Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Wie funktioniert Atomkraft?

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Die Entstehung von Atomenergie:

Das Uran wird mit Säuren aus dem aus Uranminen stammenden Erz herausgelöst und zu einem Konzentrat verarbeitet. Bei der Urangewinnung fallen riesige Mengen von radioaktivem Abraum an. Die Schadstoffe bahnen sich ihren Weg in Grundwasser und Nahrungsmittel. Allerdings ist der Urananteil in diesem Konzentrat zu niedrig. Daher muss in Anreicherungsanlagen der Anteil erhöht werden.

 

Das angereicherte Material wird in Urandioxid umgewandelt und in Brennelemente-Fabriken zu Tabletten gepresst. Diese werden in rund vier Meter lange Brennstäbe gefüllt. Zum bisher schwersten Unfall in einer Brennelementefabrik kam es 1999 in Tokaimura (Japan): In Folge einer unkontrollierten Kettenreaktion starben zwei Menschen. Mehrere hundert Arbeiter, Sanitäter und Anwohner wurden verstrahlt.

 

Im AKW werden Urankerne gespalten. Mit der so freigesetzten Energie wird Strom erzeugt. In dem Prozess entsteht ein radioaktiver Cocktail von mehr als 100 Spaltprodukten, darunter das hochgiftige, sehr langlebige Plutonium. Durch Unfälle, Verschleiß oder menschliches Versagen kann Strahlung aus dem AKW in die Umwelt entweichen. Beim größtmöglichen Unfall – Super-GAU – kann der Reaktor explodieren, wie 1986 in Tschernobyl.

 

Weltweit existiert kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Eine sichere Endlagerstätte für den viele Tausend Jahre strahlenden Müll wird es nie geben. Dennoch produziert die Atomindustrie weiter giftigen Müll. Allein Deutschland produziert jährlich 420 Tonnen hochradioaktive Abfälle.

Themen