das war von Region zu Region sehr unterschiedlich! In Manaus – der letzten Hafenstadt flussaufwärts des Amazonas, die wie erreicht haben, waren die Leute sehr interessiert. Wir hatten irre viele Besucher an Bord – mehr als in New York. Bei den kleinen indigenen Gemeinden im Wald war bei unseren Besuchen immer hellauf Begeisterung. Greenpeace hatte in den letzten Jahren mitgeholfen, dort Schutzgebiet aufzustellen. Unser Schiff gibt ihnen Hoffnung. In Santarem – der Hochburg des Soja-Anbaus wars eher fraglich, wie sicher ein Landgang wäre…&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was war dein persönlicher Highlight in der Amazonaskampagne?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;M: Mein persönlicher Highlight war unser Besuch einer Schule mitten im Regenwald. Das war gewaltig schön - wo die kleinsten Kinder bis jungen Erwachsenen lernen, wie sie vernünftig mit dem Wald leben und diesen vermarkten können, ohne das sensible Ökosystem zu stören.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist das die Möglichkeit den Wald nachhaltig zu schützen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;M: Ich denke, dass die Menschen vor Ort immer der Schlüssel zum Schutze des Waldes sind. Im Wald ist das gleich wie bei den Meeren. Die großen Konzerne, die von irgendwoher kommen, haben keinen Bezug zum Wald. Sie holen sich das raus, was für sie wertvoll ist und walzen alles drum herum nieder. Die Einheimischen brauchen den Wald, aber sie brauchen ihn nicht zum Spazieren gehen und Aussicht genießen, sie leben vom Wald. Wenn der Wald weg ist, dann sterben sie. Dementsprechend gut passen sie drauf auf. Das ist das gleiche wie große Schleppnetzfischereien – die vor den kleinen Inseln des Pazifiks herumschippern. Die kleinen Fischer auf den Inseln verhungern…&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Haben die Leute vor Ort die Möglichkeit Einspruch zu erheben?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;M: Das ist der Knackpunkt. Der einzelne kleine Stamm ist winzig. Das sind Kommunen von 200 bis 300 Menschen. Eines der Greenpeace-Projekte war es, die Stämme zusammenzuführen. Diese einmal zu einer großen lauten Stimme zusmammenzutrommeln und ihnen eine hörbare Stimme zu geben, die sie dann in der Hauptstadt der Politik vorbringen können. So haben wir es auch bei den Pazifikinseln mit den Fischern gemacht. Das sind die einzigen Menschen, die wirklich auf ihren Wald aufpassen werden. Das ist der Schlüssel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als du mit dem Greenpeace Flugzeug mitgeflogen bist, wie wirkte der Regenwald von oben auf dich?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;M: Der Regenwald ist unglaublich, eine riesige Fläche wie das Meer, nur in einer anderen Farbe. Aus der Nähe kannst du einzelne, Mammutbäume erkennen, die zehn bis zwanzig Meter aus dem geschlossenen Blätterdach herausragen. Und dann siehst du plötzlich braune Kahlschläge, mit Autoreifenspuren und gefällten Baumstämmen. Da hast du dann den direkten Vergleich – so könnte es aussehen - und das ist wunderschön - und so wird’s aussehen – und das ist trauriger als alles andere!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Amazonas ist der Transport und die Anbauflächen billigst bis gratis. Bei der Größe Wald ist es schwierig diesen zu überwachen. In Brasilien gibt es keine Behörden, die das könnten – es steht nicht mal ein Flugzeug zu Verfügung. Greenpeace hat eines in Manaus von einem Millionär geschenkt bekommen, mit dem sie regelmäßig Überflüge machen zum Dokumentieren. Eine eigene Abteilung zeichnet und aktualisiert die Karten des Amazonas. Die Piloten erzählen, dass rund um die neugebauten Straßen (&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=d5_SX39p5bo" target="_blank"&gt;BR 163&lt;/a&gt;) im Wochentakt neue Löcher – großteils illegal – entstehen. Diese Löcher sind Rinderfarmen, binnen Kürze siedeln sich dann neue Schlachthöfe an, für kurze Transportwege und so wird immer mehr und mehr abgeholzt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihr habt auch illegale Waldrodungen besucht – was macht Greenpeace, wenn sie solche entdeckt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;M: Wenn wir von der Luft kahle Einschläge entdecken, werden die GPS Daten genommen und die Stelle am Landweg aufgesucht. Die Hölzer, die man dort findet, sind mit kleinen gelben Täfelchen markiert, mit einem Nummerncode, der gibt die Holzart an. Wir haben während der Amazonastour vier Plätze aufgesucht, an drei fanden wir auch Holz markiert, das auf der roten Liste steht. Davon haben wir dann die gelben Marken mitgenommen, ein paar Holzproben dazu und als „Crime“ markiert. Beim &lt;a href="http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=248562&amp;amp;b=1613" target="_blank"&gt;Umweltgipfel in Rio&lt;/a&gt; sollen diese Hölzer präsentiert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Denn in unserer Amazonas-Kampagne geht’s ja nicht nur um Waldschutz, es geht ganz besonders um Klimaschutz. Jetzt ist der Kipppunkt da, wenn weiter geholzt wird, dann ist alles vorbei. Dann kann der Regenwald nicht mehr seine Schutzfunktion als Lunge der Erde aufrecht erhalten. Das viele CO2 kann dann vom Wald nicht mehr gebunden werden. Deshalb brauchen wir unbedingt eine Null Abholzung – „&lt;a href="http://www.greenpeace.org/espana/es/Blog/en-vivo-enrdate-por-la-amazonia/blog/40077/" target="_blank"&gt;desmatamento zero&lt;/a&gt;“ wie es im portugiesischen heißt.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Wed, 25 Apr 2012 10:25:00 +0200</pubDate><category>urwälder</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009c6d-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/belo-monte-schnster-berg-und-grtes-unrechtspr/blog/40045/</link><title>Belo Monte – schönster Berg und größtes Unrechtsprojekt</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Belo Monte bedeutet im portugiesischen schöner Berg – und hat mittlerweile eine völlig andere Tragweite erlangt. Belo Monte ist Inbegriff für ein Wahnsinns-Unrechtsprojekt. Ein Projekt, das auf weltweit größten Widerstand und Kritik stößt und die brasilianische Legislative in ein Meinungs-Karussell verwandelt. Ein Projekt, das auch beschämende österreichische Beteiligung erfährt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h4&gt;Jahrelanger Widerstand&lt;/h4&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Belo Monte soll das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt werden. Dazu müssten 400.000 Hektar Land überschwemmt und mindestens 20.000 Menschen umgesiedelt werden. Seit 20 Jahren gibt es deshalb heftigen Widerstand von Indigenen Gruppen, örtlichen Gemeinden, Umweltgruppen und dem &lt;a href="http://plattformbelomonte.blogspot.com/" target="_blank"&gt;österreichischen Bischof Erwin Kräutler&lt;/a&gt;, der seit langem in Brasilien tätig ist. Der ehemalige brasilianische Präsident Lula da Silva versprach sich aus dem Staudamm billigsten Strom, der den Armen seines Landes zur Verfügung gestellt werden sollte. Kritische Stimmen sprechen davon, dass dieser billige Strom wohl eher großen Konzernen zu günstigen Bedingungen zu Gute kommen solle. Die jetzige Präsidentin Dilma Rousseff bewilligte schließlich nach einem langen umstrittenen und respektlosen Prozess das Staudammprojekt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h4&gt;Greenpeace dokumentiert Zerstörung&lt;/h4&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den Bauarbeiten waren damit Türe und Tore geöffnet. Die aktuellen Koordinaten: -3.132119-51.776463. Bis jetzt gab es keine Dokumentation und keine Bilder über die Eingriffe mitten im Amazonas Regenwald. Greenpeace nutzte die Gelegenheit während der &lt;a href="http://www.greenpeace.org/austria/de/multimedia/Fotos/Urwaelder/Rainbow-Warrior---Reise-durch-den-Amazonas1/"&gt;Amazonas-Schiffstour&lt;/a&gt;, mitten ins Herz des Amazonas-Regenwaldes, um den vorangeschrittenen Bauprozess und die Tragweite der Zerstörung bildlich festzuhalten. Greenpeace Brasilien unterstützt lokale Widerstandsgruppen und setzt sich auf politischer Ebene für eine &lt;a href="http://www.greenpeace.org/austria/de/themen/urwaelder/was-wir-tun/politische-arbeit/" target="_blank"&gt;Null-Abholzung (Zero-Deforestation)&lt;/a&gt; im Amazonasgebiet ein.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h4&gt;Österreichische Beteiligung durch die Andritz AG&lt;/h4&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Keine schönen Ansichten zeigen diese Bilder. Was aber sagt das österreichische Unternehmen - die Andritz AG dazu, dass sich seine Beteiligung an diesem Projekt noch immer nicht ausreden lässt? „Man verstöße gegen keine brasilianischen Umweltrichtlinien, darum wolle man an einer Beteiligung festhalten.“ Dr. Wolfgang Leitner, Geschäftsführer der Andritz AG.&amp;nbsp;Die Andritz AG beteiligt sich in einem Konsortium mit zwei weiteren europäischen Unternehmen an Belo Monte, eine ähnliche Vorgehensweise wie beim umstrittenen &lt;a href="http://www.stopilisu.com/front_content.php" target="_blank"&gt;Ilisu-Staudamm-Projekt&lt;/a&gt; in der Türkei.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h4&gt;Projektauswirkungen des Belo Monte-Staudamms&lt;/h4&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Quelle: &lt;a href="http://m-h-s.org/ilisu/upload/PDF/2012/Fact_Sheet_Andritz_neu_Februar_2012.pdf" target="_blank"&gt;Factsheet ECA-Watch Österreich&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Für den Bau des 11 GW-Kraftwerks soll am Rio Xingu mehr Erde umgedreht werden als beim Bau des Panama-Kanals notwendig gewesen war.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Die Wasserführung des Flusses ist sehr unbeständig, wodurch die Nennleistung des Kraftwerks nur wenige Monate im Jahr erbracht werden könnte. Damit das Projekt dennoch wirtschaftlich ist, müssten drei weitere Staustufen stromaufwärts gebaut werden.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Die einzigartige ca. 100 km lange „Volta Grande“ (Große Schleife) des Xingu, an der der Staudamm errichtet werden soll, ist ökologisch äußerst wertvoll mit Wasserfällen, natürlichen Kanälen und Stromschnellen. Der Fluss würde viel weniger Wasser führen und vor allem seine saisonalen Pegelschwankungen einbüßen. Die davon abhängige spezifische Artenvielfalt ginge weitgehend und unwiederbringlich verloren.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Über 4000 km2 Land würden geflutet. 200 Millionen m² Erde müssten ausgehoben werden, mehr als beim Bau des Panama-Kanals. Sowohl in den überfluteten als auch in den von Austrocknung bedrohten Gebieten am Unterlauf wird Regenwald unwiederbringlich zerstört.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Mehr als 900 verschiedene Fischarten werden in dem betroffenen Gebiet vermutet. Mehr als einhundert Arten könnten durch den Bau für immer verloren gehen.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Wegen der Umleitung des Wassers wäre auch der weltweit größte Schildkröten-Brutplatz vom Staudammprojekt betroffen. Jedes Jahr legen dort rund 30.000 Schildkröten ihre Eier ab.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Entlang des Rio Xingu leben über tausende indigene Menschen, die direkt vom Belo Monte-Projekt betroffen wären. Insgesamt müssten ca. 20.000 bis 40.000 Menschen umgesiedelt werden.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Negative Erfahrungen aus anderen gigantischen Staudamm-Projekten, wie die unwiederbringliche Zerstörung von Lebensraum und -grundlagen, von traditionellen Gemeinschaften durch Umsiedlungen, die Beeinträchtigung der Gesundheit durch veränderte Naturphänomene (z.B. Zunahme an Insekten), unzureichende oder keine Entschädigungszahlungen für die Betroffenen, u.v.m., bleiben unberücksichtigt.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;li&gt;Die Argumentation „Wasserenergie ist saubere Energie“, stimmt bei Staudämmen in den Tropennicht: durch Fäulnisprozesse in den überfluteten Regionen würden Unmengen an klimaschädigendem Methangas freigesetzt. Investitionen in alternative Energieträger wie Windkraft und Sonnenenergie wurden nicht in Erwägung gezogen.&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/ul&gt;</description><pubDate>Thu, 19 Apr 2012 13:41:00 +0200</pubDate><category>urwälder</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009c6a-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/greenpeace-beim-vienna-city-marathon-2012/blog/40042/</link><title>Greenpeace beim Vienna City Marathon 2012</title><description>&lt;p&gt;Gleich vorweg – ich bin stolz auf unsere Laufgruppe und das Freiwilligen-Team von Wien – neben den „flotten Sprotten“, „fidelen Makrelen“, „endorphinen Sardinen“, „intellektuellen Sardellen“, „echten Hechten“, „krassen Brassen“ und „flinken Flundern“ - gemeinsam sind wir nämlich persönliche Bestzeit gelaufen: 2 Stunden und 35 Minuten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h4&gt;Unterstützung der Fisch-Kampagne&lt;/h4&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schnell sind dadurch Muskelkater und Blasen vergessen und auch die Vorbereitungszeit entlohnt, die vom Team Wien geleistet wurde. Allem voran aber stand die Entscheidung, beim diesjährigen Lauf die Fisch-Kampagne zu unterstützen, die nahezu druckfrisch den &lt;a href="http://www.greenpeace.org/austria/de/multimedia/Publikationen/ratgeber/fisch-ratgeber/#a0" target="_blank"&gt;aktuellen Fisch-Ratgeber&lt;/a&gt; herausgebracht hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h4&gt;Bewusster Fischkonsum&lt;/h4&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diesen wollten wir ebenso unter die Menschen bringen, wie das Bewusstsein, wie wichtig es ist, bewusst Fisch zu konsumieren. Denn nicht nur um den Fisch in Europa ist es schlecht bestellt. Unsere Fische befinden sich in Seenot – und gleichzeitig mit ihnen auch die lokalen Fischer, die seit jeher ihren Lebensunterhalt für die ganze Familie aus dem Meer beziehen. Das gilt besonders für kleine Fischer aus Westafrika.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Fischer müssen mit ihren Pirogen, ihren kleinen, wackeligen Booten, immer weiter und weiter hinaus aufs offene Meer – oft tagelang – um das bisschen an Fisch zu fangen, was noch übrig ist. Die Fischer setzen dabei ihr Leben aufs Spiel!&amp;nbsp;Sie sind auf der Suche nach dem restlichen Fisch, übrig gelassen von den riesigen schwimmenden Fischfabriken aus Europa, die mit ihren Riesennetzen die westafrikanische Küste leerfischen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir können aber Zeichen setzen und der europäischen Fischindustrie klar machen: Diese Plünderung wollen wir nicht, diesen Fisch wollen wir nicht! Und greifen kurzerhand zu nachhaltig gefangenem Fisch oder einheimischen Fischarten, wie Forelle, Saibling und Karpfen – aus Biozucht!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Laufend Fische retten“ – schrieben wir deshalb auf unser Banner - und uns ins Bewusstsein.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Thu, 19 Apr 2012 13:27:00 +0200</pubDate><comments>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/greenpeace-beim-vienna-city-marathon-2012/blog/40042/#comments-holder</comments><category>meere</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009b7d-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/paris-im-wahlkampf-und-antiatomkraft-fieber/blog/39805/</link><title>Paris im Wahlkampf- und Antiatomkraft-Fieber</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Paris werden heute 10 000 Antiatomkraft-AktivistInnen erwartet, um Nicolas Sarkozy, François Bayrou und François Hollande und all jenen, die für das Präsidentenamt kandidieren, zu zeigen, dass sie mit der Energiestrategie Frankreichs nicht einverstanden sind und den Ausstieg aus der Nuklearenergie fordern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Greenpeace-Tour durch Frankreich&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist der feierliche Abschluss einer riesigen und energetischen Tour der &lt;a href="http://liberons-energie.fr/" target="_blank"&gt;Plattform „Liberons’lé énergie“&lt;/a&gt; – Freie Energie für Frankreich – die zwei Monate quer durch Frankreich tourten. Denn&amp;nbsp;Frankreich wählt am 22.April einen neuen Präsidenten – und der "Atomausstieg" soll ein Wahlkampfthema werden. Zigtausend Menschen traten in Nantes, Bordeaux, Toulouse, Montpelier, Marseilles, Lyon und Strasbourg gemeinsam mit Hunderten lokaler Organisationen auf, veranstalteten Menschenketten und menschliche Banner und forderten eine Energiewende und den Ausstieg aus der Kernenergie. Ab sofort.&lt;a href="http://www.greenpeace.org/austria/de/News/frontstage/librons-lnergie/blog/39108/" target="_blank"&gt; In Straßburg war ich mit dabei&lt;/a&gt;, neben SchweizerInnen und Deutschen, die ebenfalls enthusiastisch forderten, sich an ihrem Atomausstieg ein Beispiel zu nehmen. Jammerschade finde ich, dass ich jetzt gerade in Paris zum würdevollen bombastischen Abschluss nicht dabei sein kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Die Geschichte von zivilem Widerstand&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dennoch möchte ich euch davon erzählen, es ist die Geschichte von zivilem Widerstand, der sich nicht so leicht damit abgefunden hat, dass die Präsidentschaftskandidaten das Thema Energie, nicht in ihren Wahlkampf hatten aufnehmen wollen.&amp;nbsp;Die Gegnerschaft von Atomenergie war nach der Atomkatastrophe von Fukushima in dem Land, das stark pro Nuklearkraft eingestellt war, gewachsen - &amp;nbsp;und wurde Tag für Tag lauter. Zahllose öffentliche Demonstrationen wurden auf die Beine gestellt. Waren es im Oktober 2011 an die &amp;nbsp;20.000 Menschen, die in Rennes (Nordwestfrankreich) gegen Atomkraft protestierten, gingen am Jahrestag von Fukushima bereits 60.000 Leute in einer Menschenkette in der Nähe von Lyon auf die Straße.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Greenpeace-Aktion in zwei AKW&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Greenpeace zeigte in einer eindrucksvollen Aktion in zwei französischen Atomkraftwerken auf, wie einfach es sei, die Sicherheitsmaßnahmen zu Durchbrechen und in ein AKW einzudringen. Die Aktion beeindruckte nicht nur uns, sonder hinterließ ein gehöriges Echo in der Medienwelt. Die franz. Nuklearsicherheitsbehörde ASN, als auch der Finanzgerichtshof wurden skeptischer und zeigten die steigenden Kosten sowie die Unklarheit der tatsächlichen Kosten der Nuklearenergie auf und untermauerten damit das Greenpeace Argument.&lt;a href="http://www.greenpeace.org/austria/de/themen/atom/probleme/atomunfaelle/" target="_blank"&gt; Es gibt keine sichere Atomkraft!&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Atomkraft ein Wahlkampfthema&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dadurch wurde das Thema Atomkraft endlich ein Wahlkampfthema. Jeder Kandidat bezog Position zur Nutzung von Atomenergie und der Energiewende. Alle jedoch ungenügend. Sarkozy bleibt erklärter Anhänger der Atomkraft, Hollande würde von 75% auf 50% bis 2025 reduzieren und die zwei Reaktoren in Fessenheim abschalten – allerdings nur diese zwei. Melanchon von der Linskpartei möchte eine Volksabstimmung zu Atomenergie nach dem Wahlkampf. Einzig die grüne Kandidatin Eva Joly und Philippe Poutou von der Antikapitalistischen Partei sprechen sich für einen Atomausstieg aus – Meinungsumfragen geben ihnen allerdings nicht mehr als 1-2 Prozent. Bleibt also nur mehr die Bevölkerung, die Druck bei ihren Kandidaten machen kann. Die Energiefrage muss nach wie vor gestellt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Toitoitoi also unseren französischen KollegInnen, dass sie die heiße Wahlkampfphase für sich gewinnen können.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sat, 31 Mar 2012 17:09:00 +0200</pubDate><category>atom</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009ac5-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/akw-mhleberg-und-der-gerichtsentscheid/blog/39621/</link><title>AKW Mühleberg und der Gerichtsentscheid</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unsere Schweizer Freunde haben sich nach der Katastrophe von Fukushima (wie auch Italien und Deutschland) für einen längerfristigen Atomausstieg ausgesprochen, was uns jubeln ließ. Anfang März 2012 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass das AKW Mühleberg wegen offener Sicherheitsanfragen nur bis Sommer 2013 betrieben werden dürfe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jubel auch bei den AtomkraftgegnerInnen, die in einem gemeinsamen Menschenstrom gegen das AKW Mühleberg marschierten &amp;nbsp;– wie ihr im Video sehen könnt!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun legte gestern die Betreiberfirma BKW ein Konzept zur Instanderhaltung vor, indem sie das Urteil des Bundesgerichtes anficht. Sie wollen zwar die Energiewende mitgestalten, also auch auf erneuerbare Energien setzen, aber erst nach einer Abschaltung des AKW im Jahr 2022. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frischer Wind für Mühleberg, aber wo bleibt die Sonne? - fragen sich deshalb unsere Schweizer Greenpeace KollegInnen zu Recht und kritisieren diesen Vorschlag vehement. Selbst PolitikerInnen in Vorarlberg wollen Klage gegen das AKW Mühleberg erheben, welches seit 1971 am Netz ist. Liebe BKW, wir denken, das geht so nicht zusammen – lasst euren Worten Taten folgen, schaltet ab und lasst die Sonne für euch scheinen!&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Wed, 21 Mar 2012 15:41:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009a5b-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/wieviele-anti-atomkraft-aktivistinnen-hat-ste/blog/39515/</link><title>Wieviele Anti-Atomkraft-AktivistInnen hat Österreich?</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin euch noch die Erzählung von letztem Wochenende, vom “&lt;a href="http://www.menschenstrom.ch/dp/" target="_blank"&gt;Menschenstrom gegen Atom&lt;/a&gt;” in der Schweiz schuldig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir waren schon samstags früh mit dem legendären "Wiener Walzer" - Nachtzug im frühlingshaften Zürich angekommen, frohlockten ob der ersten warmen Sonnenstrahlen am Zürisee, gönnten uns ein Tässli Kaffee mit Hörnli -&amp;nbsp; die Schweizer scheinen noch verniedlichender zu sein als wir – und wanderten quer durchs Zentrum zum Schweizer Greenpeace Büro. Dort würden im Laufe des Samstags an die 60 Freiwillige “Peacekeeper” eintreffen, um beim morgigen Menschenstrom – zum Jahrestag der Katastrophe von Fukushima - für Ordung, Informationen und einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu sorgen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Greenpeace-Büro Schweiz&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich finde es immer ungemein spannend, in ein neues Greenpeace-Büro zu kommen, die Atmosphäre zu spüren, die energiegeladene Aufbruchstimmung der eintrudelnden PeacekeeperInnen und neue Ideen für Material, Infobroschüren, Sticker und natürlich auch Kampagnen. Die besten Ideen habe ich selbstverständlich von der Schweiz mit nach Wien gebracht und meinen KollegInnen sofort unter die Nase gehalten, damit wir unseren UnterstützerInnen ebensolch spannendes Service und Aktionen bieten können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Samstag Abends gab es ein ausführliches Briefing zum Ablauf des Menschenstromes und der Beichte, dass der morgige Tag schon um 5Uhr früh beginnen würde. Oh weh – doch ein vorzüglicher Linseneintop und dazu legendäre Greenpeace-Geschichten erzählt, die zwischen AktivistInnen so üblich sind, trösteten darüber hinweg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&amp;nbsp;Frühmorgens bei Mühleberg&amp;nbsp;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sonntags fuhren zwei Busse mit 60 Peacekeepern, Fahrrädern und 2 ÖsterreicherInnen Richtung Bern nach Gümmenen – 6,5km vom AKW Mühleberg entfernt. Ganze 8000 Menschen sollten es insgesamt werden – die im Laufe des Tages den hügeligen Marsch von Gümmenen bis zum AKW auf sich nahmen, um dort, im direkten Blickkontakt mit dem Kraftwerk ihre Stimme gegen des AKW und die Nutzung von Atomenergie zu erheben. Ich war wirklich baff!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;8000 Menschen – von Hippies, Bauern, Beamten und Bankangestellten – hatten den strahlenden frischen Sonntag für ein Picknick auf der Wiese neben einem AKW eingeplant. Fast schon ein bisserl makaber, wenn man an die Mantelrisse, die unsichere Notkühlung und die Hochwasser- und Erdbebengefährdung&amp;nbsp; welche für dieses Kraftwerk festgestellt wurden, dachte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&amp;nbsp;Wieviele ÖsterreicherInnen?&amp;nbsp;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jedenfalls gab uns diese Tatsache Anlass zur Überlegung, wieviele Österreicher &amp;amp; Österreicherinnen sich wohl an einem Tag wie diesem - &amp;nbsp;auch gegen Atomkraft auf die Straße begeben würden?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mein Freund verneinte – nie und nimmer traute er diesen Aktivistmus den ÖsterreicherInnen zu. Ich verteidigte – natürlich wären ÖsterreicherInnen gerade für so eine Thematik – gegen Atomkraft – bereit, ebenso wie die SchweizerInnen mit gehissten Bannern zu demonstrieren! Wir haben daraufhin gewettet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich würde die Wette natürlich gerne gewinnen! Ich hoffe ihr unterstützt mich darin.&amp;nbsp;Also - wir sehen uns bei nächster Gelegenheit - gegen die Atomkraft! Denn die Zukunft ist erneuerbar!!!!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Wed, 14 Mar 2012 15:57:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009a17-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/was-braucht-es-um-aktiv-zu-werden/blog/39447/</link><title>Was braucht es um aktiv zu werden?</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Idee, ein paar Banner und Plakate samt Stiften und ab ging die Post, in die Landeshauptstädte, um in ganz Österreich den Aktivismus der Menschen anzusprechen. Gemeinsam mit der Aktionsabteilung hatte das Team Wien unter der Leitung von Gregor&amp;nbsp; folgenden Plan ausgeheckt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum Jahrestag der schrecklichen Reaktorkatastrophe von Fukushima wollte man Botschaften an die japanischen Betroffenen schicken und gleichzeitig einen Appell an unseren Wirtschaftsminister Mitterlehner entrichten, sich endlich für ein Verbot von Atomstromimporten nach Österreich auszusprechen. Dafür wurden zwei wunderschön ausdrucksstarke Plakatwände gemalt, besagte Stifte zum Draufschreiben gekauft und die bekannten gelben Greenpeace-Banner hergestellt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Tag 1: in Graz&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Fukushima-Gedenktour begann in Graz, am 1.März. Ein jungfräulich unbemaltes Plakat wurde auf den Grazer Hauptplatz neben die bunten Würstelbuden und Kebabstände gestellt. Die Grazer Bevölkerung: jung – interessiert – und schräg! Schrieben binnen Kürze das Plakat voll. Unglaublich – schon am Tag 1 der Tour sooo viele Unterschriften, Gedanken und Forderungen – damit hatten wir tatsächlich nicht gerechnet. Sollte der Platz für so viel Aufschrei aus der Bevölkerung überhaupt reichen? Mein Lieblingsspruch aus Graz: „Hört auf die Erde so zu behandeln, als hättet ihr eine zweite im Keller!“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Tag 2: in Klagenfurt&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine schon buntere Plakatwand wurde am 2.März in Klagenfurt am Neuen Platz vor dem Lindwurm aufgestellt. Wir rätselten lange, ob es der Lindwurm ist, der die Menschenmassen von diesem Ort fern hält. Die KlagenfurterInnen: selten – engagiert – und herzlich! Luden uns zur veganen Fastensuppe am wöchentlichen Biomarkt ein, schrieben ein paar Forderungen auf unser Plakat, besuchte uns die örtliche Polizei, um Gespräche über die Möglichkeiten von Photovoltaikanlagen zu führen, während uns die örtliche Webcam im halbstunden Takt fotografierte.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Tag 3: in Innsbruck&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am herrlichsten warmen Frühlingstag in Folge stellten wir unsere Fukushima-Plakate in Innsbruck bei der Maria-Theresien-Straße auf. Von vorne leuchtete die Nordkette, von hinten schimmerte das Goldene Dachl, und die Leute rannten uns im wahrsten Sinne des Wortes die Plakatwand ein – so viele wollten ein Zeichen des Mitgefühls setzen und ihren Unmut an unsere Politiker ausdrücken. Die Innsbrucker Bevölkerung: „Mandr s’isch Zeit! – ta ma wos gscheits!“ und so wurde das Plakat voller und voller.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Tag 4: in Salzburg&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dementsprechend ruhiger ging es am „Global Day of Action“ zu, am 4.Tag der Tour in Salzburg, als uns der bekannte Schnürlregen besuchte und so Menschen und Medienleute fern hielt. Allein der Mensch auf der goldenen Kugel neben unserem Banner am Kapitelplatz schien uns Konkurrenz zu machen…&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Tag 5: in Linz&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Linz beginnts – und das schöne Wetter ebenso. Am 5. Tag und 6.März begrüßten uns die Linzer und Linzerinnen in ihrer Stadt und schrieben um die Wette. Mittlerweile musste der freie Platz gesucht werden und die blau-weiße Welle des japansichen Künstlers Hokusais färbte sich bunt ein. Die LinzerInnen: jung – alternativ – kreativ. „Life is worth living – so handle it with care! Bye to nuclear energy!”&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Tag 6: in Wien&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und dann hatte ganz plötzlich der letzte Tag der Tour begonnen. Wien – am Stephansplatz. Abends zuvor war nochmals unser Greenpeace Team Wien zusammengekommen, und hatte überlegt, welchen ganz speziellen Touch man der Gedenktour für Wien geben könnte. Kurzerhand wurden große&amp;nbsp; Buchtstaben auf Karton gemalt, und festgehalten, welches der logische Ausweg aus der Atomenergie sei. Die Überraschung war vorbereitet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie am Schnürchen war die Gedenktafel unterm Steffl aufgebaut und von zahllosen Touristen als DIE Fotoopportunity schlechthin genutzt. Man schrieb übereinander, durcheinander, miteinander – und ja, nutzte die Wand schließlich auch für Liebeserklärungen. Und plötzlich wurden wir überrascht von einem kleinem Flashmob, bei dem 16 Menschen Buchstaben in die Höhe hoben, wild durcheinander tanzten und dann wieder ruhig an ihrem Platz standen. In großen Lettern stand zu lesen: „Energy Revolution“ – die Lösung statt der Nutzung von Atomenergie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir wollen in den nächsten Wochen die zwei Plakate an Wirtschaftsminister Mitterlehner, sowie an die japanische Botschaft überreichen, um damit auch eure Stimmen weiterzugeben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke allen fürs Mitmachen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Fri, 09 Mar 2012 15:30:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">000098c4-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/librons-lnergie/blog/39108/</link><title>Libérons L'énergie!</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es war etwas stark symbolisches, als wir - AtomkraftgegnerInnen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gestern Samstag uns im kleinen Örtchen Kehl am Rhein trafen und gemeinesam über die architektonisch eindrucksvolle Fußgängerbrücke nach Straßburg gingen. Ein wirbelndes&amp;nbsp; Kunterbunt an Flaggen und Antiatomfahnen, wendländischen Widerstandssonnen und jung &amp;amp; alt. Am anderen Ufer des Rheins begrüßten uns jubelnd die französischen AktivistInnen, mischten sich unter uns und mit Samba-Rhythmen zogen wir weiter in den »Jardin de deux rives ». Überall tönte es in einer Mischung aus französisch, schwizerdütsch und deutsch nach Sarkozy, der sich ein Beispiel nehmen sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Schweiz und Deutschland haben Fukushima als mahnendes Beispiel erkannt und mit dem Abschalten ihrer Atomreaktoren begonnen. Nur in Frankreich scheint die Reaktorkatastrophe in Japan etwas anderes bewirkt zu haben: Da hat man nach dem tragischen Unfall am 11. März und den EU-weiten Stresstests eine Laufzeitverlängerung der Reaktoren angedacht. Fragt mich nicht, wie das möglich ist ! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im April wird in Frankreich ein neuer Präsident gewählt – der passende Zeitpunkt, um die Energiepolitik Frankreichs zum Thema des Wahlkampfes zu machen. Den symbolischen Abschluss bildeten wir mit einem Menschenbanner in Form eines Windrades. Statt in eine veraltete Dinosauriertechnologie zu investieren, sollte Sarkozy den Zeitpunkt nützen und in Erneuerbare Energien investieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist eines der entscheidenden Ziele der Anti-Atom-Kundgebung in Straßburg, die Teil der Kampagne "&lt;a href="http://www.liberons-energie.fr " target="_blank"&gt;Libérons L’énergie&lt;/a&gt;“ (Befreit die Energie!) ist. Diese durch Greenpeace initiierte Kampagne führt zwischen Januar und April 2012 zu verschiedenen Veranstaltungen in zehn regionalen Hauptstädten Frankreichs.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sun, 19 Feb 2012 09:32:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">0000988b-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/in-france-too-free-the-energy/blog/39051/</link><title>In France too - free the energy!</title><description>&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin am Samstag, 18.2.2012 bei der großen zivilen Anti-Atom-Demo in Straßburg/Frankreich! Dort werde ich von vor Ort wieder live berichten, twittern und erzählen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Warum?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine &lt;a href="http://liberons-energie.fr/" target="_blank"&gt;Initiative von mehreren Organisationen&lt;/a&gt;, appelliert an die französischen Präsidentschaftskandidaten (die Wahlen sind im Mai) über ein atomfreies  Frankreich zu debattieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir forden frühestmögliche ein atomfreies Frankreich!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Tue, 14 Feb 2012 15:44:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009894-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/lokaler-widerstand-ala-polska/blog/39060/</link><title>Lokaler Widerstand ala Polska</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der kleinen Ostseegemeinde Mielno in Nordpolen wurde am Sonntag über den möglichen Bau eines&amp;nbsp; Atomkraftwerks in der Gemeinde abgestimmt. 57 Prozent der Bürger und Bürgerinnen gaben ambitioniert ihre Stimme ab und davon sagten 95 Prozent lauthals und bestimmt „njet“ zu den Plänen der Regierung. Vom Bürgermeister bis zum Leuchtturmwärter informierten und formierten sich die Bewohner zu einem sehr gut organisierten Widerstand. Denn erst im Dezember 2011 wurde Mielno als einer von drei möglichen Standorten für das erste polnische Kernkraftwerk auserkoren – und innerhalb von drei Monaten hatte die lokale Initiative die große Mehrheit der 4000 Menschen von einem ‚Nein zu Atomkraft!‘ überzeugt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum sollte die kleine Tourismusgemeinde auch ihre deutschen Sommergäste eintauschen gegen eine zehn Jahre andauernde Großbaustelle? Warum sollten ihre Kinder und Kindeskinder keine lebenswerte Umwelt vorfinden und zum Arbeiten nach Warschau ziehen müssen? Warum sollten tausende Arbeitsplätze jeden Sommer gegen ein paar wenige Jobs in einem AKW eingetauscht werden?&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Die Menschen seien zu schlecht informiert“, war die erste Reaktion des Kraftwerkbetreibers PGE (Polska Grupa Energetyczna) auf die kritischen Anfragen aus der Bevölkerung. „Wir sind sehr gut informiert“, konterten die Kraftwerksgegner, die nach Veröffentlichung der Pläne sofort mit ihren Recherchen begannen. Unser Greenpeace-Büro in Polen wurde zu einem Ansprechpartner und stand mit Expertise und Kontakten, Bannern und Informationsmaterialien bei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ergebnis der lokalen Abstimmung im kleinen Nest Mielno zeigt einmal mehr die gesamtpolnische Ansicht, die auch in einer offiziellen Meinungsumfrage deutlich wird. Die Mehrheit der polnischen Bevölkerung ist gegen den Einsatz von Atomkraft und gegen den Bau eines ersten Atomkraftwerkes in dem Ostseestaat. „Der Widerstand, der in Mielno zu wachsen begann, wird sich auch auf die anderen möglichen AKW-Standorte – Choczewo und Zarnowiec – ausweiten und Monat für Monat größer werden“, ist Iwo Los, Greenpeace-Atomkampaigner und Teil des Atom-Eingreiftrupps, überzeugt. „Ich denke, dass unsere Regierung den Willen der polnischen Bevölkerung akzeptieren muss und deshalb ihre Baupläne für ein AKW zurücknehmen wird“, zeigt sich Iwo sichtlich stolz über den Ausgang der Abstimmung. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Lokaler Widerstand funktioniert! Schluss mit der Nörgelei über „die da oben“! Setzt euch selbst, wie die Menschen in Mielno, mit Bürgermeistern und Organisationen zusammen und diskutiert über das, was eurer Meinung nach falsch läuft. Auf, auf - eure Kritik soll nicht in heimischen Wohnzimmern verpuffen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Infos und Ideen findet ihr &lt;a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=6272" target="_self"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Tue, 14 Feb 2012 11:33:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">000097e4-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/die-gefahr-des-lukrativen-goldpreises/blog/38884/</link><title>Die Gefahr des lukrativen Goldpreises</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eigentlich waren die Pläne zum Bau des größten europäischen Goldförderprojektes in Rosia Montana in Zentralrumänien wegen umwelttechnischer Bedenken vor sieben Jahren in den Tiefen der Erde verschwunden. Das Gold sollte bleiben wo es ist. Gut so, denn zu viel würde zerstört werden – die älteste dokumentierte römische und keltische Siedlung Rumäniens - bekannt als „Alburnus Major“, aber auch alte Dörfer der ungarischen Minderheit. Ökologisch aber besonders gefährlich wäre der geplante Einsatz von Zyanidlauge. Schon im Jahre 2000 hatte Rumänien in Baia Mare mit solch einer Zyanidlaugen-Katastrophe zu kämpfen. Die Theiß und ihre Zuflüsse mitsamt ihrer Fischpopulation waren auf Jahre verseucht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun kletterte der Goldpreis aber in lukrative Höhen, und die Investorenherzen schlugen ebenso hoch. Laszlo Borbely, rumänischer Umweltminister wollte infolgedessen dem Projekt die Baugenehmigung erteilen. „Nicht mit uns“!wenden die Gegner ein, darunter lokale Initiativen und Umweltgruppen, und auch Greenpeace Daraufhin hielten wir gestern Vormittag das Büro des Umweltministers in Bukarest besetzt. Wir waren ganz friedlich, beschädigten nichts, zwei von uns fanden an den Heizkörpern eine wärmende Stelle und ketteten sich dort mit ihren Handschellen an. Schließlich wollte der Umweltminister doch noch mit uns reden. Genau das ist ja auch immer das Ziel, solcher gewaltfreien Greenpeace-Aktionen. Crisanta Lungu, Verantwortliche von Greenpeace Rumänien verhandelte mit Minister Borbely und entlockte ihm folgende folgenschwere Antwort: „Es müsse hundertprozentig sicher sein, dass das Projekt keine Umweltauswirkungen habe!“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Projekt, bei dem 10.000 Tonnen Zyanid pro Jahr eingesetzt werden und offen in einem riesigen Becken lagern, kann aber NICHT keine Umweltauswirkungen haben. Aus einem nationalen Bauvorhaben wird dadurch eine internationale Angelegenheit – die Auswirkungen würden nicht an den Grenzen Halt machen. Darum war es auch mehr als nur ein Akt an Solidarität, dass wir in ganz Zentral- und Osteuropa die rumänischen Botschaften besuchten - in Budapest, Warschau, Sofia, Ljubljana und Wien. Die Investoren von Rosia Montana sollen wissen, dass der Widerstand gegen das Goldförderprojekt lebt und stark ist!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Übrigens: Unterm Pflaster liegt nicht das Gold, sondern der Garten! - Neugierig? &lt;a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5426" target="_blank"&gt;Hier gibts den Tipp!&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Wed, 01 Feb 2012 16:45:00 +0100</pubDate><category>umweltgifte</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009765-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/das-ko-mrchen-vom-sauberen-schiefergas/blog/38757/</link><title>Das Öko-Märchen vom sauberen Schiefergas</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gestern fand die Kick-off Informationsveranstaltung der OMV zu den geplanten Schiefergas-Bohrungen im Weinviertel statt. Sie ließ das Kolpinghaus in Poysdorf aus allen Nähten platzen. Über 400 WeinviertlerInnen, Niederösterreicher, Nachbarn aus Tschechien und Wien, BürgermeisterInnen, Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen wollten ihre brennenden Fragen an die OMV stellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Thema lässt die Emotionen hochgehen. Noch nie habe ich eine derartig interessierte, kritische und gut vorbereitete Bürgerbeteiligung erlebt. Und es verwundert auch nicht, denn obwohl das Projekt schon seit geraumer Zeit von Seiten der OMV geplant wird, war das die erste Informationsveranstaltung für BürgerInnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man wolle den österreichischen Weg gehen – das bedeutet, dass die Förderung des Gases mittels „clean fracking“ passieren sollte – und nicht wie in den USA mit dem Einsatz giftiger Chemikalien. Bei der Bohrung in bis zu 6000 Meter Tiefe würde nur Wasser, Sand und Stärke eingesetzt werden, um Risse im Gestein zu erzeugen und so das Gas fördern zu können. Ein Öko-Märchen? Die Menschen ließen sich nicht von den Beteuerungen der zwei OMV Sprecher (Projektbeauftragter Hermann Spörker und OMV Geschäftsführer Christopher Veit), den gereichten Schnitzelsemmeln und dem servierten Wein der Region überzeugen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was würde aus dem Tourismus in der Region werden? Worin lägen die Vorteile für die Gemeinden? Warum sollte man das aufgewendete Geld nicht viel besser in den Ausbau von Erneuerbaren Energien setzen? Viele Menschen hinterfragten den Ausbau der fossilen Energie Erdgas. Wenn man sich mit dem Kyoto-Protokoll dem Klimaschutz verpflichtet hat und seinen CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;-Ausstoß reduzieren sollte, warum würde man dann noch immer auf das falsche Pferd setzen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, man wolle jetzt Investitionen in die Zukunft – aber ohne fossile Energien! Folgende Frage aber schoss den Vogel im wahrsten Sinne des Wortes ab: Warum müsste für jeden neuen Windpark in der Region abgestimmt werden und für das Schiefergas-Projekt nicht? Anhaltender Applaus im Saal. Ja, man wolle über das Schiefergasprojekt abstimmen! Denn das Märchen vom sauberen Schiefergas glauben wir so nicht.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Tue, 24 Jan 2012 14:36:00 +0100</pubDate><category>klima</category><dc:creator>Hanna Schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009741-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/stresstests-stressen-nicht/blog/38721/</link><title>Stresstests stressen nicht!</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun sind sie da – die ersten Ergebnisse der EU-weiten Stresstests für Atomkraftwerke. Nach einem genauen Blick auf die Ergebnisse, stelle ich mir schon die Frage, wie diese als akribische Überprüfung der Sicherheit europäischer AKW angekündigte Maßnahme tatsächlich abgelaufen ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am&amp;nbsp; ehesten stelle ich mir die Stresstests vor wie einen Biologie-Test damals in der Schule. Nur, dass der Lehrer dabei vor der Tür wartet und seinen SchülerInnen komplett freie Hand bei der Beantwortung lässt. Er überlässt es seinen Schülern, wie umfangreich sie antworten wollen. Er hat auch die Fragen sehr allgemein formuliert, um ausweichende Antworten akzeptieren zu können. Gibt es dennoch Fragen, die den SchülerInnen unangenehm sind, können diese gerne unbeantwortet bleiben. Beurteilen darf die Tests dann der Klassensprecher. Wäre ja noch schöner, wenn ein unabhängiger Lehrer-Experte dafür herangezogen würde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schüler Slowenien ist eigentlich ein braver Schüler, der es allen Recht machen will und sich besonders bemüht, viel zu schreiben. Sein Test ist über tausend Seiten dick geworden, doch auf die Frage, wie im Falle eines Unfalls mit der Sicherheit der Bevölkerung umgegangen werden würde, ist ihm dann doch nichts eingefallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schülerin Slowakei hatte nicht ihren Tag. Sie konnte nur vier Seiten schreiben. Naja, jede hat mal solche Tage.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schüler Tschechien bestach mit gestochen scharfen leserlichen Buchstaben, wenn auch ebensowenig ausführlich, dafür umso sicherer, dass nichts zu befürchten sei. Sicherheitsmängel gäbe es nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schülerin Frankreich ist immer besonders konstruktiv. Sie schrieb einen ebenso optimistischen, wie lösungsorientierten Test. Ihre Reaktoren hätten ausreichende Sicherheit und man müsste natürlich keines schließen. Allerdings müssten Verbesserungen gemacht werden, die sie sogar detailliert auflistete.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einzig Schüler Schweden war ehrlich genug festzustellen, dass die schwedischen AKW im Falle eines Erdbebens der Stufe 6 nicht genügend geschützt wären – das solle bis 2013 abgesichert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihr seht schon, wie wenig wir von diesen Stresstests halten. Diese wurden von der EU den 143 Meilern verordnet und in den letzten sechs Monaten durchgeführt. Am Mittwoch den 17. Jänner gab es eine weitere Konferenz, die sich mit den eingereichten Stresstests beschäftigte. Detailliert müssen diese nun analysiert werden heißt es. Fakt ist, dass bei diesen Stresstests keine unabhängigen Experten eingesetzt, keine Noftallsstrategien entwickelt und keine Gefahrenanalyse für den Fall eines Reaktorunfalls getätigt wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Umso ermutigender, dass meine engagierten KollegInnen aus Bulgarien, Rumänien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien richtige MusterschülerInnen sind. Und die Stresstests in ihren Ländern äußerst kritisch verfolgen. Zu so einem stresslosen Test dürfen die Stresstests nicht verkommen. Atomkraft ist gefährlich, das ist nicht stresslos. Wenn Sie diese MusterschülerInnen übrigens&amp;nbsp; kennenlernen wollen, sehen sie sich doch unser &lt;a href="https://p3-admin.greenpeace.org/austria/de/multimedia/Videos/Atom/Der-Greenpeace-Eingreiftrupp/" target="_blank"&gt;Atom-Eingreiftrupp-Video&lt;/a&gt; an. Da lernen sie meine KollegInnen aus nächster Nähe kennen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Fri, 20 Jan 2012 12:20:00 +0100</pubDate><comments>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/stresstests-stressen-nicht/blog/38721/#comments-holder</comments><category>atom</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009676-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/das-war-2011-fr-greenpeace/blog/38518/</link><title>Das war 2011 für Greenpeace</title><description>&lt;p&gt;2011 - ein Jahr, &amp;nbsp;in welchem es „drunter und drüber ging“, der Ball nicht in seinen gewohnten Bahnen rollte und „der Demonstrant“ vom Time Magazin zur Person des Jahres gekürt wurde. Die Fotos in unserem „Jahr in Bildern“ zeigen mutige Menschen, die aufstehen und unbequem werden. Sie motivieren uns zu Zivilem Ungehorsam. „Hört den Menschen zu, nicht den Verschmutzern“ wurde zum Paukenschlag des Protests bei der gescheiterten COP 17 UN-Klimakonferenz, als das Jahr zu Ende ging. Wir wünschen uns und euch, dass es mit dem gleichen Enthusiasmus im Jahr 2012 weiter schwingt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2011 war ein Jahr des unglaublichen Aufruhrs und enormen Erfolgs, und zeigt, was möglich ist, wenn Menschen für etwas aufstehen an das sie glauben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Jahr 2003, im Vorfeld des Irak-Krieges, behauptete das Time Magazin: „Es gibt zwei Kräfte in der heutigen Welt – die US Militärmacht und die öffentliche Meinung der Welt“. Für fast ein Jahrzehnt ruhte die zweite Supermacht, die globale öffentliche Meinung, aber jetzt ist sie aufgewacht und die Time fragt: „Gibt es einen globalen Kipppunkt für Frustration?“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Antwort ist Ja! Und dieser Wendepunkt ist erreicht. Wir sind Zeugen einer Konvergenz der Krisen. Ein Zusammenlaufen von wirtschaftlichen, demokratischen und ökologischen Defiziten, die die Frustration weltweit anheizen. Vom Tahrir Platz bis zu Occupy Wallstreet, von Moskau bis Durban beziehen die Menschen Stellung und handeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Jahr 2011 war Greenpeace auf dem ganzen Planeten in Aktion – schaut man durch die Bilder unserer Kampagnen von 2011, kann man das Gesicht des Protests sehen und wir uns inspirieren lassen. Wir arbeiteten rund um den Globus um sicher zu stellen, dass die Gefahren der Atomkraft verstanden wurden. Wir arbeiteten daran zu unterstreichen, dass eine Wahl zwischen dreckigen und sauberen Energien getroffen werden muss. Wir priesen die Vorteile von sicherer, sauberer Energie und warnten vor den Folgen einer falschen Wahl.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In unserem „Jahr in Bildern“ werden sie Gesichter von Menschen von überall auf der Welt sehen. Eingebrannt in diese Gesichter können Sie ihre Hoffnungen und Träume miterleben. Aber sie sind mehr als nur Demonstranten, sie sind Visionäre, sie setzen sich für etwas ein, sie protestieren nicht nur gegen Ungerechtigkeit und Ungleichheit, sie weisen nicht nur auf die Torheit der Umweltzerstörung hin, sie zeigen einen besseren Weg auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie stehen ein für eine grüne und friedliche Zukunft. Uns allen -&amp;nbsp; in diesem Sinne - Frohe Weihnachten.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Thu, 22 Dec 2011 15:52:00 +0100</pubDate><category>allgemein</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">0000949e-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/die-bauern-schaffens-lnger/blog/38046/</link><title>Die Bauern schaffens länger...</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eigentlich gibt es sie jedes Jahr zum Protest. Die Matrjoschka-Pyramide der niedersächsischen Bauern, in welcher sich Aktivisten in einem Beton-Stahl-Gemisch an den Gleisen festmachen. Im letzten Protestjahr war sie nach einigen Minuten entfernt worden. Dieses Jahr wurde es deutlich länger. Ihren ersten Adventsonntag begannen die vier Bauern frühmorgens mit ihrer Pyrmidenblockade. Viel Besuch und tausende Atomkraftgegner kam vorbei und den lieben langen Blockadetag schien es nicht langweilig zu werden. Die japanische Delegation von Betroffenen der Fukushima-Katastrophe hatten ein Zeichen der Solidarität gesetzt und sich auch ins Wendland begeben und sich zu den protestierenden Bauern gesetzt. Taro Yamamoto – der gefeierte japanische Schauspieler blieb zu lange und konnte schließlich nicht mehr aus der Polizeiblockade herausgeholt werden. Der Weihnachtsmann war zu Besuch gekommen und zahlreiche Trommler garantierten für rhythmische Abwechslung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als die Stunden aber länger wurden, der Wind die Stärke 7 erreichte, Novemberregen eiskalte Schauer die Kleidung der AktivistInnen durchnässte, war ich von der Überzeugung, dem Mut und dem Durchhaltevermögen der Gruppe der bäuerlichen Notgemeinschaft auf den Gleisen aufs Höchste beeindruckt. Nach 14 Stunden des Protestes hatten sie sogar die letztjährige Biertransporter-Aktion von Greenpeace Deutschland an Länge übertroffen. Um 22:16&amp;nbsp; Uhr wurden die Befreiungsversuche der Polizei&amp;nbsp; dann aber sichtlich untragbar und die Bauern beendeten freiwillig ihre Blockade. Das freiwillige Ende wurde von der Polizei wiederum mit einer Pressemitteilung gewürdigt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;"Am heutigen Sonntagmorgen ketteten sich vier Aktivisten der bäuerlichen Notgemeinschaft gegen 07.15 Uhr in einer Betonpyramide an, die zuvor auf die Gleise nahe Hitzacker verbracht wurde. Die vor Ort eingesetzten Polizeitechniker stellten nach mehrstündiger Arbeit an der Pyramide fest, dass hier augenscheinlich ein durchdachtes, ausgeklügeltes und nach Angaben der Aktivisten sicheres System vorliegt. Die Polizei befürchtete, dass die Aktivisten durch weitere Arbeiten Schäden an Leib und Leben davontragen könnten, so dass intensive Gespräche vor Ort geführt wurden. Die Polizei sieht sich nach derzeitigem Stand in zumutbarer Zeit nicht in der Lage, die Personen unverletzt zu befreien. Die Aktivisten haben nunmehr entschieden, zur Sicherung der eigenen Gesundheit die Aktion zu beenden."&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zudem gab es noch eine denkwürdige Ansage der Polizei: "Anerkennung und Respekt für den friedlichen Protest in Hitzacker. 14 Stunden Blockade mit einer Pyramide - die Polizei ist zweiter Sieger.“ &amp;nbsp;Noch nie wurde der Castor-Transport so lange aufgehalten. Noch nie habe ich eine derartig gut organisierte Protestbewegung kennengelernt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description><pubDate>Mon, 28 Nov 2011 10:01:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">00009490-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/die-lange-nacht-des-demonstrierens/blog/38032/</link><title>Die lange Nacht des Demonstrierens</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Nacht auf den Schienen kann ganz schön kalt und lange werden. Gemeinsam mit 4.000 anderen Atomgegnern zogen wir deshalb Skiunterwäsche, Handschuhe und Fleecejacken an, um in friedlichem Protest den heran rollenden Castor-Transport aufzuhalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es war nicht bloß ein Besetzen der Schienen. Ganz Gorleben – das Wendland – die Wiege der Anti-Atom-Bewegung – schien auf den Beinen zu sein. Überall gab es Infopunkte und große Protestlager, wo die Menschen aus ganz Deutschland, Frankreich, England und auch Japan sich informieren konnten und ihre Zelte errichtet haben. In großen Töpfen dampft die Suppe von Volxküchen und versorgt die AtomgegnerInnen mit warmen und belebenden Mahlzeiten. Wo überall wir hinkommen, wird uns erklärt, wie wir am besten an die Schienen kommen und wo Unterstützung benötigt wird. Es ist wie eine große Familie des Protestes. Dagegen erscheint das Polizeiaufgebot, das eigentlich das größte ganz Europas ist, relativ machtlos.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;object width="600" height="450" data="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=109615" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;param name="data" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=109615" /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;param name="flashvars" value="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2F29226883%40N05%2Fsets%2F72157628162337239%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2F29226883%40N05%2Fsets%2F72157628162337239%2F&amp;amp;set_id=72157628162337239&amp;amp;jump_to=" /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true" /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;param name="src" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=109615" /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true" /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/object&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir wandern durch den dunklen Wald in einer sternenklaren Nacht in Richtung Schienen. Über uns flappen unaufhörlich die Rotorblätter des Polizei-Hubschraubers, von Ferne flackern die Feuer der Protestbewegung und es klingt Musik aus Verstärkern. Über ein Feld nähern wir uns den Gleisen, die bei Harlingen in einem Graben verlaufen. Gebannt blicken wir in Richtung Schienen, angespannt fragen wir uns, ob die Polizei schon alles abgeriegelt hat, oder ob es noch ein Durchkommen geben wird. Hier mitten im Nichts gibt es keinen Empfang von Live-Ticker, Twitter-Nachrichten oder gar Internetanbindung. Nur das beruhigende Scheinen der Taschenlampe, die uns den Weg leuchtet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als wir die Böschung zu den Schienen hinabsteigen blicken wir plötzlich auf ein wahres Meer an AktivistInnen. Zahllose Menschen von Jung bis Alt haben sich in Decken gehüllt, in ihren Matten auf die Gleise gesetzt. Fröhlich flackern Lagerfeuer, liegen knorrige Baumstämme auf den Gleisen, backen fahrende Volxküchen frische Waffeln für die AktivistInnen, jonglieren Menschen&amp;nbsp; mit leuchtenden X-Stäben zum Zeichen des Widerstandes. Samba-Trommel-Gruppen marschieren herum und wechseln sich mit Blasmusikkapellen ab. Wir erreichen den vordersten Teil der Blockade. Dort werden gerade Handzettel mit Adventliedern und Kerzen verteilt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese friedlich, entspannte Stimmung hält die ganze Nacht, immer wieder unterbrochen durch das Aufblitzen der Polizei-Scheinwerfer. Gegen vier Uhr Morgens geht es dann los. Die Polizei hat genug Verstärkung angekarrt, die Räumung beginnt. Nicht mit Wasserwerfern – die in diesem Bereich gar nicht eingesetzt werden können – sondern per Hand. Besonnen, denn ums Image ist man auch bemüht. Dennoch variieren die Erfahrungen mit der Polizei von Ort zu Ort. Wo keine Medien oder bekannte Gruppen die Protestbewegung unterstützt, packt die Polizei weniger freundlich zu und holt schon mal die Schlagstöcke raus. Die Gruppe rund um Castor-Schottern scheint immer wieder besonders betroffen zu sein. Doch auch beim Gleis werden die Menschen von der Polizei eingekesselt und stundenlang ohne Grund angehalten und das nach 16 Stunden durchgehend auf den Gleisen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um 7 Uhr früh ist dieser Teil der Gleise geräumt und langsam beginnt Tag 5 des Protests. Heute ist der erste Advent – und nicht die Ankunft des Castor-Transportes, wie laut Plan vorgesehen war. Über&amp;nbsp; 92 Stunden ist der Transport bereits unterwegs und noch lange nicht in Gorleben angekommen. Überraschend und kreativ erheben sich immer wieder neue Formen der Blockade - der Widerstand der Leute ist da, sie lassen sich nicht von Wind und Wetter abhalten und schon gar nicht kriminalisieren. Japan hat mit einer Delegation an Betroffenen der Fukushima-Katastrophe, die sich ebenfalls an die Gleise gesetzt haben, eine berührende Beziehung geschaffen. Der Protest vor Ort richtet sich nicht nur gegen Gorleben und die Castor-Transporte, sondern an die gesamte Thema Atomkraft. Gegen AKWs, die Urananreicherung und gegen deutsche Kredite für AKW in anderen Ländern.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sun, 27 Nov 2011 13:10:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item><item><guid isPermaLink="false">0000948f-0000-0000-0000-000000000000</guid><link>http://www.greenpeace.org/austria/de/News/blog-frontstage/mit-wasserwerfer-trnengas-und-pfefferspray/blog/38031/</link><title>Mit Wasserwerfer, Tränengas und Pfefferspray</title><description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Strahlend geht die Sonne im Land des Atom-Widerstandes auf. Große X-Zeichen als zentrales Symbol des Anti-Atom-Protests im Wendland strahlen gelb aus Vorgärten und Hausmauern. Strahlend könnte auch bald die Umwelt hier sein, wenn sonntags oder montags der Castor-Transport mit seinem hochradioaktiven Müll von der Bahn auf LKW geladen wird, um seine letzte Reise zum „vorübergehenden“ Zwischenlager in Gorleben anzutreten. Mein Kollege Niklas Schinerl und ich sind live bei den Protesten und wollen davon berichten. Gorleben darf nämlich kein Endlager für radioaktiven Müll werden, die Leute hier haben die Nase voll davon und wollen in ihren Ängsten endlich ernst genommen werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Berechnung von Greenpeace machen zudem deutlich: Wenn das radioaktive Material aus den diesjährigen Castor-Transporten eintrifft, wird der erlaubte Strahlengrenzwert rund um das Lager überschritten werden. Das heißt, dass dieser Transport in Gorleben gar nicht mehr gelagert werden dürfte. Das niedersächsiche Umweltministerium bezweifelt diese Berechnungen, kann sie dennoch nicht entkräften und verweigert Greenpeace-ExpertInnen eine Akteneinsicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Bevölkerung unterstützt auf bemerkenswerte Art und Weise den alljährlichen Protest gegen den gefährlichen Castor-Transport vor ihrer Haustür. Ganze Familien &amp;nbsp;kommen per Rad und wehendem Banner zur Großdemo, und nicht selten wird den AktivistInnen Essen, Trinken oder gar ein Platz zum Aufwärmen in den benachbarten Häusern angeboten. Und so ist die Stimmung sehr positiv, wenn man im AktivistInnenlager eintrifft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch man wird schnell mit der anderen Seite der Proteste konfrontiert.&amp;nbsp; Planen Atomgegner Gleise zu besetzen, greift die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas hart durch. Die Polizei hat ein Großangebot an Einsatzkräften auffahren lassen&amp;nbsp; und versucht den Zeitplan des Transports mit allen Mitteln durchsetzen zu wollen.&amp;nbsp; Da kommt es schon mal zu langen Einkesselungen, da werden schon mal JournalistInnen umgestoßen und Polizeihunde ohne Maulkörbe als Waffe eingesetzt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anders als im letzten Jahr, als die Stimmung in der Bevölkerung nach der geplanten&amp;nbsp; Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke die Polizei sehr besonnen vorgehen ließ, wirkt es heuer so, als würde die Polizei versuchen, den Protest zu kriminalisieren und die AktivistInnen in ein radikales Eck zu drängen. Greenpeace lehnt schon jeher aus tiefster Überzeugung jede Form der Gewalt bei Aktionen und Protesten ab, aber das sollte selbstverständlich auch für die Polizei gelten.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sat, 26 Nov 2011 12:17:00 +0100</pubDate><category>atom</category><dc:creator>hanna schwarz</dc:creator></item></channel></rss>