Test: Nikolo-Schokolade

Ein Greenpeace-Marktcheck im Dezember 2016

Newsartikel - 30 November, 2016

Test: Schoko-Nikolos, 12 - 2016

 

Anlässlich des bevorstehenden Nikolo-Festes hat der Greenpeace Marktcheck heuer erneut das Angebot an Nikolo-Schokolade und saisonalen Schokoladeprodukten in den Supermärkten unter die Lupe genommen. Grundlage für die Bewertung sind biologische und gentechnik-freie Herstellung sowie faire Produktion. Greenpeace hat das Angebot an empfehlenswerten Produkten in den Supermärkten besser als im Vorjahr bewertet.

Die Ergebnisse

Nikolo-Test, 12 - 2016

Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf Tabelle oben klicken.

Die Tabelle zeigt:  Merkur und Hofer teilen sich Platz eins und erhalten die beste Note in diesem Test, ein „Gut“; die Noten "Ausgezeichnet" und "Sehr gut" konnte Greenpeace auch heuer nicht vergeben. Die fünf Supermärkte Billa, Sutterlüty, MPreis, Spar und Lidl bekommen ein "Befriedigend" beim Nikolo-Test. Penny und Unimarkt sind "Nicht Genügend". Detaillierte Informationen zu den Test-Ergebnissen

2015 und 2016 im Vergleich

Aus dem nachfolgenden Vergleich zwischen 2015 und 2016 geht hervor, dass sich die Supermärkt bei ihrem Angebot an Nikolo-Schokolade in den Supermärkten verbessert haben. Insgesamt konnten sich vier Supermärkte (Spar, MPreis, Hofer, Billa) gegenüber 2015 steigern. Lidl hat am meisten Punkte gegenüber dem Vorjahr verloren.

Nikolo-Test, Vergleich 2015 und 2016

Hanna Simons, Greenpeace-Sprecherin: „Wir freuen uns, dass sich das Nikolo-Sortiment grundsätzlich verbessert hat. Der Handel ist auf dem richtigen Weg.“  

Heuer findet sich mehr Nikolo-Schokolade in den Supermärkten, die im Bio- als auch im sozialen Bereich punkten kann. Zwei Nikolo-Figuren und eine Tafelschokolade erfüllen beide Kriterien:

  • Der „Natur aktiv“ Nikolo bei Hofer,
  • die „Niklas“ Figur bei Spar sowie
  • die „BioArt“ Tafel „Nikolaus“ bei Merkur 

Die Bewertungskriterien

Beim Test wurde das Sortiment hinsichtlich nachhaltiger Kriterien überprüft und das Angebot in den Supermärkten verglichen. Hauptkriterien beim Nikolo-Test war das Angebot an biologisch und gentechnikfrei hergestellten Produkten: Bei deren Herstellung kommt garantiert keine Gentechnik zum Einsatz, die Milchkühe erhalten also kein gentechnisch verändertes Futtermittel.

Bewertet wurde auch das Angebot an Nikolo-Schokolade mit einem Siegel für faire Produktion von Fairtrade oder UTZ. Diese Siegel stehen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und schließen ausbeuterische Kinderarbeit aus. Auch für das Angebot an Nikolo-Figuren aus  Österreich wurden Punkte vergeben. Detaillierte Informationen zu den Bewertungs-Kriterien

bio & fair ist die Ausnahme

Doch noch ist das Ziel nicht erreicht. „Viele Schoko-Nikolos und Riegel sind entweder bio oder fair produziert. Dass beide Kriterien erfüllt werden, ist leider sehr selten“, betont Simons. Zudem trägt ein Großteil des Angebots nach wie vor kein Siegel. Dazu zählen vor allem die Produkte bekannter Marken wie Milka, Kinder oder Smarties. Greenpeace fordert von den Supermärkten mehr nachhaltig hergestellte Produkte in ihren Regalen.

„Biologische Herstellung und faire Produktion darf bei Schokolade nicht die Ausnahme bleiben. Die Supermärkte müssen ihr Sortiment weiter verbessern - zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt“, sagt Simons.

Nachhaltigkeit am Prüfstand

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Lebensmitteleinzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten österreichischen Supermarktketten mit einheitlichem Sortiment veröffentlicht. Das Ranking, die zugrundeliegenden Kriterien und Gewichtungen sowie Produktinformationen werden immer unter greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test veröffentlicht.

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