Obst und Gemüse aus Österreich

Ein Greenpeace-Marktcheck im Juli 2017

Newsartikel - 3 Juli, 2017
Der Greenpeace-Marktcheck hat das Obst- und Gemüseangebot der Supermärkte unter die Lupe genommen. Dafür hat Greenpeace für jedes der zwölf Monate eine Sorte ausgewählt, die frisch geerntet oder als Lagerware aus Österreich erhältlich ist. Bewertet wurde, wie viel von dem Obst- und Gemüse-Angebot in den Supermärkten aus Österreich kommt und wie hoch der Bio-Anteil ist.

Test 7-2017, Obst & Gemüse

Der Test vom Greenpeace-Marktcheck zeigt: Mehr als die Hälfte der Produkte stammen aus Österreich. Beim Bio-Anteil können und sollten sich die Supermärkte aus Sicht von Greenpeace noch verbessern. Als beste Note gab es ein „Gut“ – sowohl für den Testsieger Merkur als auch für Billa und Hofer auf den Plätzen zwei und drei.

 Die Ergebnisse

Greenpeace-Marktcheck 7-2017: Test Obst und Gemüse

Zum Vergrößern und Ausdrucken einfach auf die Tabelle oben klicken.

Hier die Detailinfos zum Nachlesen:

das Ergebnisse und das Angebot der Supermärkte

die Kriterien des Tests im Detail

Obst und Gemüse im Test

Die folgenden Sorten hat Greenpeace für den Test erhoben. Abgefragt wurde der Zeitraum April 2016 bis Mai 2017.

Gemüse-Auswahl für 12 Monate

2017

April

Radieschen

März

Erdäpfel

Februar

Karotten

Jänner

Zwiebel

2016

Dezember

Äpfel

November

Maroni

Oktober

Weintrauben

September

Paradeiser

August

Paprika

Juli

Zucchini

Juni

Erdbeeren

Mai

Spargel

 

Heimische Ware schützt das Klima

Ob bei Erdbeeren oder Spargel, der Griff zu heimischen Obst- und Gemüseprodukten ist auf jeden Fall möglich. Im Schnitt stammen über 60 Prozent der abgefragten Produkte aus Österreich. Das schont das Klima: Äpfel die beispielsweise aus Neuseeland angeschifft werden, sind fast sieben Mal so klimaschädlich wie Äpfel aus der Region. Nicht nur der Transport, auch die massive Bewässerung in heißen und trockenen Regionen wirkt sich negativ auf die Klimabilanz aus. „Wer österreichisches und saisonales Obst und Gemüse kauft, schützt das Klima“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich.

Bio ist die beste Wahl

Am besten für unsere Mensch und Umwelt sind Produkte in Bio-Qualität. Für deren Herstellung dürfen keine chemisch-synthetische Pflanzengifte eingesetzt werden. „Heimisches Obst und Gemüse in Bio-Qualität ist auch für unsere Gesundheit die beste Wahl“, sagt Theissing-Matei. Daher hat Greenpeace beim Obst und Gemüse-Test nicht nur abgefragt, wie hoch der Bio-Anteil insgesamt ist, sondern auch wie viel der Ware aus biologischer Landwirtschaft in Österreich kommt. Bei dem Greenpeace-Marktcheck konnten in der Kategorie „Bio aus Österreich“ Merkur, Billa und Hofer am meisten punkten. Lidl ist hier Schlusslicht und landet auf dem letzten Platz. 

Einkaufen mit Verantwortung

Die Supermärkte steuern mit der angebotenen Ware, welches Obst und Gemüse im Einkaufswagen landet. Mit dem Test von Obst- und Gemüse zeigt Greenpeace auf, dass sowohl bei heimischer Ware als auch beim Bio-Angebot noch Verbesserungsbedarf in den Märkten besteht.

Aber auch die KonsumentInnen können und müssen beim Einkauf Verantwortung zeigen. Sebastian Theissing: „Greenpeace empfiehlt bei Obst und Gemüse möglichst saisonal, regional und bio zu kaufen. Das ist ein wichtiger Beitrag, damit Erdbeeren im Winter bei uns endlich der Vergangenheit angehören.“

Tipp: Saisonkalender Obst & Gemüse

Die folgenden Saisonkalender helfen allen, die sich gesund ernähren und umweltfreundlich einkaufen wollen:  

Obst und Gemüse aus ganz Österreich (umweltberatung.at)

Obst und Gemüse aus Tirol (MPreis)

Nachhaltigkeit am Prüfstand

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter:

greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test

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